11 miese Tricks im Supermarkt




Ausgetüftelte Spezial-Musik, Düfte, die unser Unterbewusstsein in Urlaubsstimmung versetzen – und das alles nur, damit wir mehr in den Wagen legen! Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, warum wir zu Spontankäufen verlockt werden.

Man denkt sich so einiges aus, um uns zum Kaufen zu verführen. - 11 miese Tricks im Supermarkt
Man denkt sich so einiges aus, um uns zum Kaufen zu verführen.
Der Wagen ist schnell vollgepackt, obwohl ganz viele Produkte überhaupt nicht auf unserem Einkaufszettel standen.

1. Tempo-Bremse am Eingang
Die Obst- und Gemüseabteilung liegt fast immer nur wenige Meter von der Eingangstür entfernt. Das hat seinen Grund: „Der Kunde kommt abgehetzt rein. Beim Anblick der leckeren Früchte und Gemüsesorten entspannt er und kommt in Kauflaune. Daher versuchen die Händler gleich am Anfang unseren schnellen Gang abzubremsen“, sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg.

2. Marathon-Lauf um die Regale
Produkte, die wir häufig brauchen, z.B. Milch, Aufschnitt und Brot, stehen immer ganz hinten im Supermarkt. Grund: Der Kunde muss erst am gesamten Sortiment vorbei und nimmt dann andere Artikel mit, auch solche, die er gar nicht kaufen wollte.

3. Links vor rechts für mehr Umsatz
Bei fast allen Geschäften ist der Eingang auf der rechten Seite des Ladens und der Kunde startet seinen Rundgang gegen den Uhrzeigersinn. Grund: Untersuchungen haben gezeigt, dass solche „links drehenden“ Kunden zehn Prozent mehr ausgeben als rechts drehende. Denn: 95 Prozent aller Menschen haben einen Linksdrall.

4. Brötchen-Duft als Anreiz
Der Backshop wird vom herrlichen Duft frischer Brötchen umweht. Folge: Angenehme Gerüche dringen direkt in das sogenannte Wohlfühlsystem im Gehirn und regen unseren Appetit an. Wir wollen sofort Brot, Kuchen, Brötchen essen und kaufen deshalb die Waren. Ähnlich funktioniert das System auch bei Parfum.

5. Urlaubs-Gefühle für Mehrkäufe
Möwengeschrei und Meeresrauschen in der Fischabteilung wecken Urlaubsstimmung und unsere Erinnerung an unbeschwerte Ferientage. Diese angenehmen Momente und Stimmungen möchten wir uns zurückholen - auch durch das, was wir im Urlaub gegessen haben. Konsequenz: Wir werden verleitet, z.B. ein paar Gambas fürs Abendbrot einzukaufen.

6. Herzschlag-Musik zum Stressabbau
Die einlullende Hintergrund-Musik im Supermarkt hat meist 72 Schläge in der Minute (wie „Beautiful Day” der irischen Rockband U2). Da unser Herz auch in diesem Takt schlägt, wirkt die Musik direkt beruhigend auf alle Körperfunktionen. Gut für die Geschäftsleute, denn ist der Kunde entstresst, kauft er mehr ein.

7. Selbst-Belohnung durch Rabatte
Forscher haben festgestellt, dass unser Belohnungszentrum im Hirn aktiviert wird, wenn wir uns Sonderangebote anschauen. Praktisch bedeutet das: Wir fühlen uns so richtig glücklich, wenn wir ein Schnäppchen nicht nur sehen, sondern auch ergattert haben. Egal was angeboten wird! Aber Vorsicht. “Oft brauchen wir diese Lebensmittel gar nicht. Und: Häufig sind sie auch nicht so billig, wie uns das große Schild davor weismachen will“, warnt Verbraucherschützerin Schwartau.

8. Mogel-Aufdruck für Bauern-Idylle
Auf vielen Etiketten sind idyllische Bauernhöfe, Fachwerkhäuser oder die Begriffe „Land“ und „Hof“ aufgedruckt. Grund: Die Kunden sollen denken, dass es sich um regionale Lebensmittel direkt vom Bauernhof handelt. Die Täuschung: „Das Fleisch stammt häufig aus industrieller Intensivhaltung und die Bilder sind total geschönt“, sagt Silke Schwartau.

9. XXL-Wagen verleiten zum Zulegen
Einkaufswagen werden immer größer. In den USA fassen sie bereits 400, bei uns ca. 180 Liter. Grund: In großen Wagen sehen kleine Einkäufe mickrig aus - wir legen dann unbewusst noch ein bisschen mehr hinein.

10. Mitnahme aus Langeweile
Kaugummis, Zigaretten, Batterien - in der Kassenzone werden mit solchen Mitnahmeartikeln bis zu 5 Prozent des Umsatzes gemacht, obwohl dieser Bereich nur 1,5 Prozent der Ladenfläche beträgt. Expertin Schwartau: „Warten ohne Beschäftigung ist langweilig, dann legt man lieber noch was in den Korb, ohne zu prüfen, ob die Preise überhöht sind.“

11. Paar-Trennung im Laden
Ist ER angespannt, ist auch SIE genervt und will aus dem Laden. Folge: Frauen verbringen nur die Hälfte der Zeit im Supermarkt, wenn der Mann neben ihr steht. Silke Schwartau: „Deshalb versuchen Händler, weibliche und männliche Körperpflege-Artikel an getrennte Plätze zu stellen.“

Der Supermarkt in Zahlen

  • Vorm Butter-Regal verbringen wir im Schnitt 18 Sekunden, am Obst- und Gemüsestand dagegen 1 Minute und 44 Sekunden.
  • Wochenend-Einkäufer füllen ihre Wagen und Körbe durchschnittlich mit 40 Produkten.
  • 13 Minuten und 45 Sekunden halten wir uns im Laden auf.
  • Männer sind beim Einkaufen gestresster als Frauen: Nach kurzer Zeit schnellt ihr Puls von 66 hoch auf 130.

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Alexandra Kemna

  

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Veröffentlicht von der Menschen & Leben-Redaktion
am 10/11/2012

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