Ballaststoffe




Mit dem Wort Ballast verbinden die meisten Menschen etwas Negatives, denn Ballast ist schwer und verursacht Mühe und Anstrengung. Ballaststoffe im Zusammenhang mit dem Essen haben den gleichen schlechten Ruf, liegen sie doch bisweilen bleischwer im Magen und können nur sehr schwer verdaut werden. Dennoch sind Ballaststoffe mitnichten eine überflüssige Last, sondern einer der Grundsteine für eine gesunde Ernährung und ein Muss für alle, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen.

 - Ballaststoffe
Ballaststoffe schützen vor Zivilisationskrankheiten

Wie wertvoll Ballaststoffe tatsächlich sind, erkannten Ernährungswissenschaftler erst um 1970. Sie verglichen die Ernährungsgewohnheiten der westlichen Bevölkerung, die industriell stark weiterverarbeitete - und somit ballaststoffarme - Nahung zu sich nahm mit den Essgewohnheiten der Menschen in den Entwicklungsländern und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Dort, wo Ballaststoffe durch Fett, Zucker und Eiweiß verdrängt wurde, waren Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder koronare Herzerkrankungen auf dem Vormarsch. Anders in den vermeintlich unzivilisierten Entwicklungsländern, in denen diese Wohlstandserkrankungen wahrlich kein Problem darstellten.

Stützt die Pflanzen, beschäftigt den Körper

Im Grunde sind alle Ballaststoffe nichts anders als das Stützkorsett der Pflanzen, denn tierische Ballaststoffe gibt es nicht. Ballaststoffe sorgen zum einen dafür, dass das Sättigungsgefühl länger anhält und wer den Vergleich zwischen einer ballaststoffreichen Scheibe Vollkornbrot und einer relativ nährstoffarmen Scheibe Weißbrot macht, der weiß, was gemeint ist.

Dazu kommt, dass der Blutzuckerspiegel beim Verzehr ballaststoffreicher Nahrung nicht explosionsartig ansteigt, sondern konstant bleibt und das wiederum wirkt sich positiv auf die Leistungskurve aus. Zum anderen können die Ballaststoffe im Rahmen der Verdauung nicht vollständig zersetzt werden. Das kurbelt die Darmtätigkeit an und sorgt für eine geregelte Verdauung, was als hervorragende Prophylaxe gegen Hämorrhoiden und Dickdarmkrebs gilt.

Komplettpaket für die Gesundheit

Aber Ballaststoffe können noch mehr. Sie beeinflussen den Cholesterinspiegel positiv, indem sie das Cholesterin an sich binden und den Körper so dabei unterstützen, die schädlichen Stoffe auszuscheiden. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ballaststoffe ist ihre Fähigkeit, die Arbeit der fettspaltenden Enzyme zu behindern, was dazu führt, dass weniger Fett aus der Nahrung aufgenommen und gespeichert wird.

Damit nicht genug. Wer regelmäßig gezielt Ballaststoffe zu sich nimmt, der kann sich vor einem Herzinfarkt oder vor Bluthochdruck schützen, zudem beugen die Pflanzenstoffe der Arterienverkalkung vor. Und für eine gesunde Darmflora ist mit ballaststoffreicher Nahrung auch gesorgt, denn schädlichen Mikroorganismen wird der Nährboden entzogen, wohingegen das Wachstum der erwünschten Bakterien unterstützt wird.

Welche Nahrungsmittel enthalten Ballaststoffe?

In den westlichen Industrieländern nehmen die Menschen immer weniger Ballaststoffe zu sich, dabei ist es einfach, sich ballaststoffreich zu ernähren. Ernährungswissenschaftler empfehlen jedem gesunden Erwachsenen eine tägliche Ballaststoffdosis von mindestens 25 bis 30 Gramm.

Tatsächlich bringen es viele Menschen jedoch nur auf 18 bis 20 Gramm am Tag. Kein Wunder: Fastfood und industriell sehr stark verarbeitete Lebensmittel sind nicht nur arm an Nährstoffen, sondern auch ausgesprochen ballaststoffarm. Abhilfe schaffen auf leckere Art und Weise Leinsamen- und Vollkornbrot (30 g Ballaststoffe stecken in ca. 350 g Vollkornbrot). Und auch Erbsen, Linsen, Bohnen, Sprossen und Rosenkohl, Vollkornnudeln, Vollkornzwieback, Früchtebrot, Back- und Beerenobst sind gute Ballaststoff-Lieferanten.

Die optimalen Ballaststofflieferanten sind jedoch Obst und Gemüse. Selbst der kleine Salatteller oder der Obstsalat aus frischen Früchten enthalten mehr Ballaststoffe als das schönste Schnitzel. Wer täglich ein bis zwei Stück Obst wenn möglich mit Schale isst und dazu eine Portion Salat von ungefähr 75 g und etwa 200 g Gemüse, der hat seinen Tagesbedarf an Ballaststoffen locker gedeckt.




  

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Veröffentlicht von der Diät & Ernährung-Redaktion
am 02/06/2011

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