Patientenrechte




Kennen Sie Ihre Patientenrechte? Aus Angst, nicht mehr bestmöglich behandelt zu werden, nehmen wir lange Wartezeiten in Kauf, lassen uns Untersuchungen aufschwatzen. Muss das sein? Nein, sagen unsere Experten. Antworten auf die 16 wichtigsten Fragen zum Thema Patientenrechte.
  

 - Patientenrechte
Ich sitze oft über eine Stunde im Wartezimmer. Muss ich mir das gefallen lassen?
Nein. Eine gesetzliche Regelung gibt’s nicht. Es gilt aber für den Fall, dass Sie einen Termin bekommen haben: Eine halbe Stunde müssen Sie akzeptieren, regelmäßiges stundenlanges Warten nicht. Ist die Praxis schlecht organisiert, können Sie z.B. wegen Arbeitsausfall Schadenersatz fordern.

Wie lange muss ich auf einen Termin warten?
Ich habe das Gefühl, Kassenpatienten werden bei der Vergabe benachteiligt! Stimmt! Jeder vierte gesetzlich Versicherte muss mindestens zwei Wochen auf einen Termin beim Arzt warten (AOK-Studie). Dörthe Elß, Verbraucherzentrale Berlin: „Leider gibt es keine festen Warte-Regeln. Wenden Sie sich an Ihre Kasse oder an die Kassenärztliche Vereinigung, wenn Sie sich benachteiligt fühlen.“ Nutzen Sie auch das Angebot einiger Kassen, die Termine vermitteln.

Muss ich dem Arzt Schadenersatz zahlen, wenn ich einen Termin nicht einhalte?Nur wenn der Mediziner in dieser Zeit keinen anderen Patienten vorziehen kann. Außerdem muss er Sie vorher darauf hinweisen. Und auch dann kann er nicht den vollen Ersatz fordern.

Chipkarte vergessen. Werde ich trotzdem behandelt?
Ja, aber innerhalb von zehn Tagen nachreichen. Der Arzt darf sonst privat abrechnen

Muss ein Arzt jeden Patienten annehmen?
Bei Notfällen immer! Ablehnen kann der Kassenarzt eine Behandlung nur in begründeten Fällen, z.B., wenn die Praxis überlastet ist oder das Vertrauensverhältnis zwischen dem Arzt und seinem Patienten gestört ist.

Darf ich meine Behandlungsunterlagen einsehen?
Ja, der Arzt gibt Ihnen dann Fotokopien mit nach Hause. Hat sich der Mediziner dazu auf den Unterlagen private Notizen gemacht, darf er diese allerdings vorher schwärzen.

Ich bekomme jetzt ein Medikament, das anders heißt. Kann ich auf das alte bestehen?Nein. Es geht um den verschriebenen Wirkstoff - der muss derselbe sein. Dörte Elß: „Der Apotheker tauscht das vom Arzt verordnete Medikament durch ein wirkstoffgleiches aus, für das die Krankenkasse einen Vertrag abgeschlossen hat. Allerdings: Bei Allergie gegen bestimmte Stoffe kann der Arzt das Originalpräparat verordnen.

Aber wenn ich mein altes Medikament behalten will und die Differenz selbst bezahle?
Seit diesem Jahr können Sie dann ein vom Rabattvertrag abweichendes Medikament erhalten. Sie müssen aber in der Apotheke erst bezahlen und die Rechnung bei der Kasse einreichen. Diese erstattet dann den Betrag, den sie für das Mittel aus dem Rabattvertrag bekommen hätten.




 
  

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Veröffentlicht von der Menschen & Leben-Redaktion
am 09/03/2011

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