Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein rasender Puls: Es ist nicht ohne, was wir unserem Körper mit zu viel Alkohol antun. Wer sich den Kater ersparen möchte, sollte dem simplen Rat folgen, erst gar keinen oder nur sehr wenig Alkohol zu trinken. Wer's dennoch nicht immer ganz lassen mag, dem verraten wir hier die besten Tipps gegen Kater-Beschwerden.
Anlässe, mal ordentlich zu feiern, gibt es genug: Egal ob Karneval, Silvester oder der Geburtstag der besten Freundin - überall lauern die Verlockungen des Alkohols. Ganz auf das Gläschen Sekt und das leckere Bier verzichten, wollen die wenigsten. Wir verraten Ihnen die besten Tipps gegen Kater-Stimmung.
Die Liste der unangenehmen Symptome, die bei einem richtigen Kater auftreten können, ist lang und den meisten Erwachsenen wahrscheinlich bestens bekannt. Besonders unerfreulich sind neben bloßem Kopfschmerz typische Kater-Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Viele kennen sicherlich auch Niedergeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Ängstlichkeit und depressive Verstimmung als Nebeneffekte eines Katers. Der Körper sendet diese Symptome als Signale, um uns zu verdeutlichen, dass er stark strapaziert wurde und "bestraft" uns nun dafür.
Ein Großteil der Kater-Beschwerden entsteht dabei gar nicht durch den Alkohol selbst, sondern durch die Gifte, die beim Abbau des Alkohols im Körper entstehen. Dazu kommt, dass Alkohol die Urinausscheidung verstärkt, sodass man förmlich austrocknet. Zum Glück gibt es durchaus Möglichkeiten, die negativen Nachwirkungen von zu viel Alkohol in Grenzen zu halten - vor dem Trinken und danach.
Dem Kater gezielt vorbeugen
- Essen Sie! Vor (oder auf) der Feier sollten Sie so richtig schlemmen. Denn besonders fett- und eiweißreiche Speisen bleiben lange im Magen und verzögert die Alkoholaufnahme ins Blut. Die Folge: Der Blut-Alkoholspiegel steigt weniger stark an. Für zwischendurch eignen sich fett- und salzhaltige Snacks wie Erdnüsse, Salzstangen, Chips oder Oliven - so können Sie Mineralstoffmangel vorbeugen.
- Alkohol ist nicht gleich Alkohol! Nicht jedes alkoholische Getränk verursacht die gleichen Übel. Am allerschlimmsten trifft es einen nach dem Konsum von Brandy. Danach folgen in abnehmender Reihenfolge: Rotwein, Rum, Whisky, Weißwein und Gin. Auch beim Bier gibt es Unterschiede: Wer Weizenbier trinkt, hat mit schlimmeren Nachwirkungen zu rechnen als ein Pilstrinker. Vorsicht auch bei warmen oder gezuckerten Getränken wie Glühwein oder Bowle. Sie verstärken die Alkoholaufnahme ins Blut.
- Bleiben Sie treu - auch bei Partygetränken. Wer bei einer Sorte bleibt, dem fällt es leichter, den Überblick zu behalten.
- Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Trinken Sie deshalb neben Alkohol ausreichend Wasser oder Nichtalkoholisches. Tipp: Immer ein Glas Alkoholisches, ein Glas Wasser trinken!
- Verzichten Sie, wenn möglich, auch beim Feiern auf Zigaretten. Nichtraucher haben einfach mehr Spaß. Warum? Der blaue Dunst entzieht dem Körper Sauerstoff und Vitamine. Dadurch wird die Wirkung des Alkohol erheblich verstärkt - und der Kater am nächsten Tag ist umso schlimmer.
- Auch wenn es ungerecht ist: Frauen vertragen weniger Alkohol als Männer! Bei Frauen ist der Anteil an Fettgewebe im Vergleich zum Muskelgewebe größer als bei Männern. Und Fettgewebe wirkt als Alkoholdepot und gibt ihn kontinuierlich ins Blut ab. Außerdem ist bei Frauen das Alkohol abbauende Enzym Akohol-Dekydrogenase nicht so aktiv wie bei Männern. Also: Versuchen Sie nicht mithalten zu können - es geht schief!
- Um dem Kater am nächsten Morgen vorzubeugen, sollten Sie unbedingt vor dem Schlafengehen noch mindestens einen halben Liter Mineralwasser trinken. Noch besser: Eine Magnesium- und Kalzium-Brausetablette in Wasser auflösen. So wird der Vorrat an Spurenelementen aufgefüllt, die der Alkohol dem Körper entzogen hat. Auch ein Honigbrot beugt einem bösen Erwachen vor. Die im Nektar enthaltende Fructose fördert nämlich den Alkoholabbau.
- Auch wenn Sie noch so müde und beschwipst sind: Schminken Sie sich unbedingt vor dem Schlafengehen ab. Nur so kann die Haut die Nacht für Reparaturarbeiten nutzen.
