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Mein Mann will mit Stöckelschuhen auf die Straße!

 

Ich bin mit meinem Mann seit drei Jahren zusammen. Dass er hohe Schuhe mag, fand ich ja bisher ganz nett und reizvoll - so wuchs der Inhalt meines Schuhregals in den letzten Jahren beachtlich, zumal ich selber gerne hochhackige Schuhe trage, es meine Weiblichkeit unterstreicht.
Als mir mein Mann vor ein Paar Wochen sagte, er wolle selber mal Pumps haben und ausprobieren, habe ich nichts gesagt. Auch dass er seitdem in der Wohnung nur noch mit den Schuhen auf und ab geht und mich die Nachbarn verdächtigen und schon böse anschauen. Auch mal Sex in Heels zu haben, fand ich jetzt nicht so verkehrt, das hatte durchaus seinen Reiz. Aber jetzt sagt er, er möchte mit mir zusammen mal mit den High Heels spazieren gehen, damit ins Kino oder ein Restaurant/ Bistro.
???
Ich denke, ich bin ziemlich weltoffen und habe zuhause auch kein Problem damit (auch wenns nervt), aber so mit ihm auf die Straße?
Ich will jetzt nicht mit der "was sollen die Leute sagen?!"-Nummer kommen, aber mir fällt echt nichts anderes ein. Habt ihr nen Tipp für mich, wie ich es ihm ausreden kann?

Lieben Dank schon mal.
LG, Yasmin


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Hallo Yasmin!

von: drfraukehoellering

Schön, Sie hier zu lesen, Yasmin! Ich freue mich über die spannende Diskussion.
Aber ich glaube nicht, dass man der Frage "Heels und FSH" (was "Feinstrumpfhosen abkürzt) auf ein modisches Dilemma herunterbrechen kann, wie Teerpirat meint. Wer sich als Mann interessant kleiden will, braucht nun nicht gerade Heels und FSH, und es gibt auch keinen Kampf um Klamotten, den es zu gewinnen gilt! Frauen erobern zwar Männerklamotten, aber meist in der Hoffnung, damit a) bequemer unterwegs zu sein oder b)mit der Kleidung der Macht im Business etwas näher zu kommen (von androgynen Frauen abgesehen, die damit ihren Typ unterstreichen).
Im Verhalten Ihres Mannes sehe ich kein modische Ausbrechen, sondern eine überhöhte Freude an dieser Kleidung (=Fetisch ,wie das nächtliche In- Heels- zum- Bad- Stöckeln zeigt ), die der Partnerschaft Schaden zufügt. So viel Toleranz von Ihrer Seite aus, und doch sind Sie hier die Verliererin, weil er Sie weniger begehrt.
Zeit für ein intensives Gespräch mit ihm: "Wo willst du hin? Welche Rolle spiele ich noch?". Was sagt er zu Ihren Sorgen?

Lg, Dr. Höllering


 

Stimmt

von: teerpirat

Die Sache, Heels auch nachts extra anziehen, nur weil man aufs Klo will - ich gestehe, dass man das nicht einfach so ausblenden kann. Sorry, falls ich diesen Punkt übersehen habe.
Da tut sich in der Tat bei der Partnerin die Frage auf: Welchen Stellenwert habe ich? Und wo führt das hin?
Es ist nämlich stark anzunehmen, dass es nicht bei Heels und FSH bleiben wird.
Was kommt als Nächstes? Rock? Makeup?

Ich kenne das von mir aus, dass es immer weitergeht - ich aber trotzdem immer ein gewisses Limit einhalte und sich die gesamte Wandlung in einem festen Rahmen abspielt. Ob er das Gespür auch hat, bleibt vorerst noch ungewiss.

Hier ist unbedingt eine Klärung erforderlich.


 

AW: stimmt

von: reni1965

Sehr geehrter Teepirat,
ihren Beitrag über Stoffe und eintönige Kleidung für Männer kann ich nachvollziehen.
Auch das wir uns inzwischen wohl alles vereinnahmt haben, was einst der "Herrenabteilung" vorbehalten war.

