14.10.2016

ABNEHMPROGRAMM Rapider Gewichtsverlust durch Max-Planck-Diät?

der Redaktion

Gute Nachrichten für Fleischfans: Steaks sind wesentlicher Bestandteil einer Max-Planck-Diät.

Foto: istock/Lisovskaya

Gute Nachrichten für Fleischfans: Steaks sind wesentlicher Bestandteil einer Max-Planck-Diät.

Mit der Max-Planck-Diät sollen bis zu neun Kilogramm in zwei Wochen purzeln - mit weniger Kohlenhydrate und viel Eiweiß. Aber ist das so klug?

Was verbirgt sich hinter der Max-Planck-Diät?

Wer sich dazu entscheidet, die Max-Planck-Diät durchzuführen, der muss sich zwei Wochen lang an einen Ernährungsplan halten. Hier ist ganz genau festgelegt, was man jeden Tag essen darf. Die Ernährung ist sehr eiweißlastig. Hauptsächlich soll man Eier, Fleisch und Salat, aber auch ein wenig Obst und Gemüse zu sich nehmen. Was auf dem Speiseplan fehlt sind Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Lediglich morgens ist es hin und wieder erlaubt, ein trockenes Brötchen zu essen.

Der Plan für die Max-Planck-Diät wurde übrigens, so wird gemunkelt, vor mehr als 15 Jahren aufgestellt. Wer sich allerdings dieses Ernährungskonzept ausgedacht hat, ist nicht bekannt. Eins ist aber sicher: Die Max-Planck-Gesellschaft oder eines ihrer Institute stecken nicht dahinter. Sie distanzieren sich ausdrücklich von dieser Diät .

Was verspricht die Max-Planck-Diät?

Wer sich strikt an den vorgegebenen Ernährungsplan hält und die Diät zwei Wochen lang durchführt, soll bis zu neun Kilogramm an Gewicht verlieren. Zudem ist die Rede davon, dass man drei Jahre lang nicht zunimmt, da durch die Max-Planck-Diät eine Stoffwechselveränderung eingeleitet wird.

Die Max-Planck-Diät: Der Ernährungsplan

1. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz (immer beliebige Menge), ein trockenes Brötchen
  • Mittagessen: zwei gekochte Eier, Spinat mit etwas Salz
  • Abendessen: ein Steak (oder drei Beefsteaks), grüner Salat und Sellerie

>> Rezept-Vorschlag: Blumenkohl-Salat mit Beefsteak

2. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz, ein trockenes Brötchen
  • Mittagessen: ein Steak, grüner Salat und Obst nach Wahl
  • Abendessen: drei Scheiben gekochter Schinken und grüner Salat

>> Rezept-Vorschlag: Bunter Obstteller

3. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz, ein trockenes Brötchen
  • Mittagessen: zwei gekochte Eier, Salat und Tomaten
  • Abendessen: drei Scheiben gekochter Schinken und grüner Salat

>> Rezept-Vorschlag: Grüner Salat mit Estragon-Senf-Dressing

4. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz, ein trockenes Brötchen
  • Mittagessen: ein gekochtes Ei, eine Scheibe Käse, Möhren roh oder gekocht
  • Abendessen: Natur-Joghurt mit Obst

>> Rezept-Vorschlag: Bratbananen mit Zimtjoghurt

5. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz, Möhren mit Zitrone
  • Mittagessen: gedünsteter Fisch und Tomaten
  • Abendessen: ein Steak und grüner Salat

>> Rezept-Vorschlag: Fisch mit Zucchini-Gemüse

6. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz, ein trockenes Brötchen
  • Mittagessen: gegrilltes Hühnchen
  • Abendessen: zwei gekochte Eier, Möhren roh oder gekocht

>> Rezept-Vorschlag: Hühnchen mit Kurkuma und Ingwer

7. Tag

  • Frühstück: Kaffee schwarz oder Tee mit Zitrone
  • Mittagessen: ein gegrilltes Steak und Obst nach Wahl
  • Abendessen: frei wählbar

>> Rezept-Vorschlag: Steak mit selbstgemachtem Spinat-Pesto

Ab dem 8. Tag wird der Plan noch einmal wiederholt. Danach darf man normal weiter essen. Es wird empfohlen, während der Diät so viel Wasser wie möglich zu trinken. Alkohol ist dagegen strikt verboten.

Fazit: Eine umstrittene Diät

Ob die Diät auch wirklich hält, was sie verspricht, ist nicht belegt. Da es sich bei der Max-Planck-Diät um eine so genannte Crash-Diät handelt, kann es tatsächlich zu einer kurzfristigen Gewichtsabnahme von ein paar Kilo kommen. Die versprochenen neun Kilogramm werden es aber wohl eher nicht sein.

Ernährungswissenschaftler raten ganz von der Max-Planck-Diät ab, da die Ernährung innerhalb dieser zwei Wochen sehr einseitig und unausgewogen ist. Die großen Eiweißmengen und der niedrige Anteil an Kohlenhydraten sind sogar gesundheitlich bedenklich. Es drohen Nährstoff- und Mineralmangel.

Falls Sie sich dennoch entscheiden, die Max-Planck-Diät durchzuführen, dann bitte auf keinen Fall länger als zwei Wochen!

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