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Depressionen

 

Seit meiner Fehlgeburt und der Kinderlosigkeit leide ich unter Depressionen, ich habe schon einmal eine Gesprächstherapie gehabt die mir auch geholfen hat. Ich hatte mein Leben eigentlich wieder recht gut im Griff, ging meiner neuen Arbeit nach, neue Liebe, neues Glück. Dann lief mein Vertrag aus und meine Stelle wurde gestrichen, für mich brach eine halbe Welt zusammen, denn ich hatte wieder richtig Spaß an der Arbeit. Nun bin ich im Hartz 4 Alltag und mir geht es zusehend wieder schlechter, auch mein Kinderwunsch kommt durch die neue Beziehung wieder sehr zur Geltung, denn wir wünschen uns ein Baby. Durch die Depression leide ich zunehmend unter Migräne Attacken und mittlerweile entwickle ich eine gewisse Panik aus dem Haus zu gehen sobald es dunkel ist. Wenn mich jemand begleitet ist es noch ganz ok, sobald ich allein raus soll ergreift mich die Panik. Vielleicht schaue ich zuviele Horrorfilme, oder es sind die Nachrichten die man täglich hört (wieder jemand auf dem Bahnhof zusammen geschlagen), ich kann es mir selbst nicht erklären woher das kommt.
Nun haben die vom Amt mich in ein Call Center gesteckt, da ich auch gesundheitlich recht angeschlagen bin zeitweise (chronisch krank, Colitis) wo ich 6 Stunden jeden Tag machen sollte. Meine Arbeit war nicht schwer, zumindest Körperlich, aber wenn ich nach Hause kam war ich mit meinen Nerven am Ende meiner Kräfte. Ich wollte niemanden mehr sehen, hab nichts mehr gemacht und mich in meiner Wohnung verkrochen. Ich habe gemerkt das es zuviel war für mich. Nach mehreren Monaten hatte ich eine Op, danach ging es mir nicht ganz so gut und dadurch hab ich die Arbeit verloren (für mich eine Wohltat). Das Amt möchte mich nun in einen 8 Stunden Alltag stecken, ich habe Angst, nachdem ich schon mit den 6 Stunden nervlich am Ende war, was mache ich bei 8 Stunden? Ich suchte Rat bei meinem Hausarzt, der kennt mich schon so lang und hat mir damals auch zur Therapie verholfen. Ich erklärte ihm mein Leid, auch wegen dieser Panik, aber ich habe das Gefühl er nimmt mir die Panik nicht ab. Vielleicht täusche ich mich, oder er kennt sich einfach nicht aus, aber ich hatte das Gefühl das er dachte ich schiebe die Panik vor, aber das tue ich nicht. Auch wenn ich mir selbst etwas komisch vor komme, als erwachsene Frau Angst wie ein kleines Kind vor der Dunkelheit zu haben. Ich habe von ihm Antidepressiva bekommen die ich nun nehme. Auch mit dem Amt ahbe ich geredet, gehofft man würde mir irgendwie entgegen kommen, zumindest bis ich wieder eine Therapie anfangen kann, aber Fehlanzeige. Mein Vermittler möchte mich in die nächst Beste Stelle stecken. Ich möchte arbeiten, um raus zu kommen, um vielleicht mal an was anderes zu denken, vielleicht neue Leute kennenlernen, aber ich habe Angst vor den vielen Stunden denen ich mich nicht gewachsen fühle. Ich bat um eine Halbtagsstelle, aber nicht ohne ärztliche Begründung. Meinen Arzt darauf angesprochen schrieb er mich nun 3 Wochen krank, was mir aber nicht hilft bei meinem Problem. Er riet mir zum Neurologen zu gehen, aber ich habe Angst das der mich in eine Tagesklinik stecken will. Ich habe 3 Katzen, keiner der auf die aufpassen kann (mein Freund wohnt zu weit weg dafür, zur Familie hab ich keinen Kontakt und Freunde hab auch kaum hier), außerdem sind die 3 mein Leben, mein einziger Rückzugspunkt an dem ich mich wohl fühle, von ihnen getrennt sein zu müssen macht mir Angst und würde ich nicht durch halten. Ich habe Angst vor der Vorstellung so lang von Zuhause weg sein zu müssen, Angst mich dort nicht wohl fühlen zu können. Ich möchte meine Gesprächstherpie hier machen, die hat mir schon einmal geholfen, ich denke sie wird mir wieder auf die Beine helfen.
Kann mir jemand helfen was ich tun kann? Oder gibt es Leute die auch plötzlich diese Panikattacken haben? Ich bin völlig Hilflos in dieser Rolle und finde nirgendwo halt (mein Freund hat selbst psychische Probleme und nimmt Antidep.) außer bei meinen Katzen. Was kann ich tun das ich etwas Luft bekomme der Arbeit betreffend, das ich vielleicht erst nen 400 Job machen darf bis ich wieder auf einem grünen Zweig bin? Meine Beziehung leidet und meine sozialen Kontake stehen fast auf 0. Ich will etwas tun, aber ich weiß nicht wie.
Lange Rede, Kurzer Sinn: ich suche Gleichgesinnte! Danke für euren Rat...


