Kohlenhydrate

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Kohlenhydrate haben zweifelsohne einen schlechten Ruf. Und beinahe jeder, der eine Diät macht, wird wahrscheinlich versuchen die berüchtigten Kohlenhydrate zu meiden - schließlich machen sie dick. Doch ist das tatsächlich so? Oder haben Kohlenhydrate ihren schlechten Ruf zu Unrecht erhalten?

 - Kohlenhydrate
Was sind eigentlich Kohlenhydrate?

Betrachtet man die Kohlenhydrate ganz nüchtern ohne Diätideologie, dann sind sie ebenso kalorienreich wie Eiweiß. Beide bringen es nämlich pro Gramm auf 4 kcal. Aus chemischer Sicht sind Kohlenhydrate nichts anderes, als eine Mischung aus Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff - für den menschlichen Körper sind sie indes enorm wichtig, denn die Kohlenhydrate versorgen den Körper mit der nötigen Energie.

Von dieser Energie - die übrigens als Kilokalorien (kcal) angegeben wird - benötigt jeder Körper schon im Ruhezustand ein gewisses Maß, um die lebenswichtigen Herz-Kreislauf-Funktionen am Leben zu halten. Kommen dann noch die übliche Bewegung, Sport oder körperlich anspruchsvolle Arbeit hinzu, steigt der Energiebedarf automatisch an. Der Körper verlangt Energienachschub und den erhält er aus der Nahrung. Und die vermeintlich bösen Kohlenhydrate sind ein idealer Energielieferant - wenn man die richtigen wählt.

Wie sehen „gute“ Kohlenhydrate aus?

Ernährungswissenschaftler teilen die Kohlenhydrate in zwei Gruppen ein und so gibt es zum einen hochwertige Energielieferanten und zum anderen die „leeren“ Kohlenhydrate. Zu den „guten“ Kohlenhydraten gehören Vollkornbrot, Haferflocken, Vollkornnudeln, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte. Sie liefern dem Körper unter anderem Vitamin E, Vitamine der B-Gruppe und Ballaststoffe, die für einen gesunden Darm sorgen. Zugleich halten diese Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel konstant und verhindern die gefürchteten Heißhungerattacken.

Die „schlechten“ Kohlenhydrate sorgen indes dafür, dass der Blutzuckerspiegel zwar rasch nach der Nahrungsaufnahme ansteigt, jedoch ebenso schnell wieder absackt. Die Folge ist ein Leistungsknick, verbunden mit einer der befürchteten Heißhungerattacken. Kein Wunder: Die vermeintliche Energie hält nur kurz vor, verpufft sehr viel schneller und sorgt meist für ein Zuviel auf der Waage, da es den Körper einfach nach mehr Energie verlangt und man zwangsläufig mehr isst, als es eigentlich sein müsste.

Die „schlechten“ Kohlenhydrate sättigen kaum und enthalten zudem weder Vitamine, noch sonstige Vitalstoffe. In die Gruppe der „schlechten“ Kohlenhydrate gehören weißer Zucker, Weißbrot, Kuchen oder Gebäck.

Kalorien und Kohlenhydrate – auf die Menge kommt es an

Wie viele Kalorien und wie viele Kohlenhydrate braucht der Mensch und wann werden sie zu Dickmachern? Diese Frage kann nicht einheitlich beantwortet werden, sondern muss individuell entschieden werden. Wer einer schweren körperlichen Arbeit nachgeht, benötigt mehr Kalorien als jemand, der einer sitzenden Tätigkeit nachgeht. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede.

Bezüglich der Kohlenhydrate sind die Angaben eindeutiger. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine ausgewogene Ernährung, die vor allem aus den drei Hauptenergielieferant besteht: 50% der täglichen Energiemenge sollte durch Kohlenhydraten gedeckt werden, bis zu 30 % durch Eiweiß und maximal 30% durch hochwertige Fette und Öle.

Energieüberschuss macht dick

Und ab wann machen Kohlenhydrate nun dick? Eben dann, wenn sie dem Körper in zu großer Menge zugeführt werden. Gleiches gilt allerdings auch für Eiweiß oder Fett, denn der Körper unterscheidet nicht, woher die Kalorien kommen, die er da gerade verbrennt oder speichert. Ein jedes Zuviel an Energie wird vom Körper in den körpereigenen Fettdepots für schlechte Zeiten gespeichert.

Verdrängt wird zudem gerne, dass nicht die Kohlenhydrate per se dick machen, sondern dass die fetthaltigen Beigaben die wahren Dickmacher sind. Kaum jemand würde wohl Pellkartoffeln als Figurkiller bezeichnen wollen. Werden die gleichen Kartoffeln jedoch mit würzigem Speck gebraten und als Bratkartoffeln serviert, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Wer also hochwertige Kohlenhydrate auswählt und diese mit fettarmen Beilagen serviert, tut nicht nur seiner Figur etwas Gutes, sondern auch der Gesundheit.




  

Veröffentlicht von der Diät & Ernährung-Redaktion
am 24/04/2011

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