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Wenn wir uns einer Sache mit viel Fingerspitzengefühl annehmen, geht es vor allem um Feinmotorik und Sensibilität.
Die Haut ist das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers. Durch mechanische Reize wie Druck, Berührung, Hautdehnung und Vibration vermittelt sie mit ihren über den ganzen Körper verteilten Rezeptoren (sog. Mechanosensoren) die Beschaffenheit von Oberflächen, erkennt ihre Umwelt und ermöglicht es, Gefahren wahrzunehmen. Diese Fähigkeit der Haut wird als Tastsinn bezeichnet. Besonders gut ausgeprägt ist der Tastsinn an den Fingerspitzen, da hier das Geflecht aus Sensoren sehr dicht ist. Der Tastsinn Durch den Tastsinn ist es uns möglich, die Gestalt verschiedener Gegenstände wahrzunehmen. So kann man durch Berühren der Oberfläche eines Gegenstands mit dem Finger seine Struktur, Beschaffenheit und Form ertasten. Dabei kommen verschiedene Tastrezeptoren zum Einsatz, wie Druckrezeptoren, Berührungsrezeptoren, Hautdehnungsrezeptoren und Vibrationsrezeptoren. Diese wandeln mechanische Reize und Verformungen von Haut- und Haarzellen in Informationen um und leiten sie über Nervenbahnen an sensorische Zellen im Gehirn weiter. Hier werden die Informationen der Tastrezeptoren als Tastempfindung erkannt und mit bereits vorhandenen Gedächtnisinhalten verknüpft. Druckrezeptoren befinden sich zum Beispiel direkt unter der Haut und vermitteln Informationen über Form und Härte eines Gegenstands ans Gehirn. In den Fingern sind die Druckrezeptoren besonders dicht angesiedelt und schon ein leichter Druck reicht aus, um den Reiz wahrzunehmen. Räumliche Auflösung Das räumliche Auflösungsvermögen gibt Auskunft darüber, wie genau ein Reiz wahrgenommen werden kann. Bei einem hohen Auflösungsvermögen werden zwei unterschiedliche Reize, die auf die Haut ausgeübt werden, auch noch als zwei verschiedene Reize wahrgenommen, wenn sie sehr dicht nebeneinander auf die Haut auftreffen. Die Schwelle, bei der beide Reize als einer wahrgenommen werden, wird als Zweipunktschwelle oder simultane Raumschwelle bezeichnet. An den Fingerspitzen liegt die simultane Raumschwelle aufgrund der hohen Rezeptorendichte bei einem Millimeter, wohingegen sie in der Handfläche drei bis fünf Millimeter und am Rücken mehrere Zentimeter beträgt. Die Tastempfindung ist demzufolge an den Fingerspitzen besonders ausgeprägt und das Fingerspitzengefühl macht seinem Namen alle Ehre. Alle Tagestipps zum Thema "Faszination Mensch": » Fingerspitzengefühl » Gefühle und mehr » Das Gedächtnis » Die Nervenzellen » Das Nervensystem » Das Großhirn » Das Rückenmark » Das Haar » Die Haut » Die Symmetrie |
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Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
am 14/07/2010 | |||||
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