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Zwei Drittel der Deutschen sind bereit, nach dem Tod ihre Organe zu spenden. Doch nur etwa 20 Prozent haben einen Organspendeausweis. Hier finden Sie alle Informationen rund um den Ausweis sowie einen Link zum Bestellen und Herunterladen.
Einmal ausgefüllt – immer Organspender?Viele Deutsche haben die Befürchtung, dass sie, ist der Organspendeausweis einmal ausgefüllt, ihre Entscheidung nicht mehr rückgängig machen können. Diese Angst ist jedoch unbegründet. Dr. Marita Völker-Albert, Pressesprecherin der BZgA: "Der Organspendeausweis wird von einem selbst ausgefüllt. Die Daten werden nirgendwo gespeichert. Möchten Sie Ihre Entscheidung ändern, dann können Sie den Ausweis einfach entsorgen und einen neuen ausfüllen."Durch das Ausfüllen eines Organspendeausweises nehmen Sie Ihren Angehörigen im Falles eines Unfalls die eventuell unangenehme Entscheidung ab, ob und welche Organe oder Gewebebestandteile gespendet werden sollen. Damit der Organspendeausweis im Notfall schnell gefunden wird, sollten Sie ihn immer bei sich tragen. Wie ist der Organspendeausweis aufgebaut?Mit einem Organspendeausweis erklären Sie sich bereit, im Falle Ihres Ablebens Organe und/oder Gewebe zu spenden. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, den Ausweis auszufüllen. Sie können sich wahlweise bereit erklären, alle Organe und jedes Gewebe ohne Einschränkung zu geben. Sie können auf dem Organspendeausweis aber auch ankreuzen, dass nur bestimmte Organe entnommen werden dürfen und diese einzeln aufzählen, oder Sie können bestimmte Organe oder Gewebe konkret ausschließen.Sie haben zudem die Möglichkeit, eine Spende mit Hilfe des Ausweises vollständig auszuschließen. Diese Organe und Gewebe können Sie spenden:
Dr. Marita Völker-Albert, BZgA: "Der Leichnam wird nach der Organ- und Gewebeentnahme in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben. Die Angehörigen können in jeder gewünschten Weise von dem Verstorbenen Abschied nehmen." Wer kann einen Organspendeausweis ausfüllen?Organe spenden können nur junge Menschen? Das stimmt nicht, wie Dr. Marita Völker-Albert bestätigt: "Es kommt weniger auf das Alter als auf den generellen Gesundheitszustand an. Lediglich bei der Entnahme von Gewebe gibt es Einschränkungen. So darf Haut nur bis zu einem Alter von 75 Jahren gespendet werden, Sehnen und Bänder bis zu 65 Jahren."Ab dem 16. Geburtstag kann ein Organspendeausweis ausgefüllt werden und wird als rechtsgültig anerkannt. Hier bekommen Sie einen OrganspendeausweisEinen Organspendeausweis bekommen Sie in vielen Apotheken oder Arztpraxen kostenfrei. Sie können ihn auch kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellen oder als pdf herunterladen. Den Ausweis füllen Sie aus und tragen ihn dann immer bei sich. Sie müssen ihn nirgendwo einreichen oder bestätigen lassen. Ganz wichtig: Vergessen Sie Ihre Unterschrift nicht!» Hier den Organspendeausweis kostenlos bestellen oder herunterladen Mehr zum Thema Organspendeausweis finden Sie auch unter www.onmeda.de Lesen Sie außerdem auf bildderfrau.de: » Schlaganfall: Symptome rechtzeitig erkennen rettet Leben » Brustkrebsvorsorge: Wie Sie Ihre Brust richtig abtasten » Berechnen Sie Ihr biologisches Alter db | |||||||||
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Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
am 04/01/2012
Inhaltsverzeichnis Organspende
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