19.03.2016

Gesund und schön in allen Lebenslagen Sexualität im Laufe des Lebens

Brigitta Lenz

Foto: ©iStock / oleg66

Neben der Gesundheit ist die Sexualität wohl einer der wichtigsten Parts des Lebens. Und das nicht nur, weil man sich mit ihr fortpflanzt.

Endlich geschlechtsreif zu werden, ist wohl die spannendste Phase im Leben eines Menschen. Ab diesem Zeitpunkt ist man biologisch fruchtbar, was so viel bedeutet, dass man Kinder zeugen oder bekommen kann. Doch dieser Umstand ist nur ein kleiner Part in der Pubertät. Viel spannender ist es zu diesem Zeitpunkt, seinen eigenen und den Körper des anderen Geschlechts zu entdecken. Dabei ist es ganz egal, ob Frauen Männer oder Frauen anziehend finden oder Männer auf Frauen oder auch auf Männer stehen. Lust empfinden alle gleich - egal ob hetero-, homo, bisexuell oder Transgender. Sie zu befriedigen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Weil jeden etwas Anderes erregt, hat Sex nicht immer nur etwas mit Spaß, Liebe, Nähe, Vertrauen und Zärtlichkeit, sondern auch mit Konflikten, Streit, Hemmungen und Missverständnissen zu tun.

Sexualität wird weltweit ganz unterschiedlich gelebt

Die Sexualität hat viele Gesichter, denn jeder Mensch erlebt sie auf seine eigene Weise. Je nach Herkunft, Religion oder Erziehung wird Sexualität unterschiedlich gelebt und mehr oder weniger offen behandelt. Für die meisten Menschen nimmt die Sexualität eine zentrale Bedeutung in ihrem Leben ein. Besonders für Frauen ist sie meist sehr eng mit einer emotionalen Bindung und Liebe an den Partner verknüpft. Ein liebevoller Umgang miteinander und eine vertraute Atmosphäre sind die Voraussetzungen für ein befriedigendes Liebesleben.

Ein Partner für das ganze Leben reicht aber oft nicht aus. Männer haben durchschnittlich mit 7,4 Frauen Sex, während Frauen mit 4,3 Männern schlafen. Je älter Männer werden, desto umtriebiger werden sie! Zwischen 60 und 69 Jahren haben sie durchschnittlich zehn Partner. Das ist sicherlich auch der berühmten Midlife-Crisis geschuldet. Bei Frauen sieht das etwas anders aus: Sie haben zwischen 30 und 39 Jahren am meisten Sexpartner. Wer also glaubt, Sex haben nur junge Leute, der irrt gewaltig. Viele Frauen behaupten sogar, ihren Körper in den 30ern überhaupt erst richtig kennengelernt zu haben. Viele haben ab da sogar erst befriedigenden Sex – Orgasmus inklusive.

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Die Zahl der Sex-Partner ist ein Geheimnis

Darüber reden wollen viele aber nicht. Vor allem die Anzahl der Sex-Partner bleibt oft ein Geheimnis. Laut einer Studie von Friendscout24.de ist für 72 Prozent der Deutschen aber zum Beispiel auch absolut tabu, die Bettqualitäten des aktuellen Partners mit vorigen zu vergleichen oder ihm von seiner Sex-Vergangenheit zu berichten.

Sollte es im Bett einmal nicht mehr laufen – was sich nach einer jahrelangen Beziehung automatisch irgendwann einschleicht – suchen sich vor allem Männer ihre sexuelle Befriedigung woanders. Fremdgehen zählt daher zum häufigsten Scheidungs- oder Trennungsgrund. Ganz verübeln kann man es ihnen wahrscheinlich nicht, denn immerhin spielt hier die Evolution eine entscheidende Rolle. Während Frauen sich den bestmöglichen Partner aussuchen, um von ihm ein Kind zu bekommen, wollen Männer ihr Erbgut so viel wie möglich weitergeben. Aber Achtung: Wer mit diesem Argument sein Fremdgehen rechtfertigt, hat trotzdem schlechte Karten.

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Sexuell übertragbare Krankheiten sind schmerzhaft und gefährlich

Zwar wollen in der heutigen Zeit alle viel Sex mit möglichst verschiedenen Partnern, gleichzeitig aber jedes mal ein Kind zu zeugen gehört nicht dazu. Verhütung spielt in Sachen Sexualität also eine große Rolle – egal in welchem Alter. Kondom, Pille oder doch lieber Risiko? Das könnte nicht nur zu ungewolltem Nachwuchs, sondern auch zu Geschlechtskrankheiten führen. Aids, Chlamydien, Tripper, Feigwarzen oder Genitalherpes können nicht nur schmerzhaft, sondern sogar lebensgefährlich sein. Ansteckend sind sie aber nur über ungeschützten Geschlechtsverkehr.

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Dabei macht Sex eigentlich gesund, wie eine Studie der Universität Bristol beweist! 1000 männliche Probanden zwischen 45 und 59 wurden in einer Langzeitstudie über zehn Jahre untersucht. Das Ergebnis der Studie lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Je mehr Sex jemand hat, umso gesünder ist die Person. Davon abgesehen, dass es glücklich macht und Spaß bereitet.

Also ab ins Bett - ob mit 30, 40, 50 oder 60!

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