Ohne Zink geht im menschlichen Körper nicht viel, denn das Spurenelement ist ein wichtiger Beautyhelfer. Wer sich eine schöne Haut, gesunde Haare und feste Fingernägel wünscht, der muss dem Körper genügend Zink zuführen. Gutes Aussehen ist natürlich nicht alles, und so ist das Spurenelement auch für die Gesundheit unerlässlich.
Zink steuert zahlreiche biochemische Prozesse im Körper, die dafür sorgen, dass wir uns rundum gesund und fit fühlen und der Körper mit Infekten besser fertig wird. Doch in welchen Lebensmitteln versteckt sich das wichtige Spurenelement und was geschieht, wenn der tägliche Zinkbedarf nicht gedeckt wird?
Zink – ein einflussreiches Spurenelement
Die Liste der Körperfunktionen, an denen Zink beteiligt ist, ist lang. Das Spurenelement sorgt für einen reibungslosen Kohlenhydrat- Fett- und Eiweißstoffwechsel, kümmert sich um die verschiedenen Hormone und ist eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen Eindringlinge wie Bakterien und Viren.
Ohne Zink würde unser Immunsystem die Abwehr von Krankheitserregern nicht bewältigen können. Und auch wenn es um Entzündungen geht, ist Zink einfach unschlagbar, denn das Spurenelement hat hervorragende, entzündungshemmende Eigenschaften und unterstützt die Wundheilung.
Auch das Dämmerungssehen und die Geschmackswahrnehmung sind von dem vielseitigen Spurenelement abhängig, denn ohne Zink könnten wir nicht unterscheiden, ob etwas salzig, süß, sauer oder bitter schmeckt. Auch im Rahmen des Anti-Agings leistet das Spurenelement wichtige Dienste, da es antioxidativ wirkt und die Zellen vor freien Sauerstoffradikalen schützt.
Zink – so hoch sollte die Tagesration sein
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für männliche Jugendliche und Erwachsene ab dem 15. Lebensjahr eine tägliche Zinkzufuhr von 10 mg pro Tag. Mädchen und Frauen benötigen mit 7 mg pro Tag weniger des Spurenelements. Die Ausnahme bilden Schwangere und stillende Frauen, denen eine tägliche Zinkdosis von 10 bis 11 mg pro Tag empfohlen wird.
Zink – wo steckt’s drin
Zink ist in praktisch allen Lebensmitteln vorhanden, allerdings gibt es sehr gute Zinklieferanten und eher weniger geeignete. Idealer Zinklieferant sind Weizenkeime, die pro 100g Nahrungsmittel 12 mg Zink enthalten. Weitere gute Zinkquellen sind Nüsse, Innereien, Rindfleisch oder Hülsenfrüchte. Auch Vollkornbrot, Fisch, Mais, Käse, Haferflocken und Sojaprodukte sind geeignete Zinklieferanten.
Der Zinkgehalt von Obst und Gemüse ist dagegen vergleichsweise gering und das führt dazu, dass es vor allem für Vegetarier und Veganer schwierig ist, alleine mit rein pflanzlicher Nahrung den täglichen Bedarf an Zink zu decken. Erschwerend kommt hinzu, dass Zink aus tierischer Quelle vom Körper besser verwertet werden kann als der aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Wie äußert sich ein Zinkmangel?
Durch die breite Bandbreite an Zinklieferanten nehmen schätzungsweise 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung genügend Zink zu sich. Wer es allerdings aufgrund einer zu einseitigen Ernährung nicht auf die empfohlenen 7 bis 10 mg am Tag bringt, kann unter anderem mit Haarausfall oder unreiner Haut zu kämpfen haben.
Auch Durchfall und Gewichtsverlust, eine verzögerte Wundheilung, depressive Verhaltensstörungen, eine gestörte Geschmackswahrnehmung und Nachtblindheit oder Konzentrationsstörungen können Beschwerden sein, die auf eine Unterversorgung mit Zink zurückzuführen sind.
Kann es auch ein Zuviel an Zink sein?
Natürlich kann es auch bei einem so wertvollen Spurenelement wie dem Zink ein Zuviel des Guten sein. Eine Überversorgung kann sich unter anderem durch Symptome wie Durchfall und Erbrechen, Kopfschmerzen oder Fieber äußern. Generell gilt, dass eine tägliche Zinkdosis von insgesamt 25 mg pro Tag keinesfalls überschritten werden sollte. Wie bei allen Nahrungsergänzungspräparaten gilt auch für Zink: Eine zusätzliche Einnahme sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
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