Nun scheint es Frau Dr. H. kategorisch zu verdammen, zu verteufeln und in die "Pervers-Ecke" schieben zu wollen, wenn ein Mann mal unsere Schuhe tragen will oder trägt.
Von mir aus auch mit einer Feinstrumpfhose oder mit einem Rock. Von mir aus, ich finde nicht böses dabei.

Mein Mann trägt auch höhere Absätze (durchaus tragbare Damen-Schuhe! keine roten Pumps, keine Pfennigabsätze).
Aber eben auch nicht die normalen, doch etwas klobigen "Einheitsschuhe".
Mir ermöglicht das ebenfalls Absätze zu tragen, ohne daß ich damit dann länger wirke, als mein Mann.
Ich habe da überhaupt nichts dagegen. Es stört mich auch nicht und ich erleide auch keine Qualen.

Merkwürdig wäre es aber, wenn er statt in Hausschuhen plötzlich extra High-Heels anziehen würde, nur für den Gang zum stillen Örtchen.
Oder gar in Strapsen posierte.
Da wäre ich schon nachdenklich und denke, ein Gespräch wäre da wohl angezeigt, auch im Beisein eines Psychologen.
Denn das ist wohl nicht mit angenehmeren Stoffen etc. zu erklären.

Und wie sie, Teepirat, selber schreiben:
Hier sollte wirklich abgeklärt werden, ob und wie es weiter gehen soll.

Doch sollte man hier wohl nichts verteufeln oder als Perversität abtun, sondern Toleranz zeigen und bei Bedarf dann Hilfe anbieten.


 

Moment!

von: teerpirat

Nach nochmaligem Durchlesen muss auch ich sagen, dass Frau Höllering nichts von Verteufeln oder Pervers gesagt hatte.

Soweit ich sie verstanden habe, sind Fetische durchaus normal, sofern sie in einem gewissen Rahmen bleiben.

Zusammenfassend haben wir folgenden Fall vorliegen:
- Er trägt Heels. Nun, swoeit ok, jedem Tierchen sein Plaisierchen. Hier beginnt die Sache aber auszuufern: Er zieht seine Heels sogar extra für die paar Schritte zum Klo an. Das stimmt nachdenklich.
Zum Vergleich: Ich trage Ballerinas. Aber ziehe sie nicht extra an für ein paar Schritte. Entweder gehe ich barfuss oder schlüpfe in meine Hausschuhe (Crocs).
Das heisst: Ballerinas tragen macht mich nicht an, sondern sie gefallen mir einfach und sind sehr bequem. Soviel dazu.
- Hier kommt noch die Frage auf: Frauen betrachten Heels nicht als praktischen Alltagsschuh, sondern in erster Linie als Ausgehschuh für besondere Anlässen, da sie in der Regel zu unbequem sind, um wirklich lange Strecken zurückzulegen.
Hier liegt also ein besonderer Reiz vor, was die Unbequemlichkeit überwiegt. Bleibt noch offen, wie lange er zu Hause damit rumlaufen kann.
- Die Frage, wie er sich sonst so stylt, bleibt nach wie vor offen. Ist sein restliches Outfit unverändert, liegt hier möglicherweise kein modisches Interesse vor.
- Er hat den Wunsch geäussert, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Das braucht schon einiges an Überwindung, die nicht jedem gegeben ist (Denkblockade: Was könnten die anderen denken?)
Frage: Ist seine restliche Kleidung auf die Heels abgestimmt? Heels trägt man nicht einfach so, wenn man es richtig machen möchte und sich Gespött ersparen möchte.
Sicherlich auch ein Punkt, den seine Partnerin nachdenklich stimmt.


