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Was wird wenn die Kraft nicht mehr reicht?

 

Nach meinem Umzug in eine andere Stadt konnte ich nicht mehr in meinem alten Beruf arbeiten,also suchte ich mir eine neue Arbeit.Ich habe dann in einem Seniorenheim angefangen.Es war eine große Herausforderung vom Büroalltag in die Altenpflege einzusteigen.Aber ich merkte das ich darin eine Erfüllung hatte.Es tat mir gut mit den alten Menschen umzugehen.Da ich mich schon immer mit etwas Psychologie beschäftigt habe,viel es mir leicht auch den Draht zu Dementserkrankten zu finden.
Schlimm finde ich das in letzter Zeit mehr wert auf Doko-führung gelegt wird,als die Zeit für den alten Menschen zu haben.Noch schlimmer finde ich es,das die Chef`s denken das Altenpflegerinen über uneingeschränkte Kräfte verfügt.Es wird vorausgesetzt das man 10-12 Tage am Stück arbeitet mit höchsten 1-2 Tage frei.Sonn-und Feiertage gibt es in der Altenpflege sowieso nicht.Es wird verwundert gefragt warum so viele Krankenscheine kommen ohne das dabei bedacht wird das es alles Langzeitkranke sind.Angefangen von Bandscheibenvorfällen,Schlagan fall,Burn-out Syndrom usw.
Auch ich spüre immer mehr die körperliche Belastung,dazu den Abbruch von vielen Kontakten.Es will ja auch keiner glauben das man schon "wieder"Dienst hat.Wenn es nach der Regierung geht dann soll das bis zu 67 Jahren so gehen.
Ich kann heute schon sagen das ich das nicht durchhalten werde und was wird kommen?Wenn man schon über 40 Jahre gearbeitet hat und dann einen Rentenbescheid zugeschickt bekommt wo man Tränen in den Augen hat,bekommt man Angst noch älter zu werden.


 

Die Seele hungert

Wir fangen diesen Irrsinn ja bereits in Kindergarten und Schule an und treiben ihn immer mehr auf die Spitze: Jeden Tag werden nur perfektionistische Schablonen vorbereitet, in die sich alle Menschen dann einfügen sollen. Wenn sich das Leben in ihnen gegen diese entwürdigende Verschablonisierung sträubt und sie auffällig werden, damit uns endlich was auffällt, schreiben wir ihnen alle möglichen Defekte, Schwächen und Krankheiten zu und bedrängen sie noch perfekter. Dann haben wir ein "Alibi der Fleißaufgaben" und die anderen sind immer schuld, weil sie "nicht richtig mitmachen". Als Ich-kann-Schule-Lehrer habe ich keinen Respekt vor diesem Horror, den immer die anführen und vorantreiben, die selber nicht KÖNNEN aber wahre Super-Müsser sind.
Um zu überleben müssen wir wieder den Menschen mit seiner Seele und all dem achten, was ihn von der Maschine unterscheidet. Weil wir die Seele verhungern lassen, geraten wir immer tiefer auch in körperliche Erschöpfung. Andersrum heißt das, dass wir nur über die Stärkung der Seele aus dieser Sackgasse wieder herauskommen. Und wenn wirn dazu auch wieder unseren Geist benutzen, dann sollten wir doch auch erkennen, WAS WIE und INWELCHEM GEISTE zu ändern ist, Guten Erfolg wünsche ich allen.
Franz Josef Neffe


 

Sich auf das Wesentliche konzentrieren.....

Hei

Ich bin auch umgezogen ...Vor ca. 3 Jahren in eine kleine Stadt in Norwegen. Ich arbeite in einem Altersheim und es gefällt mir super.
Man bekommt in der Pflege alter Menschen (überhaupt in der Arbeit mit Menschen) mindestens soviel zurück wie man bereit ist zu geben.
Den Stress (oft hausgemacht) den man in Deutschland so oft erlebt , ist völlig unnötig. Wenn alle einen Gang zurückschaltet -im Denken, sowie im Handeln- ist schon viel erreicht. Mehr wie arbeiten kann man nicht. Warum daran denken was alles noch geschafft werden muss???
Du arbeitest ja nicht alleine da. Ein Ding nach dem anderen. Zeit nehmen für die Morgenpflege usw. Ein ruhiger Beginn bedeutet einen ruhigen Arbeitstag....
Wenn man in so einen Beruf einsteigt, weiß man vorher das Arbeit an Wochenenden und Feiertagen dazu gehört. Ich komme auch aus einem ganz anderen Berufszweig und habe auch Familie.
Wenn Bekannte oder Freunde meinen sich von mir zurück ziehen zu müssen auf Grund meiner Arbeitszeiten, bitte....
Es gibt auch in Deutschland das Arbeitsrecht was einem sagt wie lange (wie viel Tage am Stück gearbeitet werden müssen), wie viel Urlaub dir zusteht usw. Warum tun die Deutschen sich so schwer auf ihre Rechte zu bestehen oder notfalls einzuklagen? Die Vorteile wie Wochenendzuschläge usw. nehmen wir doch hin ohne zu meckern , oder gibt es sowas in Deutschland nicht?
Jammern und schimpfen ...da sind wir besonders gut drin. Warum sehen wir alles so negativ?
Es gibt heute soviele Hilfsmittel um Berufskrankheiten zu vermeiden, Schulungen über richtige Körperhaltung usw.
Wenn mir jemand in dem Beruf sagt, das seine Kraft nicht mehr reicht .... liegt das nicht am Beruf. Es liegt einem selber, weil man entweder Probleme mit sich selber hat oder mit der Arbeit die man ausübt.
Ich habe mehrere Kolleginnen zwischen 50 und 65 , und die die passen sich an (nach ihren physischen) Möglichkeiten. Die könnten zum Teil in Rente gehen ...wollen es aber nicht.
Ich denke viele Menschen sollten über ihre Einstellung zu sich selber (das wichtigste) und dann zu anderen Dingen(materielle, guter Ruf usw.) nachdenken. Im Notfall kürzer treten.
Das schlimmste was im Altersheim vorkommt !, ist frustriertes Pflegepersonal.... Die alten Menschen sind schließlich selten freiwillig dahin gekommen !
Also aufhören wenn die Kraft nicht mehr reicht !!


 

von: trienrieke1

Sehr guter Beitrag.


 

Enibas2003...????

Hallo hätte Dir gerne geantwortet,aber Du bist irgentwie in einem anderen Forum


 

hallo gitta 53, wie recht du hast.Es vergeht kein Tag an dem mein Kopf nicht von Gedanken zu platzen droht. Ich bin nehmlich schon 59 und weiß es wirklich nicht wie lange ich es aushalten werde.
Liebe Grüße Valicska


 

Mein Vorschlag...

von: gitta53

wir sperren den Bundestag ab und unsere lieben Abgeordnete sollen ein halbes Jahr mit unseren Gehältern und Job`s leben...aber ohne ihren dicken Bankkonten im Rücken.Vielleicht fällt denen dann manche neue Gestzesänderung nicht mehr ganz so schwer.


 

Kann

von: ines22100

ich nur zustimmen


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