Jo-Jo-Effekt vermeiden: Infos & Tipps

Jo-Jo-Effekt vermeiden: Infos & Tipps




Erfolgreich abnehmen und dann das Gewicht halten? Wir verraten Ihnen, was genau es mit dem Jo-Jo-Effekt auf sich hat und wie Sie ihn vermeiden!

Der Jo-Jo-Effekt ist ein häufiger Begleiter einer Diät.  - Jo-Jo-Effekt vermeiden: Infos & Tipps
Der Jo-Jo-Effekt ist ein häufiger Begleiter einer Diät.
Wir disziplinieren uns, verzichten wochenlang auf die besten Leckereien und nehmen auch tatsächlich ab. Doch kaum ist die Diät beendet und der Alltag eingekehrt, können wir mehr oder weniger dabei zusehen, wie sich die verlorenen Kilos wieder an Hüften, Bauch und Po festsetzen. Schuld ist der Jo-Jo-Effekt. Dieser Begriff taucht immer wieder im Zusammenhang mit Diäten auf. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Jo-Jo-Effekt? Und noch wichtiger: wie können wir ihn vermeiden?

Was ist der Jo-Jo-Effekt?

Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) definiert den Jo-Jo-Effekt so: „Als Jo-Jo-Effekt bezeichnet man die schnelle Gewichtszunahme nach einer kurzfristig durchgeführten Diät, vor allem nach Blitz- oder Crash-Diäten, wobei das Gewicht häufig über das Ausgangsgewicht steigt.“

Damit wir während einer Diät erfolgreich überflüssige Pfunde verlieren, essen wir weniger als normal. Bekommt der Körper durch die Nahrung nicht ausreichend Energie, greift er, wenn alle Kohlenhydratreserven aufgebraucht sind, die Fettpolster an. Wir nehmen ab. Neben dem Fett baut er jedoch auch Eiweiß ab. Wird die Diät nicht mit regelmäßigem Sport kombiniert, baut der Körper Muskelmasse ab, denn Muskeln bestehen hauptsächlich aus Eiweiß. Durch den Verlust der Muskelmasse sinkt der Grundumsatz, also die Energiemenge (= Kalorienmenge), die wir brauchen, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

Konkret heißt das, dass der Körper nach einer Diät weniger Nahrung als vor der Diät benötigt, um normal zu funktionieren. Essen wir nun wieder wie gewohnt und schlagen auch mal über die Strenge, dann nehmen wir ruckzuck wieder zu, der Jo-Jo-Effekt ist da. Zudem ist der Körper auf der Hut. Die verringerte Nahrungszufuhr während der Diät hat er als Hungersnot interpretiert. „Sobald Sie wieder normal essen oder etwa einer Heißhungerattacke nachgeben, legt der Körper rasch wieder Fettdepots an“, sagt Silke Restemeyer.

Warum ist das so? Der Jo-Jo-Effekt ist ein Überbleibsel aus der Urzeit, als Nahrung nur unregelmäßig verfügbar war. In guten Zeiten mit viel Essen haben sich die Menschen ein paar Pfunde angefuttert, auf die der Körper in schlechten Zeiten mit geringem Nahrungsangebot zurückgreifen konnte.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse verhindert den Jo-Jo-Effekt.
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse verhindert den Jo-Jo-Effekt.
So tricksen Sie den Jo-Jo-Effekt aus

Es gibt einige Wege, um den Jo-Jo-Effekt zu umgehen. Ganz wichtig ist, dass Sie langsam abnehmen. Denn so bekommt der Körper noch ausreichend Energie und baut wenig Eiweiß ab. Auch wenn es länger dauert, langsames Abnehmen hat noch weitere Vorteile. Sie sind während der Diät nicht hungrig, sind zufriedener und dadurch sinkt das Risiko, dass Sie die Diät abbrechen. Haben Sie Ihr Wunschgewicht erreicht, dann heißt es „nicht in alte Gewohnheiten zurückfallen“, sonst setzt der Jo-Jo-Effekt ein.

Idealerweise haben Sie während der Abnehmphase gelernt, sich ausgewogen und kalorienarm nach den zehn Regeln der DGE zu ernähren. Silke Restemeyer empfiehlt: „Leben Sie nach der Diät möglichst wie in der Zeit des Abnehmens. Essen und trinken Sie ausgewogen. Viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie fettarmes Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte helfen Ihnen, Ihr Gewicht zu halten. Süße und fettreiche Lebensmittel sollten nur selten auf Ihren Teller kommen.“ Verbieten sollten Sie sich dabei nichts. „Wenn Sie sich Schokolade gönnen, genießen Sie sie und setzen Sie sich Grenzen, beispielsweise eine Tafel Schokolade, die Sie über die Woche verteilt essen dürfen“, so Silke Restemeyer.

Regelmäßiger Sport hilft Ihnen nicht nur dabei, schneller abzunehmen, indem Sie Extra-Kalorien verbrennen. Er ist auch ideal, um den Muskelabbau zu vermindern, denn durch leichtes Krafttraining bauen Sie Muskeln auf. Trainieren Sie während und nach der Diät etwa dreimal pro Woche, gehen Sie schwimmen, walken oder machen Sie einen Mannschaftssport. Das hält den Jo-Jo-Effekt in Schach.

Viel Eiweiß, wenig Zucker – die Resultate einer europaweiten Studie zum Jo-Jo-Effekt

Nicht nur wir Abnehmwilligen interessieren uns für den Jo-Jo-Effekt, auch Forscher möchten mehr darüber wissen. Immerhin verursacht Übergewicht gesundheitliche Schäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Das Forscherteam um Thomas Meinert Larsen und Arne Astrup von der Universität Kopenhagen hat sich in der sogenannten "Diogenes-Studie" mit dem Phänomen Jo-Jo-Effekt befasst und 772 Familien aus verschiedenen Ländern Europas beim Abnehmen begleitet.

Das Ergebnis: Die beste Chance, den Jo-Jo-Effekt zu umgehen, hatten die Probanden, die nach der Abnehmphase mit magerem Fleisch, Fisch, Milchprodukten sowie Gemüse eiweißreich gegessen haben. Entscheidend war zudem, welche Art von Kohlenhydraten verzehrt wurden. Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, die nur einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und damit einen niedrigen glykämischen Index haben, helfen, den Jo-Jo-Effekt außer Gefecht zu setzen. Die Kohlenhydrate in Schokolade, Eis und Gummibärchen dagegen lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Sie haben einen hohen glykämischen Index, was sich schlecht auf den Jo-Jo-Effekt auswirkt.


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db

  

Veröffentlicht von der Diät & Ernährung-Redaktion
am 07/12/2011

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