 

Fassunglos...

von: drfraukehoellering

... macht mich Ihr Beitrag. Ich habe das Tragen von High Heels mit keinem Wort "verdammt", "verteufelt" oder gar als "Perversion" abgetan! Ich habe sogar BETONT, dass ich selbst einen High Heel- Fetischismus NICHT für pervers halte! Bitte lesen, Sie meine Beiträge richtig, bevor Sie so unhöflich über mich schreiben!!

Dr. Höllering


 

AW: Fassungslos

von: reni1965

Sehr geehrte Frau Dr. Höllering,
vielen Dank für ihre eindeutige Klarstellung, daß Sie ausdrücklich nichts gegen das Tragen von Damenschuhen bei (m)einem Mann auszusetzen haben.

Nun kamen ihre Zeilen für mich leider stets negativ herüber.
So ist im gängigen Wortgebrauch des FETISCH eher der Schmuddelecke zuzuordnen. Auch, wenn sie dann den Zusammenhang bestritten haben wollten. Er ist nun einmal gegeben.

Dann brachten Sie auch BDSM.
Und BDSM ist heute in der Fachliteratur eine gebräuchliche Sammelbeschreibung für sexuelle Vorlieben, von denen einige durchaus als PERVERS bezeichnet werden können.

Auch "Höllenqualen, die nicht gegeben seien, wenn eine Frau eine Hose trägt" sind nicht geeignet, Billigung oder zumindest Toleranz auszudrücken.
So entsteht dann der Eindruck, den Sie ja nun eindeutig widerlegt haben.
Ich bin froh darüber.

Viele Grüße.


 

BDSM

von: drfraukehoellering

Da ich BDSM nicht nur aus der Fachliteratur, sondern auch aus vielen Jahren medizinscher und psychologischer Betreuung von BDSM- Anhängern kenne, sehe ich auch BDSM nicht als pervers an! "Pervers" sind für mich Pädophilie und Sodomie, ist aber nichts, was man in gegenseitigem Einvernehmen tut. Es gibt so viele BDSM- Jünger, die diese Neigung schon seit Kindertagen an sich bemerkt haben, dass ich BDSM für eine Spielart des Normalen halte.
Und Fetische sind schon gar nicht schmuddelig! Sonst säße ca. jeder Vierte in der Schmuddelecke.
"Höllenqualen" erleiden aber dennoch die Partner(innen), die mit dem Klatsch und der üblen Nachreden von Menschen zu tun bekommen, die hiervon gar nichts verstehen. Darum ist es häufig besser, seine Neigungen nicht unbeschwert in der Öffentlichkeit auszuleben (jedenfalls dann, wenn es, wie hier, um das angeschlagene Seelenleben der Partnerin und letzlich die Partnerschaft selber geht).

Ich hoffe, nun alles klar gestellt zu haben

Lg, Dr. Höllering


 

@ Teerpirat

Ein bisschen ist mein Beitrag an Hansi auch an Sie adressiert... Und ja, ich weiß, wovon ich rede! Im BDSM- Bereich gilt "safe, sane and consensual". Eine Liebe zu High Heels hat zwar mit BDSM nichts zu tun, aber auch hier gilt "consensual". Wie der Mann selbstverständlich das Recht hat, sich "in seiner Haut wohlzufühlen", so hat es auch seine Frau. Bei der ist es aber langsam vorbei mit dem Wohlfühlen, darum ist von "consensual" nicht mehr die Rede. Wie in jedem Beziehungskonflikt muss hier ein Kompromiss gefunden werden, der beiden gut tut, und den habe ich vorgeschlagen.
Wenn Sie so kompromisslos sind, dann kann ich nur hoffen, dass Ihre Partnerin sowieso kein Problem mit den Heels hat... Denn offensichtlich ist Ihnen nicht bewusst, was es bedeutet, seine Abneigung um der Partnerschaft willen ständig herunterzuschlucken. Ich hoffe, dass sie das nicht muss, weil es ok für sie ist!

