01.08.2016

DIE WELT UND ICH Das sind die schönsten Blogs allein reisender Frauen...

Allein reisende Frauen können die Ruhe und Umgebung in vollsten Zügen genießen.

Foto: iStock/swissmediavision

Allein reisende Frauen können die Ruhe und Umgebung in vollsten Zügen genießen.

Viele Frauen träumen davon, ferne Länder auf eigene Faust zu entdecken. Wir stellen die acht schönsten Blogs allein reisender Frauen vor...

 

Brave Bird – Wie Ute Kranz die Welt erobert

Die Kölnerin Ute Kranz ist seit mehr als 12 Jahren in der Weltgeschichte unterwegs. Am liebsten alleine. Ihr Ziel: Alle Länder dieser Welt mindestes einmal bereist zu haben. Dafür hat sie 2014 den letzten großen Schritt gewagt, ihren Job gekündigt, die Wohnung aufgegeben und ihr Hab und Gut in einen kleinen Container verstaut. Mittlerweile hat die 39-Jährige über die Hälfte des Globus gesehen. Ein Ende ist also noch lange nicht in Sicht.

Ihre Erfahrungen hält sie auf dem Blog Brave Bird fest, der innerhalb weniger Jahre zu den beliebtesten deutschsprachigen Reiseblogs aufgestiegen ist. Darin gibt sie den Leserinnen zusätzlich Tipps, wie sie ihre eigene Reise am besten planen oder worauf sie beim Thema Sicherheit achten müssen.

Ute Kranz ist eine ruhige Abenteurerin, der es vor allem darum geht, im Einklang mit Natur und Umwelt zu reisen, anstatt von einem hippen Event zum nächsten zu jetten. Das macht ihren traumschön gestalteten Blog so bodenständig und sympathisch. Sie ist nicht nur eine talentierte Schreiberin, sondern auch eine tolle Fotografin. Selbst wenn man keine große Reise plant, macht es Freude, ihre meditativen Bilder zu betrachten. Einfach, um sich mal wieder in Erinnerung zu rufen, wie wundervoll die Welt doch ist.

Website: http://www.bravebird.de/

Pink Compass – Wie Carina Herrmann ihren Leserinnen Mut macht

Wer schon auf gepackten Koffern sitzt, aber immer noch zögert und hadert, braucht Pink Compass. Carina Herrmann betreibt einen wahren Mutmacher-Blog, der diesen einen letzten Anschubser bietet, den Frau gerade jetzt benötigt. Allzu oft wird uns eingeredet, dass alleine reisen viel zu gefährlich sei. Das ist demotivierend, findet Carina.

„Ich reise nicht, um vor dem Leben davonzulaufen. Ich reise, damit mir das Leben nicht davon läuft“, lautet ihr Motto. Carina ist seit 2011 unterwegs, unter anderem in der Mission zu beweisen, dass alleine Reisen für Frauen eine großartige Sache ist. Auf ihrem Blog verrät die 32-Jährige allerhand Tipps und Tricks, was Frauen für ihren ersten Trip benötigen, wie man unterwegs die Reisekasse auffüllt oder wie man mit Heimweh umgeht.

Als Feministin mit „pinkem Einschlag“ hat sie bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die Leserinnen ebenfalls Mut machen sollen, der Fernweh-Stimme ihres Herzens zu folgen. Erfahrungsgemäß sind ihre besten Ziele für Frauen, die erstmal warm werden müssen mit der großen, weiten Welt bis hin zu Neuseeland, Australien oder Thailand.

Carina bezeichnet sich übrigens selbst als „chronisch ängstlich“. Eigentlich ganz praktisch, findet sie. Denn ihr innerer Angsthase hält sie davon ab, Gefahren zu übersehen oder leichtfertig Risiken einzugehen.

Website: http://www.pinkcompass.de

A World Kaleidoscope – Wie Steffi Schwarz Länder erlebt, die andere meiden

Steffi Schwarz ist Backpackerin aus Leidenschaft und hat – obwohl sie ihr Studium der Ingenieurswissenschaften brav abgeschlossen hat – schon früh erkannt, was sie wirklich erfüllt: Reisen. Und zwar nur mit dem, was in einen Rucksack passt. Die 27-Jährige hält sich gar nicht erst mit kuscheligen Backackerparadiesen wie Thailand oder Australien auf. Sie besucht genau jene, meist konservative Länder, von denen die meisten sagen würden: „Mädchen, mach' das nicht. Das ist viel zu gefährlich!“

Weil sie wissen will, was es mit all den Vorurteilen in unseren Köpfen auf sich hat, ist sie alleine von München nach Therean getrampt und durch den Iran gereist. Sie hat den Balkan durchquert und Indien in all seinen Facetten erlebt. Ganz bewusst sucht sie sich Ziele aus, die fast jede allein reisende Frauen lieber meidet. Dabei muss sie sich immer wieder mit den schlimmsten Machos rumschlagen, trifft aber auch auf ritterliche Beschützer und Frauen, deren Stärke und Selbstsicherheit sie immer wieder aufs Neue inspirieren.

