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Sozial inkompetent, autistisch, arrogant, streberhaft - Attribute, die man hochbegabten Menschen gerne zuschreibt. Nach dem Motto: "Wenn jemand schon hochbegabt ist, muss er wenigstens gestört sein". Wir wollten diesen Vorurteilen auf den Grund gehen und haben den Experten befragt - zu den Themen Intelligenztests, Hochbegabung und wie man damit umgehen sollte.
Herr Scheer, die wichtigste Frage vorweg: Ab welchem IQ spricht man von Hochbegabung? Heinz-Detlef Scheer: Ab einem Intelligenzquotient von 130 ist man hochbegabt. Und wie finde ich heraus, wie hoch mein IQ ist? Ermitteln kann man das mit einem standardisierten IQ-Test. Dabei werden meist drei Faktoren geprüft: das verbale Verständnis, sowie das logische und figurale Denken. Nein, der IQ-Test unterliegt einem sehr hohen Standard. Es gibt keinen Test, der genauso oft geprüft wurde, wie der IQ-Test. Egal, welchen IQ-Test Sie machen - es wird immer das gleiche Ergebnis dabei heraus kommen. Kann man einen IQ-Test manipulieren, indem man ihn übt, bzw. die Fragen einfach auswendig lernt? Egal, wie ausgefuchst Sie da vorgehen, das wird nicht klappen. Ein IQ-Test ist quasi fälschungssicher. Was ist denn eigentlich so der Durchschnitts-IQ? Der liegt bei 100. Man sagt, ein Abiturient hat um die 110, ein Realschulabsolvent 100 und ein Hauptschulabsolvent 90. Wer ein abgeschlossenes Hochschulstudium hat, verfügt im Durchschnitt über einen IQ von 120 - es sei denn, er hat sich gnadenlos durch's Studium gemogelt. Natürlich hängt auch alles von der Konzentrationsfähigkeit und vom Arbeitseinsatz eines jeden Menschen ab. Der Unterschied ist, dass ein Hochbegabter das Lernen nicht gelernt hat. Er sprüht einfach vor Neugierde, hinterfragt und ist überdurchschnittlich wissbegierig. Ja, der IQ eines Babys und Kleinkindes kann sich schon noch stark verändern. Erst ab dem 14. Lebensjahr kann man einen finalen Wert feststellen. Davor macht ein IQ-Test eigentlich keinen Sinn, ein Kind soll schließlich auch seine Kindheit behalten dürfen. Wie viele Menschen sind in Deutschland denn hochbegabt? Es gibt hierzulande zirka 1,6 Millionen Hochbegabte. Doch die meisten wissen nicht, dass sie es sind. Mann kann ganz grob sagen, dass ungefähr ein Drittel sehr erfolgreich ist, also in einer Führungsposition in Wirtschaft oder Wissenschaft ist. 40 Prozent der deutschen Hochbegabten wiederum schwimmen im Mainstream und sind unauffällig. Und bei einem weiteren Drittel wurde die Hochbegabung zu spät entdeckt, die Betroffenen wurden falsch behandelt oder ähnliches. Sie haben Schwierigkeiten, mir ihrer Besonderheit umzugehen, wurden in Sonderschulen gesteckt oder haben gar keinen Schulabschluss. | ||||||
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Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
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"In der Schule war ich aber gar nicht so gut..."
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