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Warum macht mein Sohn das?

 

Hallo Frau Iwami,

ich habe einen 2jährigen Sohn, der mir Kummer macht. Genauer gesagt kann ich mir sein seltsames Verhalten nicht erklären. Ich bin zurzeit noch Hausfrau und den ganzen Tag für den Kleinen da. Er genießt das sehr und ich habe den Eindruck, ein glückliches Kind zu haben, dass mich wirklich liebt.

Aber wenn mein Mann abends nach Hause kommt, bin ich schlagartig wie abgemeldet! Für meinen Sohn scheint es dann nur noch den Vater zu geben. Ich finde das beunruhigend und wenn ich ehrlich bin, verletzt es mich auch ein wenig. Ich bin doch seine Mutter! Mache ich etwas falsch und wenn ja, was denn nur? Es wäre schön, wenn Sie einen Rat für mcih hätten.
Freundliche Grüße, P


 

Warum macht der Sohn das?

Liebe P.,
Sie sollten sich keine Sorgen machen, denn für Eifersucht oder Gekränktsein gibt es keinen Anlass! Und Sie machen auch ganz bestimmt nichts falsch.
Das Verhalten Ihres Sohnes ist völlig normal: Kleinkinder in diesem Alter können sich nur auf eine Person zur Zeit konzentrieren. Sie schaffen es noch nicht, ihre Zuneigung gleichmäßig und "gerecht" auf mehrere Menschen zu verteilen. Diese Fähigkeit entwickeln die Kleinen erst, wenn sie zwischen drei und vier Jahre alt sind.
Deshalb sollten Sie Papa und Sohn die gemeinsamen Stunden aus vollem Herzen gönnen und aus der Not eine Tugend machen: Wenn Sie sich den ganzen Tag voller Hingabe um Ihr Kind kümmern, haben Sie sich abends eine kleine Pause verdient. Also nutzen Sie die Zeit für sich selbst, z. B. mit einem entspannenden Schaumbad oder einem ungestörten Telefonat mit der besten Freundin!
Herzlichst
Kirsten Iwami


 

Ich kenne das

Also ich bin zwar keine Expertin, aber ich würde das nicht persönlich nehmen.
Ist doch toll, dass er sich auf Papa freut.
Er hat den ganzen Tag die Liebe seiner Mutter. Er ist ein kleiner Junge, der sicher auch Aufmerksamkeit eines gleichgeschlechtlichen Menschen sucht.
Väter sind in der Regel ja nicht da. Also eben nicht zu Hause, weil sie arbeiten. Das Kind und eben auch die Jungs haben somit den ganzen Tag die Mamas als Vorbild. Die Kinder merken sehr früh, dass der Papa anders ist als die Mama. Ist ja auch gut so, dass Vater und Mutter sich da ergänzen.
Ich würde sagen, dass das Kind sich darüber keine Gedanken macht.
Damit ein Junge ein Mann werden kann, benötigt es ja auch etwas männlichen "Input" oder? Ich würde sagen die Sozialisation von Jungen funktioniert genau so. Die Mutter zeigt, was anders ist als an einem selbst als Jungen und der Vater steht für die Gleichartigkeit.

Wenn mein Mann abends nach Hause kommt, bin ich bei meinem Sohn auch abgeschrieben und mache mir keine Sorgen deswegen. Ich freue mich für ihn, dass er sich so auf seinen Vater freut.

Bin gespannt, was die Expertin dazu meint.


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