Die Silhouette könnte ein wenig straffer sein? Doch regelmäßiges Training kommt nicht in Frage? Ein klarer Fall für das Hightech-Trainingsgerät Power-Plate, an dem sich Gerüchten zufolge schon Madonna oder Claudia Schiffer versucht haben sollen.
Power-Plate wurde jedoch nicht nur für die Schönen und Reichen konzipiert, sondern steht jedem offen, der nach einer Möglichkeit sucht, die knackige Bikinifigur ohne Sport zu erlangen. Das zumindest verspricht der Hersteller von Power-Plate.
Tatsächlich soll Power-Plate, eine Art vibrierender Trainingsplattform, bei regelmäßiger Anwendung einen straffen und durchtrainierten Körper verschaffen - dies jedoch ohne Muskelkater und schweißtreibendes oder zeitaufwendiges Training. Ein Märchen? Oder eine Trainingsrevolution?
Was genau ist Power-Plate?
Power-Plate ist ungefähr so groß wie ein normaler Hometrainer und passt damit in jedes Wohn- oder Schlafzimmer. Allerdings sorgt das Gerät - je nach Ausführung - für eine interessante Geräuschkulisse. Das Hightech-Gerät erinnert an eine überdimensionierte Personenwaage mit einem Steuerhebel, der aussieht wie der Lenker eines modernen Rennrades.
Erfunden wurde der Vorläufer dieser vibrierenden Trainingsplatte in den 60er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion. Ziel war es, die Kosmonauten fit zu machen, denn bekanntlich verliert der menschliche Körper an Muskelmasse, wenn er zu lange der Schwerelosigkeit ausgesetzt ist. Die Kosmonauten trainierten also auf einem Gerät, das dem heutigen Power-Plate ähnlich war.
Das Ergebnis: Während die amerikanischen Astronauten ihre Reise durchs All nach 120 Tagen beenden mussten, blieben die russischen Raumfahrer gut dreimal länger im All. Später wurde Power-Plate vom Trainer der niederländischen Olympiamannschaft weiterentwickelt, um die Sportler zu trainieren und heute ist das Gerät sogar für den Hausgebrauch geeignet.
Mit Vibrationen zur Traumfigur
Wer zum ersten Mal auf der Platte eines Power-Plate-Gerätes steht, wird ordentlich durchgerüttelt. Die Platte ruckelt und wackelt hin und her, was Assoziationen mit einem Schiff weckt, das sich gerade auf hoher und sehr lebhafter See befindet. Das Schütteln hat natürlich einen guten Grund, denn diese Schüttelmassage soll alle Muskeln im Körper anregen und sie so aktiveren.
Geübte können zwischen drei Vibrationsstärken wählen. Und natürlich stellt man sich nicht nur auf die Platte, sondern absolviert verschiedene Übungen. Das können ganz normale gymnastische Übungen sein, aber auch Step Aerobic oder Yoga. Wenn man den Entwicklern des Gerätes glauben darf, dann verliert man in einem zehnminütigen Training mit dem Power-Plate genauso viele Kalorien, wie bei einem dreistündigen, schweißtreibenden Training im Fitnessstudio.
Power-Plate – und wo ist der Haken?
fit und straff ohne schweißtreibendes Training - das klingt zu schön, um wahr zu sein? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Sich eine Viertelstunde auf der Platte durchruckeln lassen und schon klappt’s mit der Bikinifigur - das genügt eben nicht, denn tatsächlich müssen auf der Power-Plate verschiedene Übungen durchgeführt werden, an denen Faulpelze auch ohne Power-Plate gescheitert sind.
Zudem folgt die Ernüchterung, wenn es um die Anschaffung des Gerätes geht, denn das kostet zwischen 5000,- und 15.000,- Euro und die Mitgliedschaft in einem der wenigen Studios, die dieses Gerät besitzen, ist auch nicht sehr viel günstiger.
Ein kleiner Trost für alle, denen die Anschaffungskosten zu hoch sind: Das Gefühl, den inneren Schweinehund überwunden zu haben, ist unbezahlbar und das gibt’s gratis beim Jogging oder dem Training mit den Hanteln, die schon so lange hinter der Couch liegen.
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