 

Danke

vielen Dank das gebe ich gern zurück


 

Für Jamila

Guten Tag und schönen dritten Advent!
Mit Fremdangst meinte ich nur ein fremder Arzt, das machte mir gleich wieder Angst! Sonst, Bus Bahn Supermarkt. Oder wenn es an dem Telefon klingelt(könnte ja ne schlechte Nachricht sein)!Fange dann stark an zu zittern und mir wird schwindelig.
allgeine Ängste also.Ich sitze im weihnachtlich geschmückten Haus und bin froh, wenn ich nicht raus muß! Wie auch immer es bei dir weiter geht, ich wünsche dir ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!
Liebe Grüße Theresa


 

Panik

Naja, ich muss ja nun erst im nächsten Monat zu dem Neurologen hin, ich werde sehen was er mir dann sagt, oder sie. Ich hoffe nicht das ich auch so jemand habe. Aber das war es wohl was ich bei meinem Hausarzt fest gestellt habe, ich hatte das Gefühl er nehme meine Panik nicht ernst, eben weil man es nicht sieht. Aber depressionen sieht man auch nicht, damit fühle ich mich bei ihm aber sehr wohl verstanden.
Eine klinik steht für mich wirklich außer Frage, ich tue gern alles erdenkliche hier und nein - noch bin ich nicht soweit aufzugeben, aber in eine Klinik nein. Mein Hausarzt meint auch nicht das es nötig sei, nur ist er halt nur ein Hausarzt, ich hoffe der Neurologe sieht das aber ähnlich.
Ich werde heute (gleich mal) bei der Seelsorge anrufen, ich werde auch zur Diankonie gehen und dort mal fragen, die bieten ja auch Lebensberatung an und ich will auf alle Fälle auch wieder zum Psychologen gehen, aber in keine Klinik.
Hast du denn auch Panik vor der Dunkelheit, oder bzw ich hab ja keine Angst vor Dunkelheit, sondern vor dem allein in der Dunkelheit raus müssen. Oder hast du etwas anderes? Weil du geschrieben hast Fremd = Angst? Im Moment verkrieche ich mich nicht zuhause, das war nur als ich diesen schrecklichen Job machen musste, danach hab ich mich hier verkrochen. Eigentlich gehe ich sehr gern raus, nur halt nicht Abends. Da bin ich grade noch nicht soweit das ich nur Zuhause sein möchte und mich wieder verstecke.


 

Panik

LiebeJamila,
mit deinen Sorgen bist du echt nicht allein! Ich leide seit 4 Jahren unter Depressionen und Panikattacken! War letztes Jahr in einer psychosomatischen Klinik, aber keine 2 Monate später ging es wieder los. Nun meinte mein Hausarzt ich sollte mal zu einem Neurologen. Fremd=Angst. Der hat mich behandelt wie den letzten Dreck! Keine 5 Minuten und er schrieb in seinem Bericht bei dem Besuch von mir konnte er keine depressive Verstimmung feststellen. Ich war so fertig, daß ich drei Tage nur geweint habe. Panik sieht einem ja nicht sofort Jemand an, das ist das Problem.Aber nun zu Dir. Du hast eine Trennung hinter dir, mit all dem alten Kram eine neue Liebe,ist immer schwierig. Du solltest wirklich erst einmal in dir aufräumen. Das heißt du solltest deinen Arzt bitten dich in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen. Alte Wunden , die Ängste erst einmal verarbeiten lernen! Ich verstehe ja, daß du dich am wohlsten zu Hause fühlst, das geht mir genauso! Ich verkrieche mich auch, aber wenn wir nicht selbst gut für uns sorgen, dann tut es keiner. Wenn du wirklich was ändern willst, dann nutze diese Chance und wenn du niemanden für die Katzen hast, suche eine Tierpension! Habe nur Gutes davon gehört!Ich suche auch gerade nach Lösungen für mich wie man mir weiter hilft. Ich gebe nicht auf und das solltest du auch nicht!Denke mal darüber nach! Alles Liebe Theresa


 

Seelsorge

Mh, es hört sich in der Tat nicht schlecht an mal mit jemand reden zu können. Ich habe viel auf der Seele was mal raus muss, aber auch durch Hartz 4 rutscht man ja auch sozial leider immer etwas tiefer. Es kostet mich sicher einige Überwindung da anzurufen, aber jemand zu haben der mir zuhört ist verlockender. Ich mach das morgen mal, heute muss ich wieder zum Amt, da kommt sicher neuer ärger auf mich zu, dann kann ich das gebrauchen.
Danke, die Nummer ist eingespeichert und wird morgen einen Patienten mehr bekommen


 

Telefonnummer

Und denen soll ich meine Probleme erzählen, oder sagen die mir was ich hier machen kann um weiter zu kommen


 

Seelsorge

von: bravhuhn

Liebe jamila,

dass sind dort geschulte Psychologen. Wenn du magst,kannst Du denen von Deinen Problemen erzählen. Möglicherweise haben die auch einen Vorschlag, was Du weiter machen kannst. Wenn Du nicht möchtest, brauchst Du denen ja nicht gleich alles erzählen. Ist jedenfalls anonym. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es doch sehr viel hilft, sich den Kummer von der Seele zu reden.
Natürlich sollst oder kannst Du weiter im Forum mit uns reden, aber einmal eine andere Stimme zu hören, ist doch etwas anderes.

LG
bravhuhn


 

Depressionen

Liebe jamila,

hier gebe ich Dir mal die Adresse der Telefonseelsorge:

www.telefonseelsorge.de
Tel.: 0800/1110111 oder 0800/1110222

Bitte ruf da an, das hilft schon einiges. Da kannst Du zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen.
Verliere nicht den Mut!


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