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Kauen, schmecken, lachen, küssen: Der Mund hat viele Talente. Manche dienen einem eher praktischen Zweck, andere bringen Genuss und viel Gefühl.
Hart, härter, Zahnschmelz Feste Nahrung muss zerkleinert werden – die Zähne setzen ihr etwas entgegen: Der Zahnschmelz auf ihrer Oberfläche ist die härteste Substanz des Körpers und enthält neben Kalzium und Phosphat auch eingelagerte Fluoride. Sie machen den Schmelz besonders hart und widerstandsfähig. Die Zähne stecken in den Kieferknochen – starke Kaumuskeln setzen an Oberkiefer und Unterkiefer an und bewegen die beiden fein abgestimmt zu- und auseinander. Erst so ist es möglich, vom Apfel abzubeißen und harte Nüsse zu zerkleinern. Der Geschmacksmuskel In der Mitte des Mundes liegt ein circa fünf Zentimeter langes und vier Zentimeter breites, äußerst feinfühliges Muskelorgan: die Zunge. Mit ihren Geschmackspapillen führt sie den Menschen zu kulinarischen Hochgenüssen – oder in herbe Enttäuschung. Beim Schlucken von Speisen presst sich die Zunge oben gegen den Gaumen und unterstützt so den Schluckvorgang. Beim Sprechen ändert die Zunge im Zusammenspiel mit den Lippen und der Kieferöffnung ständig ihre Position und formt somit bestimmte Laute. Lachen, Jazz und Liebe Der Mund übernimmt nicht nur praktische und lebensnotwendige Aufgaben. Ein bedeutender Teil der Mimik entsteht im Bereich des Mundes: Muskeln der Lippen und Wangen spannen oder entspannen sich und heben so die Mundwinkel an oder verbreitern die Mundspalte, um ein breites Grinsen zu erzeugen. Manche Menschen haben einen speziellen Lachmuskel. Er bildet das Lachgrübchen und zieht den Mund beim Lachen in die Breite. Das Muskelspiel kann aber auch negative Gefühle wie etwa Ekel ausdrücken. Wer "dicke Backen" macht und einen Jazztrompeter imitiert, dehnt seinen Wangenmuskel (Spitzname: "Trompetermuskel"). Währenddessen presst ein weiterer Muskel, der den Mund wie ein Ring umgibt, die Lippen fest aufeinander. Öffnet sich dieser ringförmige Muskel leicht, bahnt er den Weg für die Luft. Wenn sich der Trompetermuskel nun anspannt, presst er die Luft mit Schwung durch die kleine Öffnung. Nicht zuletzt verbindet der Mund: Ob Begrüßungskuss oder leidenschaftlicher Liebesbeweis – mit dem Mund und seinen Muskeln kommen sich Menschen näher; mal freundschaftlich, mal intim. Ein wahres Multitalent eben. Alle Tagestipps zum Thema "Faszination Mensch": » Das Skelett » Der Mund » Das Ohr » Wie wir riechen » Das Auge » Fingerspitzengefühl » Gefühle und mehr » Das Gedächtnis » Die Nervenzellen » Das Nervensystem » Das Großhirn » Das Rückenmark » Das Haar » Die Haut » Die Symmetrie |
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Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
am 14/07/2010 | |||||
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