Kopfschmerzen: Was hilft?




"In meinem Kopf sitzt ein kleiner Mann, der einen Presslufthammer benutzt" – so oder ähnlich beschreiben viele Leidtragende ihre Kopfschmerzen. Etwa 70 Prozent aller Deutschen haben immer mal wieder Kopfweh. Ganze drei Prozent leiden täglich daran. Kein Wunder also, dass es mittlerweile den 'Deutschen Kopfschmerztag' gibt, der jährlich auf den 5. September fällt.

Etwa 70 Prozent aller Deutschen haben öfter Kopfschmerzen. - Kopfschmerzen: Was hilft?
Etwa 70 Prozent aller Deutschen haben öfter Kopfschmerzen.
Die häufigsten Arten von Kopfschmerzen

Es gibt über 220 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Zu den häufigsten Formen zählen die gerade Frauen bekannte Migräne sowie Spannungskopfschmerzen.

Migräne ist eine Erkrankung, die die Betroffenen in regelmäßigen Abständen befällt. Ein halbseitiger, pulsierender Kopfschmerz quält die Person. Begleiterscheinungen wie Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit kommen oft dazu.

Spannungskopfschmerzen sind besonders Erwachsenen bekannt, die täglich am Computer sitzen. Ein dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz macht sich zuerst im Stirn- und Nackenbereich bemerkbar und breitet sich dann im ganzen Kopf aus. Etwa 90 Prozent aller Menschen kennen Spannungskopfschmerzen.

Kopfschmerzen: mögliche Ursachen

Das Pochen hinter der Schläfe kann viele Ursachen haben. Kopfschmerzen wie Migräne sind oft erblich bedingt oder werden durch bestimmte Einflüsse wie Stress oder Nahrungsmittel ausgelöst. Beim Spannungskopfschmerz ist die Ursache, wie der Name schon verrät, bei Muskelverspannungen zu suchen.

Es gibt noch andere Arten von Kopfschmerzen, die harmlose Ursachen haben. Weit verbreitet sind Kopfschmerzen durch Flüssigkeitsmangel. Besonders ältere Menschen, die zu wenig trinken, leiden daran. Deswegen trinken Sie viel, wenn die ersten Schmerzen auftreten. Vielleicht hilft Ihnen das schon weiter.

Stress ist eine der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen.
Stress ist eine der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen.
Auch Schlafmangel oder Stress können ein Grund für Kopfschmerzen sein. Haben Sie öfter Kopfweh, das nicht von einer Migräne oder Verspannungen kommt, dann prüfen Sie einmal die äußeren Umstände. Haben Sie zu wenig geschlafen? Hatten Sie Stress bei der Arbeit oder mit Freunden und Familie? Psychische Probleme können ebenfalls Kopfschmerzen auslösen.

Treten müde Augen und Kopfweh über einen längeren Zeitraum gleichzeitig auf, insbesondere am Nachmittag, dann brauchen Sie vielleicht eine Brille. Eine verschlechterte Sehkraft kann zu Kopfschmerzen führen, verursacht durch die ständige Überbeanspruchung der Augen. Suchen Sie bei Verdacht einen Augenarzt oder Optiker auf, und machen Sie einen Sehtest.

Daneben kann es viele weitere Gründe für Kopfschmerzen geben wie Stoffwechselstörungen, Hirnhautentzündung, Blutarmut oder ein Hirntumor. Kämpfen Sie über einen Zeitraum von mehreren Tagen ohne ersichtliche Ursache mit starkem Kopfweh, dann machen Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt.

Wirksame Mittel gegen Kopfschmerzen

So vielfältig wie die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen sind auch die Therapiemöglichkeiten. Kopfweh verursacht durch Schlafmangel oder zu viel Alkohol sollten Sie nicht mit Medikamenten bekämpfen. Trinken Sie lieber viel Wasser und ein wenig Saft, essen Sie Obst und Gemüse und gehen Sie früh schlafen.

Ein Klassiker bei der Behandlung von Kopfschmerzen sind freiverkäufliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (besser bekannt als Aspirin), Paracetamol oder Ibuprofen. Doch Vorsicht: Nur, weil Sie sie in jeder Apotheke ohne Rezept kaufen können, sind diese Medikamente noch lange nicht harmlos! Sie haben jede Menge Nebenwirkungen, wie Ihnen der Beipackzettel verrät und sollten deswegen nie länger als drei Tage am Stück und nicht öfter als an zehn Tagen pro Monat genommen werden. Andernfalls kann es, so paradox es auch klingt, zu Kopfschmerzen durch eben diese Schmerzmittel kommen.

Ein Tee aus Weidenrinde oder Pestwurz kann Kopfschmerzen lindern.
Ein Tee aus Weidenrinde oder Pestwurz kann Kopfschmerzen lindern.
Neben den Tabletten gibt es pflanzliche Hausmittel, die den Schmerz lindern können. Probieren Sie zum Beispiel einen Tee aus getrockneter Weidenrinde aus. Weidenrinde enthält Salicin, das in synthetischer Form für die Herstellung von Aspirin verwendet wird. Der Tee schmeckt und ist sehr gut verträglich. Pestwurz ist eine weitere Pflanze, die im Kampf gegen Kopfschmerzen, insbesondere bei Migräne, eingesetzt wird. Sie wirkt krampflösend und schmerzstillend. Achtung: Verwenden Sie Pestwurz nicht im Rohzustand sondern immer verarbeitet, zum Beispiel als Tee, da es sonst zu einer Leberschädigung kommen kann.

Auch das ätherische Öl der Pfefferminze kann bei Kopfschmerzen helfen. Geben Sie einige Tropfen auf Ihre Finger und reiben Sie dann Ihre Schläfen oder die Stirn mit dem Öl ein. Kommen die Beschwerden durch eine Verspannung im Nacken, dann massieren Sie diese Stelle.

Tipps, wie Sie Kopfschmerzen weitestgehend vermeiden können

Kopfschmerzen sind ausgesprochen lästig und deswegen ist es ganz in Ihrem Interesse dafür zu sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen. Sie können viele kleine alltägliche Dinge beachten, die das Risiko für Kopfweh verringern:
  • Trinken Sie ausreichend Wasser und ungesüßten Tee. Etwa 1,5 Liter am Tag sollten es sein, im Sommer mehr.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig und stärken Sie Ihren Rücken, wenn Sie zu Spannungskopfschmerzen neigen.
  • Sport ist auch gut gegen Stress, treiben Sie deswegen regelmäßig Ausdauersport.
  • Entspannungsübungen und Yoga sind ebenfalls gute Möglichkeiten, um Stress abzubauen.
  • Schlafen Sie ausreichend.
  • Essen Sie regelmäßig über den Tag verteilt, denn auch ein absinkender Blutzuckerspiegel kann zu Kopfschmerzen führen.
  • Vermeiden Sie Schokolade, Rotwein, Käse, gepökelte Fleischwaren und Fertiggerichte, die den Geschmacksverstärker Glutamat enthalten, wenn Sie zu Migräne neigen. In diesen Lebensmitteln stecken sogenannte biogene Amine, d. h. spezielle Eiweiße, die Kopfschmerzen auslösen können.

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Veröffentlicht von der Menschen & Leben-Redaktion
am 05/09/2011

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