04.01.2016

Gesundheitstrend Superfoods - Grundlagen, Wirkung und günstige Alternativen

der Redaktion

Foto: © iStock baibaz

Superfoods und ihre Bedeutung für eine gesunde Ernährung

Superfoods liegen seit einigen Jahren im Trend und werden von der Nahrungsmittelindustrie als natürliche Heilmittel beworben. Die hohen Preise machen sie zu absoluten Luxusprodukten, die für viele Menschen kaum erschwinglich sind. Im Folgenden erklären wir Ihnen, was hinter den Superfoods steckt und wie Sie ihren Organismus auch ohne überteuerte exotische Lebensmittel mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgen.

Superfoods und ihre Wirkung auf die menschliche Gesundheit

Unter dem Begriff "Superfoods" sind verschiedene pflanzliche Nahrungsmittel zusammengefasst, die spezifische Nährstoffe in hoher Konzentration enthalten. Durch ihr ausgewogenes Spektrum an Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, essentiellen Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen werden solche Lebensmittel von Ernährungswissenschaftlern oft als "vollständig" bezeichnet. Dies bezieht sich auf ihre Fähigkeit, die Gesundheit und Vitalität des menschlichen Körpers auf ganzheitliche Weise zu stärken. Viele der als Superfoods beworbenen Pflanzen wachsen ausschließlich in freier Wildbahn oder sind durch ihre hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen so robust, das in deren Anbau keine Kunstdünger oder Pestizide eingesetzt werden müssen. Dadurch sind sie zu hundert Prozent biologische und ursprüngliche Lebensmittel, die dem Körper Nährstoffe in höchster Bioverfügbarkeit und einem optimalen Mischverhältnis liefern. Sie sollen den Hormonhaushalt harmonisieren, sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken und die Zellen dank ihres hohen Gehaltes an Antioxidantien vor vorzeitigen Alterungsprozessen und abnormalem Wachstum schützen.

Die wichtigsten Superfoods

Viele Lebensmittel, die als Superfoods gelten, stammen aus exotischen Ländern und werden tief im Regenwald oder in den Höhenlagen der südamerikanischen Anden kultiviert. Die aufwendige Ernte und die langen Transportwege erklären die teilweise sehr hohen Preise, die für Superfoods bezahlt werden müssen. Zu diesen gehören unter anderem:

  • einige exotische Beerenarten wie die Goji-Beere, die Acai-Beere, Physalis und Camu Camu
  • orientalische Obstorten wie Granatäpfel und Datteln
  • Pseudogetreide wie die mexikanischen Chia-Samen , Amarant, Quinoa oder Teff, die äthiopische Zwerghirse
  • Kakaobohnen
  • Bienenprodukte wie Propolis und Geleé Royale
  • Pflanzenpräparate wie Spirulina, Weizengras, Chlorella sowie AFA- und Kelp-Algen
  • Macawurzel
  • einige exotische Gewürze wie Kurkuma und Bockshornklee

Superfoods in der modernen Ernährung

Gerade in der heutigen Zeit, in der ernährungsbedingte Leiden wie Bluthochdruck, chronische Entzündungen des Bewegungsapparates, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Diabetes immer mehr Menschen betreffen, gewinnen ursprüngliche und nährstoffreiche Lebensmittel wieder an Bedeutung. Superfoods können wegen ihres hohen Gehaltes an Nährstoffen und antioxidativ wirkenden Pflanzenstoffen einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Gesundheit leisten. In ihren Ursprungsländern werden diese Lebensmittel seit Jahrtausenden als natürliche Heilmittel und Grundnahrungsmittel eingesetzt. In vielen dieser Kulturen sind Krankheiten, die in der westlichen Welt weit verbreitet sind, weitgehend unbekannt.

Heimische Superfoods als günstige Alternativen

Die Lebensmittelindustrie hat die Trendwende zu alternativen Ernährungsweisen längst aufgegriffen und versucht, immer mehr exotische und weitgehend unbekannte Nahrungsmittel als Superfoods zu vermarkten. Gerade in Anbetracht der hohen Preise stellt sich die Frage, ob diese Lebensmittel in gesundheitlicher Hinsicht wirklich das halten, was sie versprechen. So nährstoffreich die aus dem Urwald stammende Acai-Beere und die in den Anden geerntete Wurzel auch sein mögen, stehen den Menschen in der westlichen Welt viele deutlich günstigere Alternativen zur Verfügung, die als heimische Superfoods bezeichnet werden. Wenn Sie mehr pflanzliche Lebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt in Ihren Speiseplan integrieren möchten, müssen Sie nicht zwangsläufig zu exotischen und teuren Waren greifen. Durch den regelmäßigen Verzehr von grünem Blattgemüse, frischen Gartenkräutern, Brokkoli, Avocados, Nüssen und Kernen, Blaubeeren, Himbeeren, Äpfeln und Kiwis in Bio-Qualität versorgen Sie Ihren Körper ebenso mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Statt teurer Chia-Samen können Sie Ihre Salate mit den deutlich preisgünstigeren Leinsamen verfeinern und profitieren von derselben gesundheitlichen Wirkung. Auch schwarzer und grüner Tee sowie dunkle Schokolade mit mindestens siebzig Prozent Kakaoanteil weisen einen hohen Gehalt an zellschützenden Polyphenolen auf und sind wesentlich günstiger als Algenpräparate und Weizengrasshakes. Mit einer weitgehend zuckerfreien, dafür obst- und gemüsereichen Ernährung und dem Verzicht auf Weißmehlprodukte und industriell gefertigte Lebensmittel schützen Sie Ihren Körper auch ohne teure Superfoods langfristig vor vielen vermeidbaren Zivilisationskrankheiten.

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