Lg, Dr. Höllering


 

Huch

von: reni1965

Sehr geehrte Frau Dr.
warum holen Sie erst die Fetisch-Keule hervor und (weil die noch nicht zur Zufriedenheit eingeschlagen hat) gleiten Sie nun zu BDSM ???

Das liest sich doch sehr putzig und sie winden sich da irgendwie komisch umher. Aber gut, wenn Sie mit dem Thema nicht klarkommen, sei es eben wohl so.

Das ein Mann in einem Kleid nicht nur komisch, sondern absolut "daneben" aussieht, ist doch wohl keine Frage. Aber:

Wir Frauen bedienen uns seit Jahrzehnten in ursprünglicher Männergarderobe und haben uns hier Kleidungsstücke und Schuhe zu eigen gemacht. Schauen Sie doch einmal mit offenen Augen, wie viele Kleidungsstücke und Schuhe für uns ebensogut auch in die Herrenabteilung passen würden oder da her kamen (mit einigen kleinen "Anpassungen").
Und niemand regt sich auf oder schiebt uns gar in die Schmuddel- oder gar BDSM-Ecke, wenn wir in derben Schuhen, Jeans und kariertem Hemd daher kommen.

Wenn "ER" auf Absätzen laufen will, so soll er doch, er wird schon sehen, wie gut es ihm (und seinen Fußgelenken) bekommt. Spätestens nach dem dritten Umknicken geht "ER" ja doch wieder auf seinen flachen Tretern. Ich habe da kein Problem mit. Schließlich darf ich ja auch anziehen, was ich möchte.

Seien sie (seien wir) doch toleranter, wir vergeben uns bestimmt nichts!
Gönnen wir dem Mann doch auch etwas Emanzipation


 

Eman(n)zipation

von: teerpirat

ist das, was der Männerwelt noch fehlt, aber sich langsam aber sicher durchsetzt.
Mit dem Thema Mode beschäftige ich mich schon mehrere Jahre, und die Zahl der Männer, welche sich modisch weiterentwickeln möchten, nimmt immer weiter zu. Soweit meine Feststellung.

Der Punkt, wie Sie schon sagen: Es gibt so vieles aus der Damenabteilung, was ebensogut Männer tragen können. Woran es zur Zeit oft scheitert, ist die Passform. Würde manches auf den männlichen Körperbau abgestimmt werden, ist von der Kombination her noch viel mehr möglich.
Heels könnten so designt werden, dass sie auch an einem Mann gut aussehen können. Verschieden Designer versuchen sich schon daran. Nur kommt von solchen Entwicklungen im Handel nichts an. Zwangsläufig müssen Männer halt noch auf Damenheels ausweichen, was damit einhergeht, dass eine stimmige Kombination noch um ein Vielfaches schwerer zu bewerkstelligen ist.
Man muss schon der Typ dafür sein, aber die TS hat uns noch nicht genügend Infos gegeben, wie ihr Mann sich stylt, dass wir ein Urteil abgeben können.
Grundsätzlich denke ich: Es kommt auf den Träger an.
Die meisten Leute verbinden heelstragende Männer mit FSH, Damenwäsche, Röcke usw. deshalb entstehen auch diese gesellschaftlichen Schubladen.
Besonders schlimm: Ist einmal ein männliches Kleidungsstück für Frauen in Mode gekommen, ist es umgekehrt für Männer nicht mehr tragbar. Bestes Beispiel: Hohe Stiefel. Das ureigenste männliche Schuwerk, welches Jahrtausende ausschliesslich von Männern getragen worden ist, wird man heute blöde angeschaut, wenn man solche "Damen"stiefel trägt. Dass es bis vor 60 Jahren noch anders war, scheint wohl heute niemand mehr zu wissen. Genausowenig, dass Hosen einst nur von Männern getragen worden sind.
Die Herrenmode wird umso mehr ausgedünnt, je mehr Kleidungsstücke in die Damenmode intergriert werden.
Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn Männer nach Alternativen suchen und so manches "wiederentdecken".
Die Gründe sind dabei vielfältig: Es kann eine "Marotte" sein, ein echter Fetisch (sich daran aufgeilen), oder den Wunsch nach modischer Erweiterung. Wobei die Übergänge Leidenschaft/Fetisch fliessend sind, und daher nicht eindeutig zu definieren sind.
Die Kunst aber ist, ein gewisses Limit nicht zu überschreiten, damit es nicht ins Lächerliche abgleitet.

