Beagle „Sally“ tobt über die grüne Wiese, läuft‑ auf ihr Frauchen zu, dass die Schlappohren nur so fliegen. „Man merkt ,Sally’ nicht an, was sie durchgemacht hat“, sagt Iris Alberts aus Hagen. „Sally“ ist hinter Gittern groß geworden. Im Versuchslabor. Sonnenschein, Streicheleinheiten – das kannte „Sally“ nicht, bis
Iris Alberts sie dort herausholte. Die 47-Jährige ist Vorsitzende des Vereins Laborbeaglehilfe: Sie sucht für Laborhunde ein liebevolles Zuhause.
„Beagle sind sehr freundlich und darum als Versuchstiere so begehrt. Keine andere Rasse wird öfter für Tests benutzt“, erklärt Iris Alberts. „Wir möchten diesen Hunden ein neues Leben schenken. Das sind wir ihnen schuldig.“ Über 400 Beagle hat ihr Verein schon vermittelt. „Wir gucken uns die möglichen Frauchen und Herrchen aber genau an. Ihre neuen Schützlinge haben ja gar nicht gelernt, sich wie ein Hund zu benehmen – zu schnüffeln, zu bellen, die Welt zu entdecken. Sie müssen alles neu lernen, brauchen viel Liebe! Mal eben einen Laborbeagle aufnehmen? Geht nicht!“
Hinschauen, nachfragen, überprüfen: Das gilt auch für die Institute, aus denen die Hunde kommen. „Einige dur‑ften wir besichtigen. Die Tierschutz-Standards werden eingehalten, das Personal ist meistens sehr engagiert. Darum distanzieren wir uns auch von illegalen Befreiungsaktionen“, betont Alberts. Sie weiß, dass gewisse Tests wichtig sind. „Durch Laborversuche konnte zum Beispiel ein Verfahren für an Leukämie erkrankte Kinder entwickelt werden.“
Iris Alberts krault Hundedame „Sally“ zärtlich den Hals. Sie hat noch zwei weitere Beagle aufgenommen, veranstaltet regelmäßig Beagle-Treffen. „Zu sehen, wie sie sich zu normalen, glücklichen Hunden entwickeln – das ist großartig!“
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Laborbeaglehilfe e.V. Konto-Nr.: 522 839, Bankleitzahl: 540 502 20, Kreissparkasse Kaiserslautern