17.11.2009

Dokument Zeugnisse, Rentenunterlagen oder Kontoauszüge gehören ordentlich abgelegt. Denn Wiederbeschaffen ist oftmals schwierig und mit viel Lauferei verbunden.

Zeugnisse, Rentenunterlagen oder Kontoauszüge gehören ordentlich abgelegt. Denn Wiederbeschaffen ist oftmals schwierig und mit viel Lauferei verbunden.

 

Auf dem Schreibtisch häufen sich Rechnungen, Kassenzettel und Briefe.

Ordner quellen über und Ihnen fehlt der Durchblick – höchste Zeit, einmal auszumisten, und dann die wirklich wichtigen Unterlagen gut sortiert abzulegen.

Für einige Papiere heißt es lebenslang

Einige Dokumente begleiten uns ein Leben lang. Dazu gehören Familienbuch, Geburtsurkunde und Taufschein, Personalausweis, Pass und Führerschein.

Auch Röntgenbilder und Arztgutachten müssen unbedingt gut aufbewahrt werden. So vermeiden Sie unangenehme Doppeluntersuchungen.

Zeugnisse & Co. bis zur Rente aufheben

Schul-, Uni- und Arbeitszeugnisse sollten Sie chronologisch wegheften.

So können Sie bei einem Arbeitgeberwechsel einen lückenlosen Lebenslauf nachweisen.

Die Unterlagen sind außerdem wichtige Belege für die Rentenberechnung. Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungs-Nachweise sowie Rentenauskünfte und Nachweise über Arbeitslosengeld gehören ebenfalls dazu.

Verjährungsfrist für Urteile beachten

Gerichtsurteile, etwa aus einem Scheidungsprozess, aber auch Mahnbescheide und Kreditunterlagen sollte man 30 Jahre lang aufbewahren.

Denn erst dann sind sie verjährt.

Steuerunterlagen zehn Jahre behalten

Für Angestellte kein Muss, aber empfehlenswert: Bescheide vom Finanzamt für zehn Jahre aufbewahren.

Die dazugehörigen Unterlagen (zum Beispiel Rechnungen) für sechs Jahre.

Die Bescheide brauchen Sie beispielsweise, wenn Sie Wohneigentum finanzieren wollen.

Versicherungen: so lange wie nötig

Versicherungspolicen legen Sie bis zu deren Ablauf oder Auszahlung ab.

Außerdem sollten Sie die Quittungen von teuren Anschaffungen (etwa Schmuck, wertvolle Möbel) aufbewahren.

Am besten mit einem Foto, das ist beispielsweise nach einem Einbruch hilfreich – für die schnelle Schadensregulierung mit ihrer Hausratversicherung.

Zwei bis drei Jahre gilt für Rechnungen

Mindestens drei Jahre sollten Sie Rechnungen von Ärzten, Handwerkern und Anwälten aufbewahren.

Erst dann sind Ansprüche verjährt. Gleiches gilt für Kontoauszüge, Nebenkosten- und Telefonrechnungen.

Zwei Jahre behalten Sie Kassenbons, etwa von Elektrogeräten.

Denn so lange gilt die gesetzliche Gewährleistungsfrist, in der Sie Mängel beim Händler reklamieren können.

Papiere wiederbeschaffen

Zur Sicherheit: Machen Sie von den wichtigsten Dokumenten Kopien und verwahren Sie sie getrennt von den Originalen, am besten an einem anderen Ort (Eltern, Freunde), auf.

Dokumentenersatz (Gebühren unterschiedlich): Auszüge aus dem Familienstammbuch, Geburts- und Heiratsurkunde gibt es beim jeweiligen Standesamt.

Zeugniskopien können Sie bei Ihrer Schule oder wenn es sie nicht mehr gibt bei der Schulbehörde anfordern.

Nicht alle Universitäten archivieren Hochschulzeugnisse. Aber zumindest eine Bescheinigung über das bestandene Studium erhalten Sie dort.

Einen Führerscheinersatz gibt es beim Verkehrsamt. Das Sozialversicherungsnachweisheft fordern Sie bei der Landesversicherungsanstalt (LVA) oder Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) an.

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