Wenn Heels tragen ein Fetisch sein soll - ok. Aber dann kann man es ebenso als Fetisch betrachten, wenn Frauen ultraknappe Minis, extrem tiefe Hüftjeans, keine Unterwäsche tragen usw. Wenn ich mir solche Beiträge in Foren durchlese, fällt mindestens in jedem zweiten Post "weil es sich geil anfühlt".
Nur wird es bei Frauen als normal angesehen. Bei Männern dagegen.....

Wobei ich noch sagen will: Unterdrückt der Mann eine Leidenschaft aus Angst vor gesellschaftlichen Sanktionen, kann das schwere seelische Folgen haben. Ich spreche da nämlich aus Erfahrung.
Seit ich die Geschlechtertrennung bzgl Mode über Bord geworfen habe und meinen Stil auslebe^, geht es mir entschieden besser und bin ausgeglichener.

Das ist ein Punkt, der besonders beachtet werden muss.


 

Konsens@ Teerpirat

von: drfraukehoellering

Das ist eine kluge Zusammenfassung, danke! Natürlich gibt es bei Frauen auch genügend Fetische(meistens sind es Handtaschen ). Aber man muss unterscheiden zwischen "Sich- geil- Fühlen" in einem kurzen Mini (kein Fetisch) und dem Gefühl, dass das Kleidungsstück an sich als sexuell stimulierend angesehen wird.
Ich wehre mich immer noch dagegen, Fetischgedanken als "nicht normal" zu betrachten. Fetische sind sooo verbreitet, die sind doch normal!
Mich interessiert, warum Männer freiwillig auf so unbequemen Heels laufen. Ich verstehe allerdings jeden, der sich modisch nicht auf Hose und Pulli beschränken will, da haben es die Männer wirklich äußerst langweilig.
Da dies hier aber ein Partnerschaftsforum ist: Ich glaube Ihnen gern, dass Sie sich freier fühlen, aber im ursprünglichen Thread (und in anderen Beziehungen) müssten ZWEI Leute sich absprechen, was sie sich zugestehen können. Schade, dass wir nun gar nichts mehr von Yasmin lesen, die hier doch so viel beitragen könnte.

Lg, Dr. Höllering


 

Fetisch und mehr

von: drfraukehoellering

Haben Sie alles gelesen, was ich geschrieben habe????? Warum schreiben Sie von "Fetisch- Keule", wenn es doch gar keine Keule ist? Ich persönlich habe gar nichts gegen Fetische, wenn man sich darüber einig ist!
Auch BDSM habe ich nur auf die Frage hin bemüht, ob ich wüsste, wovon ich schreibe, und weil ich in diesem Bereich allerlei reizende Fetischisten kennengelernt habe. Habe ich denn nicht hinzugefügt, dass es mir nur auf den Leitspruch "SSC" ankommt? Doch, habe ich. Den Spruch finde ich für alle Beziehungen wichtig, habe ihn darum zitiert.
Interessant, dass mir schon nach Erwähnung dieser Begriffe allerlei um die Ohren (bzw. Augen) fliegt. Warum so empfindlich?
Es geht NUR darum, ob der Mann seiner Partnerin durch sein Outfit in der Öffentlichkeit Höllenqualen verursacht. (Das tun Hosen bei Frauen nicht!) Sie haben wohl keine Vorstellung, was das in einer Kleinstadt für Auswirkungen bis hin zum Rufmord haben kann.

Warum nicht Privates privat lassen, um Stress zu vermeiden?

