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Ist Gaudi am Mahnmal nicht unsensibel?

 

Erich Loest ist dagegen, viele Leipziger auch. Nachdem das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig immer mehr in das Interesse der Deutschen und Anrainerstaaten besonders wegen der in 2013 anstehenden 100 Jahrfeier seiner Einweihung rückt, umso heftiger wird die Diskussion um seine Nutzung geführt.
Als das Denkmal im Oktober 1913 exakt zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht eingeweiht wurde, ist das neue Wahrzeichen von Leipzig geboren. Die eigentliche Bestimmung des Monuments wollen wir nicht diskutieren, sicher war vor allem Nationalstolz dabei. Heute wird das Denkmal vor allem so betrachtet, dass es Mahnmal für die vielen Toten im Kampf gegen Napoleon und der späteren Kriege sein soll.
Heute geht es um die Frage, ob Gaudiveranstaltungen im Wasserbecken vor dem Denkmal angebracht sind oder nicht.
Seit der Wende werden dort jährlich Badewannenrennen durchgeführt, die eine große Anzahl von Besuchern anlocken. Es ist ein lautes, feuchtes Vergnügen, welches vor allem bei der Jugend großen Anklang findet.
Nun wurde irgendwann das Wasserbecken vor dem Denkmal als See der Tränen benannt, was bei den Hunderttausend Toten in der Völkerschlacht um Leipzig herum wohl seine Berechtigung hat. Der Name schon würde eine solche Entweihung verbieten.
Andererseits finden hier jährlich viele Rockkonzerte statt, die auch nicht immer mit einem Mahnmal konform gehen.
Der Förderverein, Denkmalschutz und andere sozialkulturelle Einrichtungen sind die Ausrichter dieser Veranstaltungen. Sie bringen Geld herein, was in die Restaurierung des Völkerschlachtdenkmals gesteckt wird. Dieses hat es wirklich nötig.


 

Gaudi am Mahnmal unsensibel -Antwort-

Guten Tag flachlandtiroler,

habe eben grade erst Deinen Beitrag gelesen. Ist durch die neue Forumsumstellung etwas untergegangen.

Denke durchaus, das es in erster Linie etwas unsensibel ist, eine Gaudi am Mahnmal zu veranstalten. Aber selbst in der Stadt, wo ich wohne, findet auch am Wochenende in der Freimarktszeit immer eine kleine Kirmes neben einem traurigen Denkmal statt.

Gaudi und Mahnmal passt im Grunde genommen überhaupt nicht so recht zusammen. Da der Kulturverein aber Geld braucht, um eventuell vorkommende Schäden am Mahnmal zu restaurieren bedarf es der diversen Veranstaltungen rundherum.

Natürlich geht dies nur mit Erlaubnis der Stadtverwaltung, was in Deutschland mit viel Umwegen und Schriftverkehr verbunden ist, ehe eine Erlaubnis überhaupt genehmigt ist.

Das es in den "See der Tränen" unbenannt wurde, finde ich durchaus sehr gut und interressant. Finde, dieser Name passt sehr gut dazu.

Was ein Rockfestival angeht, so ist dies meines Erachtens schon sehr mysteriös in der Nähe bei einem Mahnmal.

Aber, wenn die Verwaltung dem zustimmt und keine Angst darum hat, das das Mahnmal kaputt geht, dann muß man das in gewisser Weise akzeptieren.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, mithilfe mehrerer Bürger eine sogenannte "Petition"-Unterschriftensammlung zu machen und diese bei der Stadtverwaltung einzureichen. Meist werden dafür bis zu 1000 bis 5000 Unterschriften verlangt (von Stadt zu Stadt unterschiedlich).

Hat man Unterschriften zusammen, reicht man diese ein. Dann bildet sich ein Plenum, wo gemeinsam über die Aktivitten am Mahnmal diskutiert wird.

Manchmal siegen wir Bürger und manchmal lehnt das Plenum dies ab. Es kommt dabei ganz auf den Einzelfall an.

Man kann dann durchaus höher gehen, aber die entscheidung liegt weiterhin bei der Stadt.

So oder so gedacht, hier muß die Gaudi erstmal akzeptiert werden, damit das Geld auch reinkommt.

mit freundlichem Gruß
gismor








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