02.12.2012

Haus & Garten Zimmerpflanzen im Winter: die besten Pflegetipps

Foto: © iStock / imnoom

Mit den kalten Monaten beginnt eine harte Zeit für Zimmerpflanzen. Im Winter leiden sie, wie auch wir Menschen, unter trockener Heizungsluft, zu wenig Sonnenlicht und den Temperaturen. Damit Ihre Zimmerpflanzen den Winter gut überstehen, gibt es einige Tipps, die Sie bei der Pflege beachten sollten.

 

 

Zimmerpflanzen im Winter möglichst kühl stellen


Im Gegensatz zu uns Menschen mögen es Zimmerpflanzen im Winter eher kühl. Das schützt sie zum einen vor Schädlingsbefall. Zum anderen stellen die meisten Pflanzen ihr Wachstum während der kalten Monate ein, da sie zu wenig Sonnenlicht bekommen. Kühle Standorte helfen ihnen, den Stoffwechsel sozusagen herunterzufahren. Stellen Sie insbesondere Orchideen, Yuccapalmen oder Azaleen in kühlere Räume wie das Schlafzimmer oder ein Gästezimmer. Bei den meisten anderen Pflanzen reicht es, wenn Sie sie nicht direkt an oder über eine warme Heizung stellen. Achten Sie darauf, dass sie nicht im Zug stehen. Kalte Luft von außen mögen die meisten Pflanzen nicht.

Tipp: Auch wenn es Zimmerpflanzen im Winter eher kühl mögen, vom Boden her sollte es laut Pflanzenexperte Christian Baron, Dinger´s Gartencenter, Köln, nicht kalt sein. Er empfiehlt, dass Sie sie auf einen Rollwagen, eine andere kleine Erhebung oder eine Korkplatte stellen, sodass sie es von unten warm haben. Vor direktem Bodenkontakt des Blumentopfs bei Fußbodenheizung warnt er ebenfalls.

Sorgen Sie für mehr Licht

Wie wir Menschen sehnen sich Zimmerpflanzen im Winter nach ein wenig Sonne. Ziehen Sie deswegen wann immer es geht die Vorhänge zur Seite, und gönnen Sie Ihren Pflanzen das wenige Licht, das von außen hereinkommt. Ideal sind Ost- oder Westfenster, in die die Morgen- bzw. Abendsonne scheint. Die meisten Grünpflanzen fühlen sich hier wohl. Palmen und Kakteen mögen Südfenster und Farne oder Alocasien kommen mit dem wenigen Licht aus, das ihnen das Nordfenster spendet. Wirft die Pflanze ihre Blätter ab oder verfärben sie sich hell, dann bekommt sie zu wenig Sonne.

Gut zu wissen: Christian Baron bestätigt, dass „schon einen Meter hinter der Scheibe nur noch 50 Prozent des Lichts ankommt.“ Überlegen Sie deswegen, ob es sich während der Wintermonate nicht lohnt, Ihren Blumen durch spezielle Pflanzenleuchten eine zusätzliche Lichtquelle zu bieten.

 


Versorgen Sie Ihre Zimmerpflanzen im Winter mit Extra-Feuchtigkeit


Die trockene Heizungsluft macht unserer Haut im Winter ziemlich zu schaffen. Sie wird trocken und faltig. Pflanzen geht es ähnlich, besonders solchen, die ursprünglich aus dem Dschungel kommen und eine Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent und mehr gewöhnt sind. Schnell rollen sie ihre Blätter auf oder verlieren sie. Geben Sie Ihren Zimmerpflanzen im Winter deswegen ein wenig Extra-Feuchtigkeit. Sprühen Sie die Blätter mehrmals pro Woche mit kalkarmem Wasser an, oder stellen Sie sie in die Badewanne und brausen sie mit lauwarmem Wasser ab. Wischen Sie die Blätter auch regelmäßig mit einem feuchten Tuch vorsichtig ab. Das entfernt Staub und hilft ebenfalls gegen Trockenheit. Vorsicht bei Orchideen: Achten Sie darauf, dass Sie nur die grünen Blätter und nicht die Herzblätter mit Wasser besprühen.


Tipp: Auch wenn die Blätter für ein wenig Feuchtigkeit dankbar sind, generell brauchen Zimmerpflanzen im Winter laut Christian Baron weniger Wasser. Gießen Sie sie seltener, und prüfen Sie vorher, ob die Erde wirklich Flüssigkeit benötigt. Manchmal ist nur die oberste Schicht trocken, der Rest aber nass. Lediglich Pflanzen die direkt über einer Heizung stehen, sollten Sie öfter mit Wasser versorgen.

Kontrollieren Sie Zimmerpflanzen im Winter verstärkt auf Schädlingsbefall

Die Kombination aus trockener Heizungsluft, wenig Licht und Wärme sorgt bei Zimmerpflanzen schnell für einen verstärkten Befall mit Schädlingen. Besonders Spinnmilben und Schildläuse sind im Winter aktiv. Kontrollieren Sie Ihre Zimmerpflanzen im Winter deswegen einmal pro Woche genau auf einen möglichen Befall. Klebrige Blattbeläge sind beispielsweise ein Zeichen für Schildläuse. Sie setzen sich gern entlang der Mittelrippe auf der Blattunterseite fest. Spinnmilben bevorzugen ebenfalls die Unterseite von Blättern. Sie erkennen Sie an den Saugschäden sowie daran, dass die Blätter fahl und gesprenkelt werden. Auch die weiße Fliege kann Zimmerpflanzen befallen.

Tipp: Haben Sie den Verdacht, dass eine Ihrer Zimmerpflanzen von Spinnmilben & Co. befallen ist, dann stellen Sie sie vorübergehend in Quarantäne. So verhindern Sie laut Christian Baron, dass die Schädlinge die umliegenden Pflanzen angreifen. Bekämpfen Sie die Übeltäter dann mit den entsprechenden Pflanzenschutzmitteln.

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