Lg, Dr. Höllering


 

AW: Fetisch und mehr

von: reni1965

Sehr geehrte Frau Dr.
Ich habe sehr wohl gelesen, was Sie geschrieben haben. Und ich verstehe ihre Grundhaltung ehrlich gesagt NICHT.

Sie schreiben: "Es geht NUR darum, ob der Mann seiner Partnerin durch sein Outfit in der Öffentlichkeit Höllenqualen verursacht. (Das tun Hosen bei Frauen nicht!)"***
--ACH??? siehe unten !!!

Also meinen SIE, daß sie "höllenqualen" empfinden, wenn ihr Mann auf Absätzen neben ihnen geht?
Dann sollten sie einen Arzt aufsuchen.

Ich habe kein Problem damit (wir leben in einem 3000-Seelen-Ort) und wenn mein Mann eben gerne Schuhe mit Absätzen trägt, so muß er darauf laufen
Ich finde es nicht schlimm, wenn er etwas schickere Schuhe trägt, als die klobigen "Einheitsschuhe", die es überall gibt. Warum nicht????
(Solange er nicht meine trägt, aber dem steht die Größe im Wege )

***
Geschichtlich betrachtet passt die ganze Modewelt und die geschlechterspezifische Einteilung eh nicht zur heutigen Betrachtungsweise.

Noch vor nicht einmal 80 Jahren waren Hosen für uns noch Tabu.
Knöchel oder Wadenlange Röcke waren ein Muss.

Das Militär trug einst -die griechische Paradeuniform noch HEUTE-- kurze Röcke und Strumpfhosen (heute leggins, früher genannt Beinlinge).
Das wurde ursprünglich für den Mann erfunden.

Heute dürfen wir modisch eigentlich alles, warum auch nicht. Für Männer gibt es nur Hosen, Anzug, Shirts, Pullover und Hemden. Eben nur "praktische Sachen."

Sehr geehrte Frau Dr., tut es IHNEN denn weh, wenn ein Mann einen Rock trägt?
Woher wollen Sie denn wissen, daß es niemandem weh tut, wenn er eine Frau mit krummen Beinen in der engen Hose oder der Leggins sieht?

Nun, mir tut das nicht "weh", aber ich frage mich, ob manche Geschlechtsgenossinnen daheim keinen Spiegel haben, denn dann würden sie sich nicht derart schlimm anziehen.

Mein Mann mit Absätzen ist dagegen absolut kein Problem. Er wäre sicher für mich auch kein Problem, wenn er einen Rock tragen würde, wenn er ihm stehen würde, er hat ja zum Glück keine O-Beine .......

Und wem es bei uns im Ort nicht gefällt, der kann ja weg sehen. Aber ein Grund für Ihre "Höllenqualen" ist das weiß Gott nicht für mich.


 

Seine Partnerin sagt

von: teerpirat

dass der Sex mit Heels im Bett seinen Reiz hatte. Also scheint sie dem ja wohl nicht abgeneigt zu sein.

Denn es gibt einen beträchlichen Unterschied zw. sexueller Fantasie und Sex zu nem Gegenstand. Es ist ja nicht so, dass Heels die Priorität übernimmt, indem er sie weniger liebt und seine sexuellen Wünsche anderswo auslebt, in diesem Fall Heels.

Und ja, ich bin kompromisslos. Ich hatte in der Vergangenheit bei meinen vorigen Partnerinen genug runterzuschlucken gehabt, und die Zeiten sind vorbei!
Gebranntes Kind halt, verstehen Sie?
Ich kenne genug Fälle in meinem Bekanntenkreis, wo dem Mann von der Partnerin alles verboten wird, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Vielleicht sollte man sich mal Gedanken machen, warum so viele Männer "verbotenen" Wünschen nachgehen wollen. Denn das ist kein männertypisches Problem, sondern ein gesellschaftliches.


