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Wie trennt man sich von einem Alkoholiker?

 

Hallo, ich bin seit Jahren mit einem Alkoholiker zusammen der auch schon eine Therapie hinter sich hat.
Damals war er so weit unten das er mich sogar mit nem Messer bedroht hat und ich glaube auch zugestochen hätte wenn nicht mein Vater dazwischen gekommen wäre.
Jendenfalls ist er jetzt rückfällig geworden und ich kann einfach nicht mehr. Ich empfinde nur noch Hass und auch unser gemeinsamer Sohn leidet. Selbst mein Sohn sagt ein Leben ohne seinen Vater wäre schöner. Das Problem ist nur ich weiß nicht wie ich mich trennen soll. Ich habe Angst davor das er wieder mit einem Messer auf mich losgehen würde und er würdemir definitiv das Leben zur Höhle machen.
Ich habe auch keinen aus seiner Familie der mir helfen könnte.Er hat niemanden ausser mir. Aber wenn ich mich nicht trenne werden wir alle daran zugrunde gehen. Was soll ich tun?


 

Trost

Diese Geschichte zeigt doch, dass man weggehen KANN, und dass man daran nicht zugrunde gehen muss. Ich finde, sie macht Mut, und wünsche Mona sehr, dass sie den Schritt wagt. Es gibt Frauenhäuser zum ersten verstecken, Frauen- Organisationen, die helfen, und zur Not wissen auch Arzt oder Pastor Rat.
Ich würde einen Abschiedbrief verfassen, der deutlich, aber nicht brutal sein sollte, und dann klammheimlich die Sachen packen (vorher Bargeld beseite bringen und dafür sorgen, auch ein eigenes Konto mit ein bisschen Geld darauf zu haben!).
Für Kinder ist es besser, ohne Vater groß zu werden, als ständig Angst um sich und/oder die Mutter haben zu müssen, das haben Sie gut beschrieben.

Mona, wie sieht es aus?

Lg, Dr. Höllering


 

Kenne ich ...

Hallo Monna,

mein Erzeuger war und ist immer noch ein Alkoholiker.

Eines Tages wollte er mich verprügeln, weil ich meine kleine Schwester beschützen wollte. Dazwischen ist meine Mutter gegangen also hat sie alles abgekriegt - sie wollte nicht dass wir ohne "Vater" groß werden.

An diesem Tag habe ich meiner Mutter gesagt, dass sie sich entscheiden soll: Sie soll ihm verlassen, sonst gehe ich mit meiner Schwester ins Heim.

Und das hat geholfen. Noch in der Nacht hat sie uns gepackt (ich 14 meine Schwester 3) und ist mit uns abgehauen. 2 Monate lang haben wir uns versteckt... Bis er sich "beruhigt" hat.... Heute darf er sich uns nicht nähern !!

ICH DRÜCKE DIR DIE DAUMEN !!! DAS SCHAFFST DU !!!!!


 

Ui

Hallo!
In erster Linie mußt du an dich und dein Kind denken. Einem Alkoholiker kann man nicht helfen. In unserer Familie war auch der Fall eines Alkoholikers. Dessen Frau hatte sich von ihm getrennt. Er hatte eine Kur hinter sich und ist rückfällig geworden. Mitlerweile ist er gestorben. Viel zu früh, aberdas konnte keiner verhindern. Sei nicht mehr Coabhängig und lass es nicht zu dass dein Kind Coabhängig wird.
Das mit dem Messer ist gefährlich. Hast du es damals angezeigt? Vielleicht kannst du so bei der Polizei etwas erreichen. Es gibt aber auch Stellen an die man sich wenden kann, die mehr Ahnung haben, als wir Hobbypsychologen.
Gruß


 

Gib nicht auf, meine Liebe, fangt beide ein neues Leben an.....

weitere Infos findest Du in Deinem Postfach. Denn ich habe mal ähnliches erlebt und fühle in Gedanken mit euch beiden mit. Denn, das er Dich sogar mit dem Messer bedroht hat, ist nicht in Ordnung.
So etwas kann man nur ganz schwer abwehren.
Und - nur gemeinsam sind wir stark. Hab daher keine Angst, er wird Dir nichts mehr tun. Ich werde Dir einen Trick verraten, wie Ihr ihm z.B. entkommen könntet.
Auf alle Fälle werdet ihr es beide schaffen. Glaube bitte fest daran.....
Liebe Grüße
Gismor


 

Trennung vom Alkoholiker

Hallo, ich habe mich vor drei Jahren von meinem Mann getrennt. Mittlerweile sind wir geschieden. Ich habe lange versucht, ihm zu helfen, bin dabei aber selber in eine sogenannte Co-Abhängigkeit geraten. Das heißt nicht, dass ich auch getrunken habe, sondern dass ich versucht habe, seine Sucht vor anderen zu verbergen, immer wieder Ausreden für ihn erfunden habe, sein Trinkverhalten ständig und immer kontrollieren wollte, usw. Das hat mich krank gemacht. Irgendwann wurde auch er dann aggressiv. Ich konnte ihn nicht mehr einschätzen, habe die Kinder und mich zum Schlafen eingeschlossen, aus purer Angst. Bei einer Beratungsstelle sagte man mir: Die beste Hilfe ist oft auch keine Hilfe. Der muss ganz tief sinken, damit er wieder wach wird. Wach ist er zwar immer noch nicht geworden, aber uns geht es jetzt wieder richtig gut. Ich selbst war lange Zeit in psychologischer Behandlung, zur Mutter-Kind-Kur, u.ä. Ich kann nur sagen, die Trennung war das Beste, was ich tun konnte. Angst hatte ich auch (teilweise heute noch) vor meinem Ex-Mann. Habe immer mein Handy in der Nähe bzw. Leute die auf mich "aufpassen" wenn's drauf ankommt. Zur Not ist da immer noch die Polizei oder eben Frauenhaus. Habe ich zum Glück nicht gebraucht, halte ich aber für eine sehr gute Einrichtung, die ich im Notfall auch nutzen würde.
Ich wünsche Dir alles Gute und warte nicht zu lange mit Deiner Entscheidung.


 

Alk

Hallo,
ich würde Dir raten Dich an eine Gruppe der Anonymen Alkoholiker zu wenden. Die können Dich weiter vermitteln an Beratungsstellen für Angehörige von Alkoholikern. Ich glaube nicht, dass Du ohne Hilfe von aussen daraus kommst. Allen Mut zusammen nehmen und los - Denk an Dein Kind!
Viel Mut und Erfolg!


 

Hallo,

von: mona8502

ja war damals in Beratung und nachdem mein Mann den Entzug gemacht hatte, haben wir noch Paartheraphie gemacht. Aber hat irgendwie nichts gebracht.
Das beste war ja noch das ich Rücksicht nehmen soll, da es ja ne Krankheit ist. Danach habe ich abgebrochen weil ich das nicht so sehe. Mitleid ist kein bisschen vorhanden, sondern nur die Angst das wenn ich mich trenne das er wieder mit nem Messer auf mich los geht wie damals. Ich meine wie oft hört man sowas in den Nachrichten


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