04.12.2015

Ratgeber Kuschelige Weste stricken - ausführliche Anleitung

Foto: © iStock / grafvision

Stricken ist nicht nur entspannend und hilft beim Abschalten, Sie kreieren so auch Ihre ganz eigene Mode: Garn, Muster und Schnitt - wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach zum Profi werden. Mit unserer Anleitung stellen Sie eine kuschelige Strickweste im Handumdrehen fertig.

 

Bevor es losgeht, erklären wir Ihnen, was Sie bei Wolle, Nadel und Technik beachten sollten:

Die richtige Wolle - Sie haben die Wahl

Wir gehen in der Anleitung und im Muster von der Größe 34/36 aus, tragen aber natürlich auch den Frauen Rechnung, die 38/40 oder 42/44 tragen. Diese Angaben finden Sie in den Klammern - jeweils vor und nach dem Schrägstrich. Wenn es keine Unterschiede im Muster gibt, dann bleibt es bei der Angabe. Sie benötigen für Ihre neue Weste Wolle mit einer Lauflänge von 80 m auf 50 g. In unserem Beispiel ist es SMC Select Extra Soft Merino Grand, also 100 Prozent Merino, von der wir 500 g (550/600) verwendet haben. Allerdings können Sie hier variieren: Wählen Sie ein Garn, das zu Ihnen passt. Verlaufende Farben sind ebenso interessant wie spezielle Effekte, beispielsweise Noppen, oder unterschiedliche Garn-Qualitäten, die locker versponnen wurden. Achten Sie aber in jedem Fall auf die Lauflänge, da die Anleitung darauf aufbaut.

Die Nadel - auf Qualität achten

Halten Sie Nadeln in der Größe 4,5 bzw. 6-7 und eine lange Rundstricknadel in der Größe 4,5 bereit. Es ist Ansichtssache, ob sich Nadeln aus Plastik oder Metall besser eignen. Erfahrungsgemäß rutscht die Wolle auf den Metall-Varianten besser, allerdings hängt das davon ab, ob Sie dazu neigen, sehr fest zu stricken oder nicht. Wichtig ist in jedem Fall der glatte Übergang bei den Rundstricknadeln, da das Garn sonst zwischen festem und flexiblem Teil hängen bleiben kann. Das ist nicht nur lästig, dabei können auch Fäden gezogen werden, die das Ergebnis Ihrer Weste beeinträchtigen.

Die Maschenprobe aufs Exempel

Um die Übereinstimmung mit unseren Vorgaben zu prüfen, sollten Sie eine Maschenprobe machen. Stricken Sie zuerst die kleinen Quadrate nach, das geht schnell und gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihre Weste auf jeden Fall passen wird. Gleichzeitig können Sie die Proben nehmen, um die jeweilige Wolle zu testen: Waschen Sie die Flecken einfach mit und messen Sie anschließend genau nach.

Die richtige Pflege für Ihre neue Weste

Unabhängig von der Sorte, die Sie für Ihre Weste ausgewählt haben, sollten Sie die Pflegehinweise genau durchlesen: Handelt es sich um die Merino-Wolle, die wir in unserem Muster verarbeitet haben, benötigen Sie ein spezielles Wollwaschmittel, das wir Ihnen ohnehin empfehlen. Diese Naturfaser kann aber mit den gängigen Programmen für Wolle gewaschen werden. Zum Trocknen legen Sie Ihre Weste am besten auf Handtüchern aus. So vermeiden Sie Verformungen, die vor allem bei schweren Strickwaren durch Aufhängen verursacht werden können.

Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, kann es losgehen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Weste finden Sie hier. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Stricken!

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