 

Stimmt

von: yasmin618

Also es ist jetzt nicht so, dass ich extra Schuhe fürs Bett besitze oder anziehe. Meist ergibt es sich aus einer Laune heraus, dass wir übereinander herfallen. Und da sind Schuhe und Strümpfe oftmals die Eyecatcher, die ihn (bisher) heiß gemacht haben. Sobald es in die Waagerechte geht, lasse ich die Schuhe meist fallen. Hab mir einmal ein Loch in Laken und Matratze gemacht.
Die paar Male, wo er jetzt auch Strümpfe und Pumps anhatte, waren im Eifer des Gefechts im Stehen (an der Fensterbank)/ am Küchentisch.


 

Verbotenes

von: drfraukehoellering

Ich hatte sie so verstanden, dass sie es attraktiv fand, selber im Bett die Heels zu tragen.
Ja, ich verstehe, dass Sie keine Lust haben, sich drangsalieren zu lassen! Frauen haben kein Recht, Männern irgendetwas zu verbieten; schlimm, wenn sie es trotzdem tun (oder versuchen). Ich spreche immer für eine Beziehung auf Augenhöhe: Jeder sagt, was er möchte, und dann wird ein guter Kompromiss gefunden. Wer in einer Partnerschaft die Oberhand haben will, schaufelt ihr ein Grab.
Ich glaube übrigens, dass Männer nicht mehr "verbotene" Wünsche haben als Frauen; lesen Sie mal über deren Fantasien

Lg, Dr. Höllering


 

Verbotenes

von: drfraukehoellering

Ich hatte sie so verstanden, dass sie es attraktiv fand, selber im Bett die Heels zu tragen.
Ja, ich verstehe, dass Sie keine Lust haben, sich drangsalieren zu lassen! Frauen haben kein Recht, Männern irgendetwas zu verbieten; schlimm, wenn sie es trotzdem tun (oder versuchen). Ich spreche immer für eine Beziehung auf Augenhöhe: Jeder sagt, was er möchte, und dann wird ein guter Kompromiss gefunden. Wer in einer Partnerschaft die Oberhand haben will, schaufelt ihr ein Grab.
Ich glaube übrigens, dass Männer nicht mehr "verbotene" Wünsche haben als Frauen; lesen Sie mal über deren Fantasien

Lg, Dr. Höllering


 

Wir haben alle unsere Eigenheiten

von: teerpirat

und heimlichen Wünsche. Sowohl Männer als auch Frauen. Wir sind alle nur Menschen.

Der Knackpunkt bei der Sache: Frauen werden besondere Vorlieben und Wünsche gesellschaftlich eher zugestanden. Lehnt der Mann mal sich zu weit aus dem Fenster, wird er schnell in die Fetisch/Schmuddelecke gedrängt.
DAS ist es was mich - und auch viele andere Männer - aufregt. Niemand regt sich auf, wenn Frauen z.B die gerade aktuellen Dandyschnürer trage, welche ja ursprünglich in Wirklichkeit Herrenschuhe waren.
Aber wenn ein Mann sich modisch flexibel geben möchte (vermute ich mal), wird gleich die ganze Beziehung in Frage gestellt.

Ich bin mir aber darüber im Klaren, dass Frauen sich erst mal eine Welt voller Fragezeichen auftut, wenn ihr Partner sich verändert. Aus meiner Erfahrung heraus geschieht das meist so um das 40. Lebensjahr rum, dass Männer, nachdem sie sich in Beruf und Familie etabliert haben, sich mehr sich selbst widmen und mit ihrem Äusseren und ihrer Persönlichkeit auseinandersetzen wollen. Ich schliesse mich da nicht aus, da ich so mit ca. 36/37 auch aus meinem monotonen Trott ausgebrochen bin. Allerdings ist Heels tragen nicht meine Welt, da die Überzeugung nicht dahintersteht. Aber dafür habe ich mich anderweitig modisch weiterentwickelt, aber in kleinen Schritten. Akzente setzen, nicht schocken, lautet meine Devise. Man muss nämlich die Sehgewohnheiten der Leute mit einbeziehen. Würde ich plötzlich wieder normale 08/15-Klamotten tragen, würde ich komisch angeschaut werden, weil die Leute mich inzw. gar nicht mehr anders kennen.