So schreibt sie beispielweise mit wachem Blick, wie junge Menschen in Ländern, in denen Scharia-Gesetzte herrschen, Wege finden, ihre Liebe auszuleben. Ihre Texte über das Kreuz mit der islamischen Kleiderordnung oder ihr großartiges Plädoyer für das als „Vergewaltigungsland“ stigmatisierte Indien zeigen, dass Steffi keineswegs naiv oder blauäugig ihre Reisen antritt.

Der Blog „A World Kaleidoscope“ lädt vielleicht nicht unbedingt jede zum Nachreisen ein, doch leistet Steffi mit ihren spannenden Geschichten über Begegnungen mit Menschen, deren Lebensweisen uns fremd sind oder sogar beängstigen, einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen kulturellen Verständnis.

Webseite: http://aworldkaleidoscope.com

Weltenbummlerin – Wie Ivana Drobek die Seele der Welt entdeckt

Glücklich verheiratet zu sein, ist noch lange kein Grund, sich nicht alleine auf Reisen zu begeben, findet Weltenbummlerin Ivana Drobek. Die studierte Juristin schreibt für Frauen jenseits der 40, die neugierig auf die Welt sind und Spiritualität wie Achtsamkeit für essentielle Begleiter des Alltags halten. In ihrem „Soultraveler-Blog“ erzählt sie immer wieder von intensiven Naturerfahrungen und dem Gefühl des eins werden mit sich und der Umwelt.

Ihrer Meinung nach erleben allein Reisende diese unbeschreiblichen Momente weit öfter als Menschen die zu zweit oder in der Gruppe unterwegs sind. Obwohl sie bereits auf allen Kontinenten unterwegs war und es nie lange im normalen Job-Leben aushielt, beschreibt die 48-Jährige sich selbst als „so was von 08/15“. Sie liebt italienisches Essen, strickt gerne Socken und kocht im Sommer Marmelade ein. Und natürlich wünscht sie sich manchmal, dass ihr reisemuffeliger Ehemann, sie hin und wieder begleiten würde.

Ivana ist sich bewusst, dass viele Frauen ihrer Generation – ob nun verheiratet oder nicht – ähnliche Sehnsüchte haben, sich aber zu unsicher fühlen, den ersten Schritt zu wagen. Manchmal reicht es eben nicht aus, sich durch 200 Artikel zu klicken, um endlich aus der Komfortzone auszubrechen. Deshalb bietet sie über ihren Blog ein persönliches Coaching an, um gemeinsam mit der Leserin zu erarbeiten, wie sie ihr erstes Reise-Abenteuer endlich verwirklichen kann.

Webseite: http://weltenbummlerin.de/

Fräulein Draußen – Wie Kathrin Heckmann die Welt zu Fuß erkundet

Hinter Fräulein Draußen verbirgt sich die 28-Jährige Kathrin Heckmann, der – ja, es stimmt wirklich – nichts lieber als schlechtes Wetter ist. Sie selbst bezeichnet sich als Abenteurerin mit einem unstillbaren Drang nach Freiheit. Sie führt ein richtiges Outdoor-Leben, mit allem was dazu gehört. Mit ihrem Rucksack durchstreift sie am liebsten ganz für sich allein die raueren Gegenden dieser Welt, also Irland, Island oder das Baltikum. Sie findet ihr Glück nicht in einem Sangria-Eimer am Strand, sondern in einer kalten Dose Ravioli, die ihr nach einem 8-Stunden-Marsch wie ein 5-Sterne-Menü vorkommt. Und so wie sie das beschreibt, glaubt man ihr das sofort.

Auf ihrem Blog kann man also ihre großen und kleinen Abenteuer nachlesen und natürlich gibt sie wichtige Tipps und Tricks für die richtige Ausrüstung, damit es nicht zu gefährlich wird. Seit April ist Kathrin zu Fuß durch Großbritannien unterwegs. Alles über ihre Route und wo sie gerade steckt, kann man brandaktuell auf ihrem Blog verfolgen.

