E-Nummer: Infos & Hinweise

E-Nummer: Infos & Hinweise




Die E-Nummer – dieser Begriff taucht immer wieder auf, wenn es um Fertigprodukte geht. Doch was genau hat es mit der E-Nummer auf sich? Sind Lebensmittel mit Zusatzstoffen ungesund oder doch vollkommen harmlos?

Die E-Nummer muss auf Lebensmitteln angegeben werden. - E-Nummer: Infos & Hinweise
Die E-Nummer muss auf Lebensmitteln angegeben werden.
Das verbirgt sich hinter der E-Nummer

Die E-Nummer ist die Bezeichnung für einen Zusatzstoff. Zusatzstoffe werden Lebensmitteln zugesetzt, um bestimmte Eigenschaften zu verändern. Das heißt, durch die Zugabe eines Zusatzstoffes bleibt zum Beispiel die Farbe eines Lebensmittels erhalten oder Schimmel wird verhindert. Jeder Zusatzstoff hat eine sogenannte E-Nummer, die europaweit einheitlich ist. Die E-Nummer für den Geschmacksverstärker Glutamat ist beispielsweise E 620. An dieser Nummer erkennen Sie auch während Ihres Spanienurlaubs, ob ein Lebensmittel Glutamat enthält oder nicht.

Ob ein Lebensmittel Zusatzstoffe enthält, lesen Sie auf dem Etikett. Alle Zusatzstoffe müssen mit der E-Nummer in der Zutatenliste aufgeführt werden. Meist stehen sie am Ende, da nur geringe Mengen verwendet werden. Damit Sie es leichter haben, steht neben der E-Nummer oft auch der Klassenname des Zusatzstoffes. Beispielsweise: Geschmacksverstärker E 620.

Auch bei lose verkauften Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Nüssen müssen Zusatzstoffe angegeben werden. In der Regel stehen sie gut lesbar auf einem Schild neben der Ware. Es reicht, wenn der Klassenname ‚mit Antioxidationsmittel‘ erscheint, die E-Nummer muss dabei nicht genannt werden.

Zusatzstoffe werden Lebensmitteln zugesetzt, um z. B. die Haltbarkeit zu verlängern.
Zusatzstoffe werden Lebensmitteln zugesetzt, um z. B. die Haltbarkeit zu verlängern.
Das bewirken Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Zusatzstoffe werden einem Lebensmittel zugefügt, um eine bestimmte technologische Wirkung zu erzielen. Das kann die Verbesserung von Farbe, Aroma oder Streichfähigkeit sein, aber auch das Andicken oder eine längere Haltbarkeit.

Damit ein Zusatzstoff von der Lebensmittelindustrie genutzt werden darf, muss er zugelassen werden. Um die europaweite E-Nummer zu bekommen, müssen drei Kriterien erfüllt sein:
  1. Der Zusatzstoff muss gesundheitlich unbedenklich sein.
  2. Er muss technologisch notwendig sein, d.h. durch ihn wird zum Beispiel eine gleichbleibende Qualität des Lebensmittels erzielt.
  3. Er darf den Verbraucher nicht täuschen, sprich: eine schlechte Qualität der Rohstoffe darf durch die Zugabe von Aromen oder Farbe nicht vertuscht werden.
Die bekanntesten Zusatzstoffgruppen sind Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Süßungsmittel. Eine Auflistung aller Zusatzstoffe samt E-Nummer sowie einer Erklärung finden Sie in der Datenbank für Lebensmittelzusatzstoffe.

Die E-Nummer hat einen schlechten Ruf. Doch sind Lebensmittel mit Zusatzstoffen wirklich gefährlich?
Die E-Nummer hat einen schlechten Ruf. Doch sind Lebensmittel mit Zusatzstoffen wirklich gefährlich?
Sind Zusatzstoffe für Menschen gefährlich?

Damit eine E-Nummer vergeben wird und ein Zusatzstoff bei der Verarbeitung von Lebensmitteln verwendet werden darf, wird er von der Europäischen Sicherheitsbehörde (EFSA) genau geprüft. In gezielten Versuchen an Tieren und Zellkulturen wird getestet, wie sich der Zusatzstoff im Körper verhält, ob er Zellen verändert und womöglich krebserregend ist. Auf diese Weise wird kontrolliert, in welcher Menge ein Zusatzstoff für Menschen ungefährlich ist. Steht diese Menge fest, wird sie vorsichtshalber durch 100 geteilt. Dieser Wert, der sogenannte ADI-Wert (acceptable daily intake = akzeptable tägliche Dosis) ist die sichere Tagesdosis, die auch bei lebenslanger Aufnahme keine Gesundheitsbeeinträchtigungen verursacht.

Welche E-Nummern sollten Sie besser meiden?

Auch wenn Lebensmittel mit E-Nummer, also Zusatzstoff, als gesundheitlich unbedenklich gelten, sollten Sie trotzdem so oft es geht unverarbeitete Produkte essen. Ein selbst gekochtes Gericht mit frischem Gemüse enthält deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe als ein Fertiggericht. Außerdem wissen Sie so ganz genau, welche Zutaten in Ihrem Essen sind.

Daneben gibt es auch einige E-Nummern, die Sie besser meiden sollten, da sie allergieähnliche Symptome auslösen können. Dazu gehören:
  • Schwefeldioxide (E 220 - E 228), kommen in Wein, Trockenfrüchten, Trockenkartoffelerzeugnissen vor und können bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen und Übelkeit sowie Asthma hervorrufen.
  • Benzoesäure (E 210 - E 213), kommt in sauren Lebensmitteln wie Limonaden vor sowie in Fisch- und Salatzubereitungen, kann bei empfindlichen Menschen mit Asthma, Heuschnupfen oder Hautproblemen allergische Reaktionen auslösen.
  • Glutaminsäure/Glutamat (E 629), kommt in vielen Fertiggerichten vor, kann bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen sowie allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Carrageen (E 407), kommt als Gelier- und Verdickungsmittel in Puddingen vor, kann abführend wirken und in seltenen Fällen Allergien auslösen.
  • Sorbinsäure (E 200 - E 203), kommt in Schnittbrot, Käse, Fruchtzubereitungen vor, kann allergische Reaktionen auslösen.

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db

  

Veröffentlicht von der Diät & Ernährung-Redaktion
am 26/09/2011

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