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Trennung und Unterhalt

 

Mein Mann möchte sich nach über 30 Ehejahren trennen.Seit der Geburt unseres ersten Kindes vor 28 Jahren bin ich nicht mehr berufstätig.Ein Kind ist noch 1 Jahr in der Ausbildung und das jüngste Kind besucht noch 2 Jahre die Schule.Mein Mann verdient monatl. 3.000,-Euro.Meine Frage nun, wieviel des Gehaltes steht mir zu, wie wird dies berechnet?Wir haben keine Gütertrennung.Steht ihm auch etwas von dem von meinen Eltern an mich vorab überschriebenen Haus zu?
Danke, im voraus, für die Bemühungen!


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Trennung und Unterhalt

Liebe gitta07,
Sie haben eine Reihe von Fragen, die ich Ihnen im Rahmen dieses Forums nur sehr pauschal beantworten kann. Dies deshalb, weil nur eine indiviuelle Beratung Ihnen wirklich die Informationen geben kann, die auf Ihren konkreten Einzelfall eingehen.

Grundsätzlich ist es so, dass während des Trennungsjahres der Lebensstandard des Zusammenlebens soweit möglich aufrecht erhalten bleiben soll. Dies bedeutet, dass Sie losgelöst von der Obliegenheit zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit einen Unterhaltsanspruch gegen Ihren Ehemann haben. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass minderjährige und priviligiert volljährige (die sich noch in der allgemeinbildenden Schulausbildung befinden) Kinder vorrangig vor Ihnen zu berücksichtigen sind.

Auch wenn Sie während der gesamten Ehezeit nicht erwerbstätig waren, Ihr eigenes berufliches Fortkommen um der Ehe und Kindererziehung willen zurückgestellt haben, so trifft Sie dennoch nach Ablauf des Trennungsjahres eine Erwerbsobliegenheit. Das neue Unterhaltsrecht mutet Ihnen zu, dass Sie über kurz oder lang Ihren Lebensunterhalt selber sicherstellen. Wenn Sie aufgrund einer mangelnden/abgebrochenen oder total veralteten Ausbildung keinen Job mehr in ihrem erlernten Beruf finden, so sind Ihnen auch Aushilfstätigkeiten zuzumuten. Wenn bei Ihnen ehebedingte Nachteile aufgrund der oben genannten Punkte eingetreten sind, dann können Sie auch weiterhin zumindest einen Aufstockungsunterhaltsanspruch haben. Hier ist jedoch eine genaue Betrachtung des Einzelfalls erforderlich. Es kommt auf die Ehezeit, Ihr eigenes Alter, das Alter Ihrer Kinder, Ihren Beruf, Ihre Erwerbsbiografie, etc. an. Eine individuelle Beratung ist hier meines Erachtens unumgänglich.

Sie fragen ferner, ob Ihrem Ehemann auch etwas von dem von Ihren Eltern überschriebenen Haus zusteht. Dies ist eine Frage des Zugewinnausgleichs. Die Überschreibung des Hauses stellt eine Schenkung dar und ist damit sowohl in Ihrem Anfangsvermögen als auch in Ihrem Endvermögen zu berücksichtigen und damit im weitesten Sinne ein neutraler Posten (abgesehen von einer etwaigen Wertsteigerung während der Ehe) in der Berechnung des Zugewinnausgleichs. Insofern kann man sagen, dass Sie Ihrem Ehemann zumindest nicht direkt etwas aus dieser Schenkung abgeben müssen. Entscheidend ist letztlich in der Gesamtschau der während der Ehe erworbenen Vermögenswerte, wer den größeren Zugewinn erzielt hat und damit dem anderen gegenüber ausgleichspflichtig ist.

Ich kann Ihnen jedoch wirklich nur nachdrücklich raten, sich an eine Fachänwältin/einen Fachanwalt für Familienrecht zu wenden.

Herzliche Grüße
Yvonne Benth

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