|
Vitamin D ist genau genommen ein Hormon, das der Körper aber nicht selbst produzieren kann - es muss also von außen zugeführt werden. Unterschieden wird Vitamin D in D2 und D3 und beide sind besonders für das Wachstum und die Gesundheit der Knochen sehr wichtig. Eine große Bedeutung für die ausreichende Menge an Vitamin D hat die Sonne, denn die UV Strahlen sorgen für einen ständigen Nachschub an Vitamin D.
Um ausreichend mit Vitamin D versorgt zu werden, reichen bei einem erwachsenen Menschen täglich 5 µg Vitamin D. Säuglinge und Menschen über 65 Jahren benötigen die doppelte Menge des Vitamins. In Normalfall reicht das natürliche Sonnenlicht allerdings aus, um diesen Vitaminbedarf zu decken.
Tatsächlich leiden die Menschen, die in südlichen Gefilden leben, wo die Sonne viel scheint, kaum an einer Unterversorgung mit Vitamin D. Anders als die Menschen, die auf der nördlichen Seite der Erde leben, wo sich die Sonne monatelang nicht zeigt. Die einzige Ausnahme bilden die Inuit. Sie leben zwar im hohen Norden, haben aber bedingt durch ihre Ernährung, die fast ausschließlich aus Lebertran und fettem Fisch besteht, keinen Mangel an Vitamin D. Lebertran – die ultimative Quelle von Vitamin DLebertran - er schmeckt einfach nicht und ist doch so gesund. Viele können sich vielleicht noch an das kindliche Martyrium erinnern, das mit einem täglichen Löffel Lebertran begann. Die übel riechende und noch schlechter schmeckende, gelbe Flüssigkeit gehörte noch vor 50 Jahren für die meisten Kinder zum täglichen Leben.
Und auch wenn er vielleicht scheußlich geschmeckt hat, so war der Lebertran doch dafür verantwortlich, dass man bis ins hohe Alter gesunde und stabile Knochen hatte und der Körper zudem mit ausreichend Kalzium versorgt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren erkrankten und starben viele Kinder an Rachitis, weil es ihnen an Sonne, fettreicher Ernährung und vor allem an Lebertran fehlte. Heute ist die Krankheit so gut wie ausgestorben, weil es Lebertran mittlerweile auch in Form von Tabletten und ohne den schrecklichen Geschmack gibt.
All diejenigen, die gerne Fisch essen, müssen sich über eine Unterversorgung mit Vitamin D keine Sorgen machen, denn Fische sind hervorragende Vitaminlieferanten. Hervorzuheben sind hierbei besonders die Edelfische wie Lachs, Forelle oder Thunfisch - aber auch der Hering ist lecker und zudem auch noch sehr gesund.
Eier und auch Champignons sind ebenfalls wichtig, wenn man sich mit ausreichend Vitamin D eindecken will. Pflanzen enthalten so gut wie kein Vitamin D und deshalb sind Vegetarier und vor allem Veganer gut beraten, sich täglich ein moderates Sonnenbad zu gönnen, um den Vitamin D Haushalt ins Lot zu bringen. Welche Folgen hat ein Mangel an Vitamin D?Eine ernste Vitamin-D-Mangelerkrankung, von der vor allem Säuglinge und Kleinkinder betroffen sein können, ist die Rachitis. Die Knochen der Betroffenen werden so weich, dass sie sich unter der Last des Körpergewichts buchstäblich verformen. Auch die Zähne leiden darunter, wenn der Körper nicht genug Vitamin D bekommt. Zudem kann ein Mangel an Vitamin D zu einer gehäuften Infektanfälligkeit, Herzrhythmusstörungen oder erhöhter Nervosität führen. Aus medizinischer Sicht ist es daher empfehlenswert, dass auch „Sonnenmuffel“ hin und wieder ein Sonnenbad nehmen - allerdings nicht in der prallen Mittagssonne. | ||||||
|
Veröffentlicht von der Diät & Ernährung-Redaktion
am 08/06/2011
Inhaltsverzeichnis Vitamin D – auf die Sonne kommt es an
|
» (0) |
|