Nun wissen wir aber von der Threaderstellerin nicht, was ihr Mann sonst noch dazu anzieht, dass es ein stimmiges Gesamtbild gibt. Es reicht nicht einfach nur, Heels zu tragen. Ihre Aussage, dass sie mit ihm so nicht auf die Strasse gehen möchte, sei daher noch im Zusammenhang mit seinem restlichen Outfit zu analysieren.
Schlabberjeans und Billig-Shirt in Kombination mit evtl. Übergewicht - da kann ich die Abneigung der TS verstehen. Wenn man als Mann nicht aufpasst, kann man mit einer falschen Kleidungskombi sehr schnell daneben liegen. Ich hatte auch lange gebraucht, bis ich es raus hatte, Kleidung so zu kombinieren, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Zumal ich ja die Hälfte meiner Kleidung aus dem Damensortiment beziehe (ohne Fetischgedanken).
Die Herrenmode gibt mir leider nicht die Vielfalt, welche ich mir bei Kleidung wünsche.

Ich denke, dass meine Ausführungen jetzt für Sie verständlicher sind und möchte mich entschuldigen für meinen schroffen Kommentar, aber ich reagiere zu solchen Themen leider sehr empfindlich.

Mein Tip für die TS wäre:
Nicht es mit Gewalt ihm auszureden. Das führt nämlich nur zum Gegenteil und Frust in der Beziehung.
Habe einen solchen Fall gerade in meinem Freundeskreis, bei denen die Beziehung kurz vor dem Zerbrechen ist.

Darüber sollte sachlich und ohne Vorwürfe geredet werden, die Lösung sehe ich darin, dass wenn er Heels auch öffentlich tragen möchte, es so zu gestalten, dass es zum Rest der Kleidung passt. Eine Hose, welche lang genug ist, und den Schuh mehr oder wenig verdeckt, wäre eine Möglichkeit.
Diese Praxis bevorzuge ich, wenn ich sportliche Ballerinas trage, dann fällt es nicht so auf.


 

Umorientierung

von: drfraukehoellering

Sie müssen wirklich schlechte Erfahrungen gemacht haben! Darum ist es auch verzeihlich, dass Sie etwas schroff reagiert haben. Aber ich möchte noch einmal betonen, dass (für mich und andere) die Fetischecke eben KEINE Schmuddelecke ist! Fetische können durchaus reizvoll sein, und pervers sind sie eben nicht. Nur leider manchmal für die Partnerinnen (oder den Partner) schwer zu ertragen, und dann wird ein Kompromiss nötig.
Nun wäre Yasmins Einstellung dazu spannend. Was sagen Sie denn nun?

Lg, Dr. Höllering


 

Fetisch @Hansi

Interessant, dass Sie bei dem Wort "Fetisch" so auf die Barrikaden gehen! Der ist definitionsgemäß nicht sexuell definiert, sondern nur als eine "Verehrung von bestimmten Gegenständen". (Hier allerdings besteht der Wunsch, die Heels auch im Bett zu tragen,also darf ich eine sexuelle Komponente vermuten.) Manche Menschen haben z. B. zu ihrem Smartphone ein fetischistisches Verhältnis ohne jede sexuelle Komponente. Wie auch immer: Ein Fetisch ist völlig ok und hat nichts, aber auch gar nichts Perverses an sich! Insofern ist das, was Sie über sich wissen, absolut richtig.
Aber: Bei allem, was man in der Öffentlichkeit tut, bezieht man seine Partnerin mit ein. Wenn sie das Echo nicht ertragen will, dann hat auch sie ein recht auf Verständnis!

Lg, Dr. Höllering


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