30.11.2015

Gesundheit Hausmittel der Landfrauen: jahrhundertealtes Heilwissen nutzen

Foto: © iStock / Antonio_Diaz

Sich anbahnende Krankheiten müssen nicht zwangsläufig mit Hausmitteln behandelt werden. Nicht selten helfen Heilmittel, welche sich seit Jahrhunderten bewährt haben.

Bei Migräne, Schnupfen, Husten, Verstopfung oder Fieber ist die Einnahme von Medikamenten meist der gängige Therapieweg. Dabei können sich anbahnende Krankheiten häufig alternativ durch Hausmittel behandelt werden, die bereits vor langer Zeit von Landfrauen entwickelt wurden. Diese Heilmittel haben sich über Jahre, oftmals sogar Jahrhunderte, weiterentwickelt und bewährt.

Hausmittel der Landfrauen - gesund bleiben und Beschwerden mit natürlichen Heilmitteln lindern

Oftmals sind es Kleinigkeiten, die den Körper belasten und zu Krankheiten führen. Besonders im Frühling und im Herbst sind Menschen anfällig für grippale Infekte oder andere Erkältungskrankheiten. Tägliche oder wöchentliche Rituale wie Nasenspülungen, Saunagänge oder einfach nur das Hören auf den eigenen Körper tragen dazu bei, dass der Körper abgehärtet und seltener krank wird. Eine vitaminreiche Ernährung und ausreichend Bewegung im alltäglichen Leben stärken das Immunsystem und helfen dem Körper, Viren abzuhalten. Bahnt sich bereits ein Infekt an, ist es zu spät für die Prävention. Einfache Hausmittel von Landfrauen können jedoch Abhilfe schaffen.

Was hilft bei Erkältung, Schnupfen, Husten und Fieber?

Bei einer Erkältung, Schnupfen oder Fieber sollte viel Flüssigkeit zugeführt werden. Besonders empfehlenswert sind schweißtreibende Tees (Hagebutte, Kamille, Holunder oder Lindenblüte). Nasenspülungen wirken schleimhautabschwellend und eine Mischung aus Grapefruitextrakt und Wasser eignet sich ideal, um den Naseninnenraum mit einem Wattestäbchen vorsichtig abzutupfen. Gegen Fieber haben sich kalte Wadenwickel bewährt. Gegen Husten helfen Rettichsalate, Inhalationen mit Fenchel und Hustenbonbons. Ein bewährtes Hausmittel der Landfrauen sind gehackte Zwiebeln, die mit Rohrzucker vermischt werden. Die Mischung sollte mindestens eine Stunde stehen gelassen werden - bis sich Saft gebildet hat. Stündlich wird dann etwa ein Teelöffel des Saftes eingenommen. Klingen Erkältung oder Fieber innerhalb der ersten drei Tage nicht ab, sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.

Welches Hausmittel hilft bei Migräne oder Verstopfung?

Bei Migräne handelt es sich um lästige und immer wiederkehrende Kopfschmerzen, die bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern. Bei Migränepatienten lässt sich oftmals ein Magnesiumdefizit feststellen. Betroffene sollten darum viel magnesiumreiches Mineralwasser trinken. Bei akutem Schmerz helfen Salz-Eis-Packungen, die durch Anlegen an die Schläfen kühlen. Leichte sportliche Betätigung, wie ein lockerer Lauf oder ein Spaziergang im Wald, können Verspannungen lösen und Migräne lindern. Allerdings sollte man von sportlicher Betätigung absehen, wenn der Schmerz bereits akut ist. Ebenfalls wirksam sind Präparate mit Vitamin B2 oder die Einnahme eines Mutterkraut-Extrakts. Als Hausmittel der Landfrauen gelten ansteigende Fußbäder oder Gewürznelkentees mit etwas Zitronensaft. Vom vorschnellen Einnehmen von Medikamenten sollte man in vielen Fällen absehen und eine medikamentöse Behandlung immer nur in Absprache mit dem Arzt durchführen, da Medikamente meist nur die Symptome und nicht die Ursache der Krankheit bekämpfen.

Bei Verstopfungen leert sich der Darm seltener als im Normalzustand. Vorbeugend hilft es, wenn Sie weniger Kaffee, Bier, Schokolade und Wein konsumieren, mehr als zwei Liter Wasser pro Tag trinken und sich beim Essen mehr Zeit lassen. Eine verdauungsfördernde Wirkung haben geschrotete Leinsamen, die man über das morgendliche Müsli streuen kann. Altbewährt ist auch Rizinusöl, es sollte in keiner Reiseapotheke fehlen. Wird die Verstopfung durch die eingenommenen Präparate nicht besser, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Heilmittel der Landfrauen sind oftmals schonender zum Körper als Medikamente und können bei verschiedenen Beschwerden Linderung verschaffen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Zutaten für natürliche Heilmittel in der Regel in jedem Haushalt finden.

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