05.01.2017

Selbstanalyse Stress lass nach: In welcher Burnout-Falle stecken Sie?

Doch wieder in die „Meine Schuld“-Falle geraten?

Foto: ©istock/Courtney Keating

Doch wieder in die „Meine Schuld“-Falle geraten?

Schwer unter Druck und überlastet. Aber woran liegt’s? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe - wirken Sie dem entgegen mit Entspannung und Musik.

 

Hier finden Sie heraus, in welcher Stress-Falle Sie stecken und wie Sie Ihren Weg zu mehr Gelassenheit finden. Kreuzen Sie die Antworten an, die auf Sie zutreffen. Mehr als drei bei einer Falle? Dann lesen Sie genau dort weiter...

FALLE 1: Zuerst die anderen

Sie …

… können schlecht Nein sagen

… sind eine gute Zuhörerin

… möchten niemanden enttäuschen

… finden es schlimm, wenn andere leiden

… fühlen sich in der Gruppe wohler als allein

Sie sind …

… extrem offen und hilfsbereit. Mit Ihrer superfreundlichen Art machen Sie es Familie, Freunden und Kollegen leicht. Bei Ihnen kann man Probleme loswerden und Sie suchen gleich nach einem Ausweg. Tatsächlich tut es Ihnen gut, wenn Sie anderen helfen können. Aber leider überschätzen Sie oft Ihre Kräfte, geraten dauernd in Zeitnot und kommen am Ende selbst viel zu kurz.

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Sie sollten …

… erst mal innehalten, wenn jemand Sie um einen Gefallen bittet. Was hatten Sie eigentlich vor? Reicht Ihre Zeit wirklich? Sprechen Sie die Antwort laut aus. „Ich bin gerade dabei, die Ablage zu machen und muss heute Abend fertig sein.“ Oder: „Ich brauche ein bisschen Entspannung und bin Sonntag schon mit meiner Couch verabredet.“ Solche Sätze werden die anderen nicht enttäuschen, weil sie nicht unbedingt „Nein“ bedeuten. Sie bedeuten nur „Lass uns abwägen, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt“ und verschaffen Ihnen Luft.

SOS-HILFE: Relax-Bad mit Musik

Die beste Stress-Flucht für Sie: Tauchen Sie ab. Keine Tür wird so respektiert wie die Badezimmer-Tür. In diesem Raum sind Sie garantiert für sich. Nehmen Sie ein Bad mit beruhigender Melisse oder belebendem Rosmarin - je nachdem, was Sie anschließend vorhaben. und hören Sie sich diese Musik an:

FALLE 2: Nur meine Schuld

Sie …

… fühlen sich oft beobachtet

… fürchten sich vor großen Festen

… nehmen Dinge oft persönlich

… schrecken bei jedem Geräusch hoch

… geben Fehler gerne zu

Sie sind …

… sehr sensibel, nehmen Missstimmungen sofort wahr und fühlen sich dafür verantwortlich. Egal ob der Chef wütend durch die Firma brüllt oder Ihr Partner schlecht gelaunt nach Hause kommt, Ihr erster Gedanke ist: „Was habe ich jetzt wieder falsch gemacht?“ Auch wenn es gar keinen Grund dafür gibt, führt Ihre Unsicherheit jeden Tag zu unzähligen Stresssituationen.

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Sie sollten …

… Sätze üben, die Sie viel zu selten benutzen: „Nicht mein Problem.“ „Interessiert mich nicht.“ „Damit habe ich nichts zu tun.“ „Mir geht es gut.“ Probieren Sie es vor dem Spiegel aus. Am Anfang wird es sich komisch anfühlen. Aber je mehr Sie üben, je lauter Sie sprechen, je lockerer Ihnen die Sätze über die Lippen kommen, desto stärker wird Ihr gedanklicher Schutzschild. Er macht Sie gelassener und gibt Ihnen die Kraft, einfach mal mit den Schultern zu zucken.

