Die Traummaße zu halten, ist oft gar nicht so leicht. Doch Brigitte Dettmann beherrscht die Kunst und gibt ihr Wissen gern weiter.
"Hurra, ich werde 50!", jubelt Brigitte Dettmann aus Bingen am Rhein. Was anderen Frauen zu schaffen macht, löst bei der vitalen Frau reine Freude aus: "Wieso sollte ich mich über mein Alter grämen? Ich fühle mich heute viel wohler als vor 25 Jahren."
Damals brachte die 1,69 Meter große Frau 116 Kilo auf die Waage. "Als Teenager trug ich Kleidergröße 38/40. Eigentlich ganz okay. Aber schon in meiner Jugend war Größe 34/36 in", erinnert sie sich. "Ich kam mir dick vor und machte laufend Diäten." Der Effekt: 5 Kilo runter, 10 Kilo rauf. Brigittes Gewicht schaukelte sich hoch.
Nach dem ersten Kind schnellte es dann auf die 116-Kilo-Marke. "Wenigstens habe ich durch meine zweite Schwangerschaft nicht noch mehr zugelegt", so die sympathische Frau. "Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie ich mich ernährt habe", urteilt sie heute.
"Ich war süchtig nach Süßigkeiten"
 Brigitte vor 15 Jahren: Die 1,69 Meter große Frau wog 116 Kilo und aß täglich eine Tafel Schokolade | Aus Unzufriedenheit, Ärger oder Stress vertilgte die junge Mutter gleich nach dem Aufstehen eine Tafel Schokolade. "Dann habe ich mir die Zähne geputzt, die Naschsünde war vergessen. Ich war richtig süchtig nach Süßem", gesteht sie. Zum Frühstück gab’s dann Brot mit Butter, Marmelade oder Wurst, mittags Hausmannskost, abends belegte Brote und zwischendurch immer wieder Süßes. Durch das hohe Gewicht schmerzten ihre Gelenke. Heimlich bewunderte sie andere Mütter in ihrem Alter, die schlank waren.
"1992 - mein zweites Kind war gerade vier - entschied ich, jetzt mache ich wieder mehr für mich. Zufällig las ich die Anzeige von einer Abnehmgruppe: Deren Idee, auf gesunde Art, ohne Kalorienzählen und Abwiegen, Gewicht zu verlieren, interessierte mich." Bei den Treffen lernte sie, ihren Süßhunger mit Obst zu stillen, mehr Gemüse oder Salat zu essen. Das hält den Säure-Basen-Haushalt des Körpers im Gleichgewicht. Überwiegt die Säure, können leicht Übergewicht und sogar Krankheiten entstehen. Brigitte aß nun morgens Früchte, mittags z. B. Pellkartoffeln mit Salat und abends Gemüse-Auflauf. Statt Apfelschorle trank sie Kräutertee und Wasser. "Nach sieben Monaten hatte ich 30 Kilo runter."
|