Webseite: http://fraeulein-draussen.de/

Travel on Toast – Wie Anja Beckmann sich den Genüssen der Ferne hingibt

Nach einem Jahr in der Weltgeschichte war es 2012 um Anja Beckmann geschehen. Das Reisefieber hatte sie gepackt. Diagnose: unheilbar. Was soll man da machen? Also, wieder hinaus, mindesten vier Monate im Jahr. Ihr geht es vor allem ums Geniessen. Der Name ihres Blog kommt nicht von Ungefähr, denn alles, was die Länder und Regionen dieser Welt kulinarisch zu bieten haben, macht Anja seitdem zum Hauptthema. Am liebsten probiert sie alle Dinge, die es nur dort gibt. Was sie dabei fühlt und schmeckt, beschreibt sie seitdem lebendig und sehr intensiv auf ihrem Blog. Da darf es auch gerne mal ein bisschen luxuriöser zugehen. Deshalb hat sie auch eine ausgeprägte Vorliebe für ausgefallene Sportarten, besondere Wellness-Hotels oder 5-Sterne-Häuser. Wer sich eine Toastscheibe davon abschneiden möchte, braucht sich einfach nur durchzuklicken und es ihr anschließend gleichzutun. Mittlerweile ist Anja so erfolgreich mit ihrem Blog, dass sich sich ein kleines Autoren-Team zusammengestellt hat. Denn nach vier Jahren on Tour möchte sie sich hin und wieder den größten Luxus überhaupt gönnen: Sofa-Lümmeln in ihrer Kölner Wohnung.

Webseite: http://www.travelontoast.de/

>> Welcher Urlaubstyp sind Sie?

Smaracuja – Wie Nina ihre Reisen mit Kunst und Humor verbindet

Nina Hüpen-Bestendonks Blog ist schon allein rein optisch ein Genuss. Klar, als Illustratorin und Grafikdesignerin versteht sie jede Menge von schönen Dingen. Mit ihren über 30 Kameras bildet sie die Welt detailverliebt-verspielt ab und peppt zudem ihre Fotos mit fröhlichen Doodles auf. Das alles packt sie auf in ihren im wahrsten Sinne des Wortes illustren Blog, der vielmehr wie ein bonbonbuntes Reisemagazin daherkommt und einfach Lust macht, sofort selbst die Koffer zu packen. Ihre Top-Listen erweisen sich dabei als unwahrscheinlich praktisch. Ob Rotterdam, Malta, Berlin, England oder sogar Hannover – Nina hat's getestet und verrät ihren Leserinnen, welche Hotspots sie keinesfalls verpassen dürfen. Zudem beweist die Flummiweltmeisterin jede Menge Humor. Unter ihrer Rubrik „Reisefails“ beschreibt sie beispielsweise, warum ihr Trip mit dem „Hogwarts Express“ durch Schottland alles andere als ein zauberhaftes Erlebnis war. Kann man sich also sparen. Danke, Nina!

Webseite: http://www.smaracuja.de/

Steffis Traumzeit – Wie Stefanie Armbruster sich auf Reisen von ihren Ängsten befreite

Damit Familie und Freunde immer auf den neusten Stand bleiben, wie es einem als allein reisende Abenteuerin gerade geht, erweist sich ein Blog als superpraktisch. So hat es auch bei Steffi angefangen. Obwohl nicht ganz. Zuerst war da ihre Angst, die sie jahrelang davon abgehalten hat, ihre Reiseträume zu verwirklichen. Was ist, wenn mir was passiert? Werde ich vereinsamen? Gucken die Leute komisch, weil ich immer alleine esse? Finde ich überhaupt Anschluss?

Bedenken, die vielen zu allzu bekannt vorkommen dürften. Doch 2013 schubste Steffi die nervtötende Angst beiseite und wurde mit etwas belohnt, das sie nie zu träumen gewagt hatte: Freiheit! Damit meint sie nicht nur ihre wunderbaren Erlebnisse auf Reisen. Sich von ihren Ängsten zu befreien, war zugleich auch eine Befreiung von alten Mustern, unnötigem Krempel und anstrengendem Denkblockaden. Heute kann die Traum-Steffi über die alte Angst-Steffi nur noch lachen. Und sie will, dass es ihren Leserinnen genauso geht. Deshalb hat sie ihren Blog auch Steffis Traumzeit getauft. Denn vielleicht stimmt der abgenudelte Kalenderspruch „Verträume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“ nicht so ganz. Vielmehr sollte es heißen: Lebe deinen Traum, aber es schadet nicht, dabei hin und wieder verträumt zu sein!

Webseite: http://steffistraumzeit.de

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