05.04.2016

Gegen Brennen und Schmerzen Blasenentzündung – die zehn besten Hausmittel

Tees aus bestimmten Heilpflanzen wirken antibakteriell und durchspülen die Harnwege bei Blasenentzündung.

Foto: ©iStock/IS_ImageSource

Tees aus bestimmten Heilpflanzen wirken antibakteriell und durchspülen die Harnwege bei Blasenentzündung.

Ständig drückt die Blase, das Wasserlassen tut extrem weh. Bei einer Blasenentzündung ist schnelle Hilfe wichtig, bevor sich die Bakterien in der Blase weiter vermehren.

Gibt es gute Hausmittel gegen Blasenentzündung und ist die Harnwegsinfektion ansteckend? Das sind die beiden häufigsten Fragen zu diesem Thema, das etwa jede zweite Frau mindestens einmal im Leben beschäftigt. Denn eine Blasenentzündung, medizinisch Zystitis, betrifft vor allem Frauen. Ursache sind Bakterien, die ursprünglich meist aus dem Darm stammen. Beim Sex können sie in die Harnröhre gelangen und in die Blase wandern. Mit den Erregern können Sie sich aber auch indirekt über Türgriffe und andere Gegenstände infizieren.

Blasenentzündung kann also ansteckend sein und wenn die ersten Symptome auftreten, sind schnell Hilfsmaßnahmen wichtig. Hier sind einige Hausmittel eine gute Wahl. Beide Fragen lassen sich also mit Ja beantworten.

Sinnvolle Hausmittel und Tipps bei Blasenentzündung sind:

  1. Trinken Sie viel. Am besten heiße Getränke, etwa Kräutertee. Die Flüssigkeit spült die Harnwege durch und befördert Bakterien nach draußen. Der häufige Harndrang bei einer Blasenentzündung ist in diesem Zusammenhang eine gesunde Reaktion – der Körper will die Bakterien so zügig wie möglich loswerden.

  2. Es gibt eine Reihe von Heilkräutern, die sich bei Blasenentzündung bewährt haben. Sie entkrampfen die Blase, wirken antibakteriell und harntreibend, indem sie die Nierentätigkeit anregen. Dazu gehören etwa Goldrutenkraut, Hauhechel, Orthosiphon, Bärentraubenblätter, Birkenblätter, Brennnessel und Wacholder.

  3. Kuscheln Sie sich bei dieser Trinkkur so richtig ein, damit Sie ins Schwitzen kommen. Das kurbelt den Stoffwechsel an und aktiviert damit auch das Immunsystem in der Blase.

  4. Heizen Sie Ihrer Blase mit einer heiß-feuchten Auflage ein. Tränken Sie ein kleines Frottee-Tuch mit heißem Wasser, winden Sie es fest aus. Legen Sie es auf Ihren nackten Unterbauch (Vorsicht, Auflage nicht zu heiß machen! Verbrühungsgefahr der empfindlichen Haut in diesem Bereich). Darüber kommt ein trockenes Tuch. Wickeln Sie sich zusätzlich mit einer Decke ein. Lassen Sie den Wickel so lange einwirken, bis er nicht mehr heiß, sondern nur noch warm ist und wiederholen Sie die Behandlung nach Belieben. Die Wärme aktiviert das lokale Abwehrsystem der Blase und Harnwege. Die Bakterien werden intensiv bekämpft.

  5. Einfacher funktioniert die heiße Auflage mit einer Wärmflasche. Allerdings wird in der Naturmedizin die Heilwirkung vor allem feuchter Hitze zugeschrieben, wie sie nur der Wickel liefern kann.

  6. Duschen Sie sich im Intimbereich warm ab, benutzen Sie dabei eine pH-neutrale Waschlotion oder eine spezielle Intimwaschlotion, die leicht antibakteriell wirkt.

  7. Versuchen Sie es mit einem ansteigenden Fußbad nach Kneipp. Das Wasser sollte dabei zuerst etwa 35 Grad warm sein. Lassen Sie dann heißes Wasser zulaufen, bis die Wassertemperatur 42 Grad beträgt. Nun fünf Minuten die Füße im Wasser lassen, danach gut abrubbeln, warme Socken anziehen und ab ins Bett. Das ansteigende Fußbad hat sich auch bei Erkältungen bewährt, darf aber nicht bei Venenerkrankungen angewendet werden.

  8. Trinken Sie Cranberry-, Preiselbeer-, Sanddorn- oder Heidelbeersaft, ihre Gerbstoffe sollen die Schleimhäute der Blase stärken.

  9. Essen Sie etwas frisch geriebenen Meerrettich. Seine Senföle wirken antibakteriell.

  10. Frischer Stangensellerie enthält ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe, die nicht nur Bakterien bekämpfen, sondern auch harntreibend wirken.

Wann sind Antibiotika bei Blasenentzündung sinnvoll?

Oft ist die Blasenentzündung nach einer Trink- und Schwitzkur überstanden. Bleiben die Symptome wie Schmerzen beim Wasserlassen und ständiger Harndrang bestehen oder treten Blut im Urin oder Fieber auf, sollten Sie zum Arzt gehen. Dann ist meist eine Antibiotika-Verordnung nötig.

Kommentare einblenden