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Maronen und Esskastanien - ein Unterschied?

Veröffentlicht am 18. August 2010

Dachten Sie auch immer, Esskastanien und Maronen seien das gleiche? Stimmt nicht! Beides sind Kastanienarten und beide sind äußerst lecker.

Maronen sind weiter gezüchtete Sorten der ursprünglichen Edelkastanie. Esskastanien sind schwächer im Geschmack, sie sind außerdem kleiner und runder als Maronen. Beide stammen ursprünglich aus der Region ums Schwarze Meer. Auf dem deutschen Markt werden Maronen und Esskastanien aus Frankreich, Italien und der Pfalz - dem größten deutschen Anbaugebiet - angeboten.

Einkauf

Die Maronen- und Esskastaniensaison beginnt Ende September und reicht bei einigen Sorten bis in den Dezember hinein. Dabei ist die Ernte besonders einfach. Die reifen Früchte können einfach vom Boden aufgesammelt werden. Aber lange nicht alle Kastanienarten sind essbar! Die bei uns am häufigsten vorkommenden Kastanienbäume sind Rosskastanien, welche nicht mit den essbaren Edelkastanien verwandt sind. Das ganze Jahr über sind Esskastanien und Maronen in getrockneter Form, in Konserven oder als Püree erhältlich.

Zubereitung

Den Frischegrad von Maronen und Esskastanien können Sie einfach testen: Legen Sie die Nussfrüchte in lauwarmes Wasser. Wenn sie auf den Boden sinken, sind sie frisch. Schwimmen sie an der Oberfläche, sind sie wahrscheinlich alt oder verwurmt und sollten entsorgt werden.

Das essbare Fleisch ist von einer Samenhaut und einer holzigen Schale umgeben. Um beides entfernen zu können, schneiden Sie die Schale kreuzweise ein. Anschließend können die Früchte entweder 20 Minuten in Salzwasser gekocht oder bei heißen 250°C im Ofen geröstet werden, bis die Schale aufplatzt.

Maronen eignen sich als stärkehaltige Beilage zu Fleisch- und Gemüsegerichten. Geröstet sind sie den meisten von uns vor allem vom Weihnachtsmarkt bekannt. Sie können aber auch für pikante Füllungen und süße Cremes verwendet werden. In Frankreich sind die karamellisierten “Marrons glacés” eine feine und teure Spezialität. Auf Korsika wird sogar Bier aus Kastanien gebraut. Vermischt mit Weizen- oder Dinkelmehl eignet es sich für herzhafte und süße Backwaren. Kastanienmehl ist glutenfrei und kann daher für die Ernährung bei Zöliakie eingesetzt werden.

Lagerung

Frisch gesammelte Früchte können Sie bis zu einem Monat lagern. Am besten eignet sich für die Aufbewahrung ein Plastikbeutel, in den Sie einige Löcher hinein stechen. Packen Sie die Kastanien hinein und lagern Sie sie bei kühlen Temperaturen, am besten im Kühlschrank. Bei Raumtemperatur verlieren die Kastanien schnell an Geschmack und beginnen zu keimen. So gelagert halten sie sich maximal eine Woche frisch.

Inhaltstoffe

Lange galten Esskastanien und Maronen als “Brot oder Kartoffeln der Armen”. Mit Kastanienmehl gebackenes Brot sowie traditionelle Gerichte aus frischen Esskastanien oder Maronenpüree stehen aber noch heute in vielen Mittelmeerländern regelmäßig auf dem Speiseplan. Esskastanien und Maronen enthalten neben Stärke wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Phosphor, Kalium, Vitamin B1, B2, B6, C, E und Betakarotin. Obwohl Kastanien nicht so fettreich sind wie andere Nüsse, enthalten 100 g etwa 210 Kalorien.

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