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Bei Verstopfung, Durchfall oder Reizdarm: Flohsamen reguliert die Verdauung und lindert Darmbeschwerden. Flohsamen sind die Samen des Flohsamen-Wegerichs (Plantago psyllium, Plantaga afra) sowie des Sandwegerichs (Plantago indica).
Flohsamen-Wegerich ist ein einjähriges, zehn bis 50 Zentimeter hohes Kraut mit verzweigten Stängeln und schmalen, länglichen Blättern.
Die unscheinbaren Blüten wachsen in zylindrischen Ähren mit auffallend weißen Staubbeuteln. Die Samen sind zwei bis drei Zentimeter lang und dunkelbraun bis rotschwarz.
Wirkung und Inhaltsstoffe
Flohsamen enthält Schleimstoffe, die durch Wasseraufnahme die Samen aufquellen lassen und damit zu einer Vergrößerung des Darminhalts führen. Der vergrößerte Darminhalt bewirkt einen Dehnungsreiz auf die Darmwand und löst damit den Reflex zur Darmentleerung aus.
Außerdem normalisiert sich durch die Flüssigkeitsbindung die Verdauung bei Durchfällen, wird Gallensäure vermehrt ausgeschieden und der Stuhlgang weicher. Die Wirkung der Flohsamen tritt erst nach 12 bis 24 Stunden ein, der maximale Effekt wird erst nach einer Einnahme von zwei bis drei Tagen erreicht.
Dosierung und Anwendung
Die empfohlene Tageshöchstdosis für Flohsamen beträgt 12 bis 40 Gramm, die über den Tag verteilt eingenommen werden. Man lässt dafür mehrmals täglich jeweils einen Teelöffel Flohsamen in 100 Milliliter Wasser vorquellen und nimmt diese Menge unter Nachtrinken von ein bis zwei Gläsern Wasser ein.
Da die im Flohsamen enthaltenen Fette schnell ranzig werden, ist es ratsam, zerkleinerte Flohsamen höchstens 24 Stunden lang kühl und lichtgeschützt aufzubewahren.
Vorsicht bei der Einnahme
Wenn Flohsamen nicht mit einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit oder im Liegen eingenommen wird, kann es zu einer vorzeitigen Quellung kommen und damit zu einer Verstopfung des Rachenraums oder der Speiseröhre mit Erstickungsgefahr.
Treten Brustschmerzen, Erbrechen oder Schluck- und Atembeschwerden auf, nachdem Flohsamen eingenommen wurden, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
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