14.04.2016

Augengesundheit Drei neue Methoden gegen Alterssichtigkeit

Foto: © iStock / AJ_Watt

Wenn die Augen ab Mitte 40 im Nahbereich schwächeln, gibt es Alternativen zur Lesebrille.

Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr ist es irgendwann so weit: Die Arme werden beim Lesen lang und länger. Das liegt an den Augenlinsen, die an Elastizität verlieren. Damit schwindet auch ihre Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen scharf zu stellen. Vor allem im Nahbereich hapert es. Für Brillen-Muffel gibt es drei neue Alternativen.

Multifokale und bifokale Kontaktlinsen

Multifokallinsen gleichen eine Sehschwäche in jeder Distanz aus, aber auch Altersweitsichtigkeit. Bifokallinsen kommen zum Einsatz, wenn eine Weit- und eine Kurzsichtigkeit vorliegen und ersetzen die Gleitsichtbrille. Beide Linsenarten können sogar Hornhautverkrümmungen korrigieren. (Preis für 6-Monats-Linsen: ca. 60 Euro).

Multifokale und trifokale Kunstlinsen

Sie können gleichzeitig eine Alters- und Kurzsichtigkeit bzw. eine Weitsichtigkeit ausgleichen. Die Implantate besitzen mehrere Brennpunkte, daher der Begriff "multifokal". Die modernsten Multifokallinsen sind sogenannte Trifokallinsen. Mit ihnen kann der Träger in der Nähe, in der Ferne und im Zwischenbereich gut sehen. Beide Linsenarten korrigieren auch eine Hornhautverkrümmung. Der ambulante Austausch der eigenen Augenlinse gegen die künstliche dauert nur wenige Minuten, betäubt wird mit Augentropfen. Kosten: ca. 1800 Euro pro Auge, die Kassen zahlen nicht.

SUPRACOR-Laser

Der computergesteuerte Laser verändert die Brechkraft des Auges und modelliert quasi eine Lesebrille im Zentrum der Hornhaut. Bei Kurzsichtigen wird zeitgleich auch die Fernsichtigkeit korrigiert (sogenanntes LASIK-Verfahren). Der Eingriff unter örtlicher Betäubung dauert nur wenige Minuten. Kosten: ca. 900 Euro pro Auge, die Kassen übernehmen die Kosten nicht.

Quelle: Bild der Frau 08052015

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