SOS-HILFE: Druck-Punkt

Doch wieder in die „Meine Schuld“-Falle geraten? Dann ziehen Sie sich quasi selbst die Ohren lang. Pressen Sie beide Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Aktivierung dieser Druck-Punkte beruhigt und nach zehn Sekunden ist der Schutzschild zurück!

FALLE 3: Ich bin die Beste

Sie …

… werden unruhig, wenn es nichts zu tun gibt

… arbeiten schneller als andere

… gehen spät ins Bett und stehen früh auf

… halten nichts von Ablenkung

… neigen zu Ungeduld

Sie sind …

… ehrgeizig, entschlossen, lieben den Wettkampf und betteln geradezu um Mehrarbeit. Am liebsten würden Sie jede neue Aufgabe übernehmen. Weil jede neue Aufgabe auch eine neue Chance bedeutet, den anderen zu beweisen, wie gut Sie sind. Das allein ist schon Stress. Zusätzliches Problem: Inzwischen sind Sie selbst überzeugt, dass nur Sie die Dinge zufriedenstellend erledigen können.

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Sie sollten …

… auch mal anderen den Vortritt lassen. Sehen Sie zum Beispiel in Ihrer Kollegin nicht die Konkurrentin sondern die Frau, die Ihnen Überstunden erspart. In Ihrem Partner nicht den Mann mit den zwei linken (Putz-)Händen, sondern den liebevollen Helfer, der allein dafür Anerkennung und Lob verdient. Wenn Sie das nur ein-, zweimal schaffen, werden Sie merken: Die Welt bricht nicht zusammen, wenn Sie auch mal abschalten, weniger arbeiten und mehr genießen.

SOS-HILFE: Strand-Bild

Sie spüren schon wieder wie es in Ihnen „ich, ich, ich!“ ruft? Dann schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich einen weißen Strand vor, sanft plätschernde Wellen und friedlich wogende Palmen. Es dauert keine 30 Sekunden und Ihr Gehirn wechselt aus dem Stress-Modus (Beta- Wellen) in die Entspannung (Alpha-Wellen).

FALLE 4: Alles muss perfekt sein

Sie …

… lieben „to do“-Listen

… mögen keinen Überraschungs-Besuch

… sind immer zu früh am Bahnhof

… hassen ungenaue Anweisungen

… schaffen gern Ordnung

Sie sind …

… sehr gut organisiert und zuverlässig. Wenn andere Sie beschreiben, fällt häufig der Satz: „Bewundernswert. Bei ihr klappt alles wie am Schnürchen.“ Und genau das erwarten Sie von sich selbst. Dadurch setzen Sie sich unwahrscheinlich unter Druck und geraten schon in Stress, wenn auch nur eine Kleinigkeit schiefgeht.

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Sie sollten …

… Ihre beste Freundin werden. Würden Sie es ihr richtig übelnehmen, wenn der Kuchen ein wenig zu trocken geraten ist? Wür-den Sie mit ihr schimpfen, weil sie zum Beispiel eine Diät nicht durchgehalten hat? Bestimmt nicht. Trösten Sie sich selbst, wie Sie andere trösten würden. Sagen Sie Sätze wie „Na und? Dann klappt es eben nächstes Mal“ oder „Macht nichts. Versuch macht klug“.

SOS-HILFE: Seifen-Blasen

Ganz im Ernst, dieses Kinderspielzeug sollten Sie immer in der Tasche oder auf dem Schreibtisch stehen haben. Typisch für Perfektionistinnen wie Sie ist nämlich, dass sie zu flach atmen. Zu wenig Sauerstoff und zu schneller Puls verstärken dann den Stress. Tiefes Ein- und Ausatmen (beim Pusten) bewirkt das Gegenteil. Gleichzeitig entspannen sich durch den locker geöffneten Mund die Gesichtsmuskeln. Schluss mit Zähneknirschen!

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