In Asien wird Kristallsalz schon seit Tausenden von Jahren als Hausmittel geschätzt. Jetzt entdecken auch bei uns immer mehr die wohltuende Wirkung des „weißen Goldes“.
Blassrosa, orange oder blauviolett getönt, grob gekörnt oder in dicken Brocken wie Kandiszucker - Kristallsalz hat zwar den Geschmack von herkömmlichem Kochsalz, sieht aber ganz anders aus - und kostet auch einiges mehr: Über 20 Euro wird mitunter für ein Kilo verlangt, weil es seltener vorkommt und per Handabgebaut werden muss.
Eine Investition, die sich lohnt, findet Gabriele Zimmermann, Heilpraktikerin in München: „Im Kristallsalz liegen die von uns substanziell benötigten Elemente komprimiert und in einer Teilchengröße vor, in der sie von der menschlichen Zelle gut aufgenommen werden können.“ Durch seine besondere Struktur soll Kristallsalz, das auch unter den Namen „Himalaya“- oder „Alexandersalz“ verkauft wird, außerdem wohltuende Energien und sogar Heilkräfte besitzen.
Wissenschaftliche Beweise gibt es noch nicht. Fest steht nur, dass Kristallsalz tatsächlich mehr Mineralien enthält als das normale Salz für die Küche: In „Adern“ durchziehen die Vorkommen unterirdische, in Urzeiten entstandene Steinsalzschichten (z.B. in Pakistan, Polen, bei Berchtesgaden in Deutschland), aus denen normales Kochsalz durch chemische Reinigungsprozesse und Zusätze hergestellt wird. Kristallsalz wird im Gegensatz dazu nicht gereinigt, sondern bleibt pur, so wie es aus dem Bergwerk kommt. Dadurch enthält es außer Natrium und Chlorid, den Hauptbestandteilen von Kochsalz, auch Kalzium, Eisen (sorgt für die Färbung), Phosphor und Magnesium.
Beim Einkauf gilt: Auf Qualität achten! Also das Etikett genau lesen, das Auskunft geben sollte über die Zusammensetzung, durchgeführte Analysen und Schadstoff-Untersuchungen.
Wenn Sie es zum Würzen nehmen, verwenden Sie auch Kristallsalz nur sparsam. Es ist für uns zwar lebensnotwendig, Salz zu uns zu nehmen, aber zu viel Salz im Essen ist generell schädlich.
So stellen Sie Kristallsalz-Sole her
- Geben Sie einige Kristallsalz-Brocken in ein ausgekochtes Weck- oder Apothekerglas mit Glasdeckel. Mit frischem, mineralarmem und kohlensäurefreiem Quellwasser aufgießen, bis die Brocken gerade eben bedeckt sind. Das Ganze über Nacht stehen lassen. Nun ist die Sole fertig und kann weiterverwendet werden.
- Nicht wundern, wenn noch Salzbrocken sichtbar sind: Das Wasser kann nicht das ganze Salz aufnehmen. Trotzdem erhalten Sie eine Sole mit dem richtigen Salzgehalt (26 Prozent).
- Solange Sie Brocken auf dem Glasboden erkennen, können Sie immer wieder Wasser nachfüllen. Sind alle Salzkristalle aufgelöst, geben Sie frische ins Glas. Die 26-prozentige Sole ist unbegrenzt haltbar.
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