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"Wer schlank sein will, darf nicht hungern!" Das ist die Grundaussage der "Volumetrics-Diät", einer Ernährungsform, die von der Amerikanerin Barbara Rolls entwickelt wurde. Lesen Sie, wie diese Diät funktioniert und ob sie ihr Versprechen halten kann.
Barbrara Rolls ist Professorin für Ernährungswissenschaft an der Pennsylvania State University und hat der " Volumetrics- Diät" ihren Namen gegeben.
Was steckt dahinter?
Der Begriff Volumetrics stammt vom lateinischen Wort “Volumetrie” für die Messung von Rauminhalten ab. Grundlage und zündende Idee dieser " Diät" ist die Energiedichte von Lebensmitteln. Diese wissenschaftliche Größe gibt an, wie viel Energie ein Lebensmittel im Verhältnis zu seinem Gewicht liefert.
Ein Beispiel:
Eine Portion Pommes Frites à 150 g liefert etwa 435 kcal. Die gleiche Menge Feldsalat dagegen hat gerade einmal 15 kcal, inklusive 2 Esslöffel Joghurt-Dressing etwa 70 kcal. Nun stellen Sie sich die Mengen einmal auf Ihrem Teller vor.150 g Pommes Frites machen nicht viel her und sind schnell aufgegessen.150 g Salat dagegen sehen selbst auf einem großen Teller richtig viel aus. Sie müssen lange daran kauen, essen bewusster und spüren das Sättigungsgefühl, weil Sie länger als 15 bis 20 Minuten für diese Mahlzeit benötigen.
Um über den Salat die gleiche Energiemenge aufzunehmen wie über die Portion Pommes Frites, müssten Sie etwa die sechsfache Menge Salat essen.Schaffen Sie das?Wahrscheinlich eher nicht. Sie wären bereits satt, lange bevor Sie die Kaloriengrenze von 435 kcal erreichen würden. Und nach einer Portion Pommes Frites? Da passt wahrscheinlich noch eine Bratwurst oder ein Burger hinterher.Stimmt`s?
Es geht ums Satt werden!
Das Geheimnis dieser Diät liegt also darin, Lebensmittel auszuwählen, die ein großes Volumen haben und dabei wenige Kalorien liefern.In Frage kommen natürlich vor allem Obst, Gemüse und Salat, weil sie viel Wasser enthalten. Wasser hat keine Kalorien, erhöht aber das Volumen und führt zu einem Sättigungsgefühl.
Forscher haben in einer Studie festgestellt, dass Menschen offensichtlich den Nährwert einer Speise mit den Augen abschätzen und dabei lediglich das Volumen beurteilen. Die tatsächlichen Kalorien spielten für das Sattwerden erst einmal keine Rolle.
Viel essen und viel abnehmen
Suppen werden bei Volumetrics als ideale Hauptgerichte empfohlen, weil sie wenig Kalorien und viel Wasser enthalten und dadurch schnell sättigen. Wasserreiches Gemüse wie z. B. Salatgurken oder Tomaten sollen bevorzugt, und andere Gerichte damit gestreckt werden. Barbara Rolls hat festgestellt, dass ihre Studienteilnehmer weniger Kalorien aßen, wenn der Eintopf mit Wasser verlängert wurde, als wenn die Probanden dieselbe Menge Wasser vor dem essen tranken. Ein Frucht-Shake, der mit Luft aufgeschäumt und dadurch voluminöser wurde, führte dazu, dass die Teilnehmer anschließend weniger aßen. Diejenigen, die den gleichen Shake mit ebensoviel Kalorien, aber weniger Volumen bekamen, nahmen anschließend mehr Kalorien zu sich.
1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag als Getränk gehören auch bei Volumetrics zum Ernährungsplan dazu. Und ein kleiner Salat oder eine Suppe vor dem eigentlichen Hauptgericht führen dazu, dass man vom Hauptgericht nur noch eine kleinere Portion isst. Selbst die Portionen vieler Lieblingsgerichte wie Pizza werden mit wasserreichen Tomaten und Desserts mit einem Löffel Beeren quasi “geschrumpft”. Alles in allem darf man also große Portionen essen, die aber so wenig Kalorien enthalten, dass man trotzdem abnimmt.
Die Volumetrics-Liste
Eine Aufstellung verschiedener Lebensmittel zeigt, wie hoch ihre Energiedichte ist.
Je kleiner der Wert, desto günstiger sind diese Lebensmittel für die schlanke Linie.
Energiedichte von Lebensmitteln
| Lebensmittel |
Energiedichte in kcal pro g
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| Gurke |
0,1 |
| Tomate |
0,2 |
| Erdbeere |
0,3 |
| Karotte |
0,4 |
| Weintraube |
0,7 |
| Quark, Magerstufe |
0,8 |
| Scholle, gegart |
1,1 |
| Kalbfleisch, mager |
1,4 |
| Nudeln, gekocht |
1,4 |
| Vollkornbrot |
1,9 |
| Wiener Würstchen |
3,0 |
| Croissant |
5,0 |
| Vollmilch-Nuss-Schokolade |
5,2 |
| Kartoffelchips |
5,4 |
| Butter |
7,4 |
| Schweineschmalz |
8,8 |
Wasser alleine macht nicht satt
Natürlich wird man durch viel Wasser langfristig nicht satt. Auch die Zusammensetzung der Nahrung hat einen Einfluss darauf, ob wir nach einer Mahlzeit satt werden oder hungrig bleiben. Und unser Körper verlangt nach den richtigen Nährstoffen. Vollkornprodukte sättigen durch ihren hohen Anteil an Ballaststoffen wesentlich besser als Weißmehlprodukte und Zucker, halten zudem lange satt und liefern jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ebenso ist die sättigende Wirkung eiweißhaltiger Speisen wie Quark, Joghurt, magerem Fleisch und Fisch bekannt. Wer seine Nahrung also nach Energiedichte und Nährstoffzusammensetzung auswählt, kann langfristig abnehmen, ohne zu hungern.
Fazit
Das Prinzip ist nicht neu.Die altbekannten Ratschläge der Ernährungsberater haben mit Volumetrics nur einen neuen Namen bekommen.Es gibt keine Verbote, sondern vor allem die Empfehlung, sich an Obst und Gemüse satt zu essen. Empfehlenswert ist die “ Diät” daher uneingeschränkt, denn sie berücksichtigt alle Empfehlungen für eine gesunde und langfristige Gewichtsabnahme.
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Quellen u.a.: 1. Martin Kunz: Schlemmen im Schlaraffenland; FOCUS 31/2005, 2. Dr. Helmut Oberritter: Die Suche nach der neuen Abnehmformel: Bibel-Diät oder Volumetrics? In DGE info 09/2005
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