- Bevor Sie in die Federn sinken, öffnen Sie unbedingt das Fenster! Wenn Sie bei frischer Luft schlafen, hilft der Sauerstoff dem Körper bei der Regeneration. Das Risiko mit Brummschädel oder Übelkeit aufzuwachen, wird dadurch wesentlich geringer.
- Mit zuviel Alkohol intus hat man manchmal das Gefühl, das eigene Bett habe sich in ein Karussell verwandelt. Um die unangenehme Rundfahrt zu stoppen, hilft ein zweites oder drittes Kissen unter dem Kopf, so dass der Oberkörper höher liegt. Ein kleiner psychologischer Trick, der das Schwindelgefühl mindert: Lassen Sie einen Fuß aus dem Bett hängen!
Kater-Tipps für den Tag danach
- Auch wenn liegen Ihnen jetzt verlockender erscheint als stehen: Für ein ausgiebiges Wannenbad ist der Kreislauf jetzt zu schwach. Erfrischen Sie sich lieber mit einer lauwarmen Dusche und benutzen Sie ein belebendes Duschgel, z. B. mit Lavendel, Limone oder Rosmarin. Für den Hallo-wach-Kick: Stellen Sie das Wasser auf kalt und führen Sie den Wasserstrahl von den Füßen nach oben. Das wird Sie wieder auf Trab bringen!
- Gegen den Schmerz: Dröhnt der Kopf zu sehr, können leichte Schmerzmittel helfen! Die Alternative zu Kopfschmerztabletten: Ein Beutel mit Eis oder ein kalter Waschlappen. Denn die Kälte verengt die Gefäße - der Schmerz lässt nach. Auch Tigerbalsam oder Pfefferminzöl helfen gegen einen Brummschädel. Sanft in kreisenden Bewegungen auf Stirn, Nacken und Schläfen massieren.
- Auch wenn Sie noch so Lust drauf haben: Gegen einen "Brand" nach zu viel Alkoholgenuss sind koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Cola nicht geeignet - denn sie können das Herzrasen noch verstärken. Auch stark säurehaltige Getränke wie Orangensaft sind nichts für überreizte Mägen. Greifen Sie lieber auf Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees zurück. Sie füllen die Vitamin- und Mineralstoffspeicher des Körpers wieder auf.
- Ihnen ist so richtig schlecht? Schneiden Sie einen Apfel auf und halten Sie sich die Schnittflächen unter die Nase. Der Duft vermindert den Brechreiz. Gegen Schwindelgefühl und Übelkeit hilft auch Ingwertee. Er erhöht die Produktion von Magensäure und wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Sie leiden unter Sodbrennen? Um die Magensäure zu binden, kann man zu einem Stück roher Kartoffel greifen und gut durchkauen. Schmeckt nicht gut, wirkt aber!
- Das Non-plus-ultra nach einer langen Partynacht: Ein ausgiebiges Frühstück mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. So können Sie Dehydrierung und Elektrolyt-Mangel ausgleichen. Wer dem guten alten Rollmops nichts abgewinnen kann, sollte zu Gemüsebrühe oder sauren Gurken greifen. Ideal ist auch ein Vollkornbrot mit Tomate, Radieschen, Pfeffer und Salz oder Rührei mit Speck.
- Auch wenn Sie sich heute gar nicht schön fühlen: Greifen Sie an Kater-Tagen auf keinen Fall zu tief in den Malkasten. Denn zu viel Make-up verstärkt ein müdes, gerädertes Aussehen nur. Eine leicht getönte Tagescreme und Perlglanz-Lidschatten sollten genügen. Dunkle Augenringe lassen sich mit Concealer verstecken. Dazu ein bisschen rosa Rouge auf die Wangen und schon sehen Sie zumindest wieder fit aus - auch wenn Sie sich vielleicht gar nicht so fühlen ...
- Wirklich schnelle Hilfe gegen die Nachwirkungen einer durchzechten Nacht kann nur eines bringen: Bewegung an der frischen Luft. Egal ob ein langer Spaziergang oder eine Radtour, egal ob bei Sonnenschein oder bei Regen. Nur draußen lassen sich die Lebensgeister wieder wecken. Der Kreislauf wird gestärkt und somit der Alkoholabbau beschleunigt.
- Nach reichlich Alkoholkonsum müssen die Nieren und die Leber Schwerstarbeit leisten, um die Gifte wieder aus dem Körper zu schleusen. Sie können dabei helfen, indem Sie ein warmes Entgiftungsfußbad mit ätherischen Ölen machen. Selbstmach-Tipp: Geben Sie je ein paar Tropfen Wachholder-, Rosmarin- und Fenchelöl zusammen mit einem Löffel Pflanzenöl in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser. Die Füße zehn Minuten darin baden. Anschließend mit einer reichhaltigen Fußcreme pflegen.
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