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Jetzt wird es Ernst, Sohn will ausziehen

 

Hallo.
Bin 48 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Söhne,
25 und fast 23 Jahre alt. Der große will ausziehen, erst war ich traurig, jetzt richte ich dS Zimmer in Gedanken neu ein. ich find es eigentlich gut, das er auszieht, aber ich glaube es belastet mich doch noch ein wenig. wem ging oder geht es auch so? was habt Ihr gemacht?
ich weiß ja, und so habe ich immer geredet, ich bekomme Kinder, denen ich Flügel gebe, das sie in die Welt fliegen können. und nun versteh ich mich selber nicht..
scorpi191


 

Auszug Kinder

Mit 25 ist es höchste Zeit auszuziehen und sich von den Vorzügen im Hotel Mama zu verabschieden, um auf eigenen Beinen zu stehen. Scorpi191 ist auf dem besten Weg, damit klarzukommen. Dass dabei ein bisschen Herzschmerz auftritt, ist absolut natürlich. Doch wenn Eltern und Kinder ein inniges Verhältnis haben, werden die Sprösslinge auch immer wieder gern zu Hause vorbeischauen, um Mutter und Vater an ihrem Leben teilhaben zu lassen.
Außerdem bedeutet der Auszug für die Mutter ja nicht, dass es nichts mehr zu tun gibt. Sie wird auch künftig mit Rat und Tat zur Stelle sein, vielleicht mal eine kleine Finanzspritze geben oder auch mit Naturalien (für den Kühlschrank) aushelfen. Und wenn man es vielleicht obendrein hinbekommt, sich regelmäßig zu einem gemeinsamen Essen zu treffen, wäre das ideal.
Die meisten Mütter stellen erfahrungsgemäß nach dem Auszug schnell fest, wie angenehm es ist, nicht mehr 24 Stunden am Tag "im Dienst" zu sein und lernen schnell, die freie Zeit für sich selbst zu nutzen.
Kirsten Iwami


 

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Hallo,

also ich bin selbst erst 23 Jahre und mit 21 ausgezogen.
Meine Eltern haben sich gefreut, was nicht heißen soll das sie mich gerne gehen lassen haben.
Aber das zeigt doch das du bei deinem Sohn alles richtig gemacht hast. Er ist nicht zu früh ausgezogen, was ja bedeutet das er gerne zuhause gewohnt hat und wie es scheint ist es auch keine "Muttersöhnchen" der aus Bequemlichkeit zu Hause wohnt. Darauf kannst du doch stolz sein und wie andere schon gesagt haben, wenn du ihn nicht als dein Eigentum siehst wird er oft und liebend gerne zu besuch kommen.
Jedenfalls geht es mir so! Für mich und vielleicht auch für ihn, wird es immer sein zu Hause bleiben. Wenn ich zu meinen Eltern fahre, dann sage ich immer ich fahre nach Hause, was andere Menschen irritiert da mein eigentliches zu Hause ja nicht mehr bei meinen Eltern ist.
Es ist auch nicht leicht für denjenigen der auszieht, er wird vielleicht auch ein paar bedenken haben, jedoch überwiegen wahrscheinlich die positiven Eigenschaften einer eigenen Wohnung.
Aber eins würde ich dir raten, als meine Eltern nach einem Jahr mein "Kinderzimmer" umgestaltet haben um ein neuen Wohnbereich daraus zu machen, tat es weh. Bzw. war es ein beklemmendes Gefühl was mich als Tochter irgendwie ein bisschen traurig gemacht hat. Es fühlte sich so endgültig an. Wie als wöllte man mich nicht mehr. Natürlich war mir bewusst das der Raum anderes genutzt werden konnte und ja auch musste. Vielleicht ist dein Sohn auch ein wenig emotionaler, ich kenne ihn ja nicht. Aber ich würde vielleicht ein wenig warten mit dem Zimmer (wenn es das zu lässt) oder erst mal nicht so in seiner gegenwart die Zimmerplanung/umgestaltung erwähnen. Das kann sich ganz schnell so anfühlen als könnte es die Mutter nicht erwarten das der Sohn aus dem Haus ist. Auch wenn es nicht so ist.
Ich glaube du hast deinem Sohn alles mit auf den Weg gegeben was er für ein eigenständiges Leben benötigt, also freu dich mit ihm und biet ihm deine Hilfe an. Und er verlässt ja nicht dich als Mutter, sondern nur eure Wohnung!


 

Kinder sind kein Eigentum, sondern NUR Leihgabe

Deine Kinder wurden Dir nur zur Erziehung und Aufzucht gegeben resp. "geliehen". Du hast die Freude und Mühe (manchmal) sie für das Leben gross zu erziehen; machst Du deine Aufgabe "richtig" kehren die Kinder gerne zeitweise für Besuch zurück; wirst Du sie als Eigentum betrachten, fliehen sie weiter fort als Dir lieb ist.
Kinder sind NUR Leihgabe, denk immer daran.
wericat


 

Ich hatte keine Zeit, um mich drauf vorzubereiten

Hi @ all,

meine Tochter hat mir, als sie 20 Jahre alt war, mitgeteilt, dass sie spontan einen Ausbildungsplatz erhalten hat in einer 40 km entfernten Stadt. Das war 2 Wochen , bevor sie auszog.

In dieser Zeit musste sie in der fernen Stadt eine Wohnung gefunden, Möbel gekauft, den Hausstand vervollständigt und auf Befehl des zukünftigen Ausbilders auch noch den Führerschein gemacht haben, den sie zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal angefangen hatte.

Glaube mir - ich hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, ob ich traurig darüber war, sie gehen zu lassen.

Du musst Dir vorstellen: Ich war 19 Jahre mit ihr alleine, obwohl ich zwischendurch immer wieder mal Beziehungen hatte - ich war aber immer alleinerziehend - da ist eine Mutter-Kind-Konstellation sehr eng.

Ich habe sie vollstens dabei unterstützt, diesen Weg zu gehen - mir blieb auch nichts Anderes übrig. Nach 2 Wochen fing mein neues Leben an, denn ich war grade frisch ein paar Wochen in einer neuen Beziehung.

Diese Zeit habe ich einerseits genossen - weil ich mehr Zeit hatte, für meinen Freund....aber andererseits mit dem Herzen immer bei meiner Tochter.

Gelitten? Nein, das habe ich nicht, weil ich mit meiner Tochter fast täglich Kontakt hatte - per Mail, per Telefon, per SMS.

Jetzt wird sie bald 30 Jahre alt, ist in der Zwischenzeit schon häufig umgezogen. (Morgen steht der nächste Umzug an )

Die Verbindung zu ihr ist nach wie vor sehr liebevoll, herzlich, innerlich belebend. Wir telefonieren viel, wir lassen uns gegenseitig an unserem jeweiligen Leben teilhaben, schreiben uns Mails, chatten - sofern wir gleichzeitig bei "Yahoo" sind. Wenn ihre Zeit es zulässt, unternehmen wir auch total gerne was zusammen.

Das folgende Gedicht ist zu meinem Lebensmotto geworden, es bezieht sich auch auf meine Tochter:

Das Glück ist wie ein Schmetterling.

Je mehr man hinter ihm herjagt, desto weniger lässt es sich fassen.
Aber wenn man seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwendet, kommt es und setzt sich auf Deine Schulter.




 

Jetzt wird es ernst, Sohn will ausziehen

Hallo,
bin noch neu in diesem Forum und hoffe, dass Du diese Antwort bekommst.
Mir geht es genauso. Unser Sohn (21)ist bereits seit 2 Jahren weg und unsere Tochter(20) zieht demnächst aus.
Klar ist es toll, dass die beiden so selbständig sind. Alles richtig gemacht.
Trotzdem bleibt da diese Leere. Ich gehe arbeiten, bin mit meinem Mann immer noch glücklich verheiratet....aber sie fehlen mir. Keine Besuchskinder mehr da, kein Kieferorthopädenterim, kein überlegen: Was koch ich heute.
Was tun? Bin 45 und hab noch viele Jahre vor mir.
Ist mir auch klar: was für mich selber tun,etc. Weiß ich alles, aber die Zeit mit den Kindern war gefüllter mit Leben.
wir wohnen nun auch einsam und sind nicht so die Vereins und Partygänger.
Wie geht es Dir inzwischen?
LG


 

Lehre Dein Kind fort zu gehen ....

... ein schönes Lied von Nana Mouskouri : Gib einem Kind Deine Hand ...

meine 2 Töchter sind gegangen, wie sie gekommen sind und kommen genau so wieder.
Die Große sehr still, nur manchmal habe ich den Druck von einem Fuss gespürt, der gegen die Bauchdecke drückt .. sie ist heute ebenfalls noch sehr still, meldet sich manchmal wochenlang nicht und bremst dann sanft ab und steht dann vor der Tür.
Die Kleine hat gezappelt ab dem 5. Monat und ist 2 Wochen zu spät, am darauf folgenden 1. des Monats inner halb von einer viertel Stunde auf die Welt gekommen. 2 Wochen Treppen steigen, Unterwassermassage, 3 x Wehentropf fast den ganzen Tag ... ohne Erfolg ... sie ist schon zig mal Umgezogen und hat ihren wirklichen Platz am 1. noch nicht gefunden.
Sie meldet sich fast täglich und krabbelt mit Worten wie damals ihr kleiner Körper im Bauch (bei der Geburt nur 49 cm) , es ist nichts erschreckendes, es ist eine Wiederholung.

... lehre Dein Kind fort zu gehen ... schweigend , in der Gewissheit, dass die richtige Lehre fruchtet.

Gruß


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