Die häufigsten Diätfehler – was man beim Abnehmen alles falsch machen kann

Die häufigsten Diätfehler – was man beim Abnehmen alles falsch machen kann
Rund 66 Prozent der Deutschen haben in ihrem Leben bereits mindestens eine Diät gemacht - mit mäßigem Erfolg. Entweder wird die Diät frühzeitig abgebrochen oder die abgenommenen Kilos sind nach Ende der Diät schnell wieder auf den Rippen.

1. Wunder gibt es nicht!

Viele Diäten werben mit schnellen und gewaltigen Gewichtsverlusten. Leider wird dabei verschwiegen, dass bei sehr starken und raschen Gewichtsreduktionen der Jo-Jo-Effekt schon vorprogrammiert ist.
Das heißt, Sie nehmen nach der Diät wieder zu - und meist mehr, als Sie vorher abgenommen haben.Gesunde und nachhaltige Abnehmprogramme gehen von einer Gewichtsreduktion von maximal 0,5 - 1 kg pro Woche aus. Der Erfolg ist damit langfristig und nachhaltig kalkuliert.

2. Zu niedriges Kalorienniveau

Damit Diätwillige schnelle Erfolge erleben können, setzen die meisten Crash-Diäten oft nur etwa 1.000 kcal pro Tag als Kalorienbedarf an. Mit einem derart niedrigen Kalorienniveau ist der Nährstoffbedarf nicht zu decken. Zudem verliert der Körper zwar in der Regel schnell Gewicht, jedoch vor allem durch Wasserverluste und Eiweiß- und nicht etwa durch Fettabbau. Hinzu kommt der bereits oben erwähnte Jo-Jo-Effekt.
Dem Körper wird mit einer sehr niedrigen Energiezufuhr quasi eine Hungersnot vorgetäuscht. Die Folge: Der interne Energiebedarf wird auf ein niedriges Niveau heruntergefahren. Sobald Sie wieder „normal" essen, beginnt Ihr Körper verstärkt mit der Speicherung von Energie, und Sie nehmen schnell wieder zu. Um den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden und dem Körper ausreichend Nährstoffe zuzuführen, wird heute für ein gesundes und nachhaltiges Abnehmprogramm eine Kalorienzufuhr von mindestens 1.500 kcal pro Tag empfohlen.

3. Starre Regeln und Verbote

Verzichten Sie auf Diäten, die kompliziert oder zu teuer sind. Das können zum Beispiel aufwändige Rezepte oder exotische Zutaten sein. Derartige Diätpläne bringen nur für den Moment etwas, verhelfen Ihnen aber nicht zu einer langfristigen Ernährungsumstellung.
Meiden Sie außerdem Diäten, die Ihnen Verbote auferlegen. Verbote wie „Keine Süßigkeiten mehr" führen letztlich dazu, dass Ihr Heißhunger auf diese Leckereien immer größer wird. Irgendwann schlagen Sie dann zu und bringen damit Ihren schönen Tagesplan kalorienmäßig völlig aus dem Lot. Sinnvoller ist es, auch beim Abnehmen Süßigkeiten bewusst mit einzuplanen und sie zu genießen.
Ein gutes Abnehmprogramm sollte sich in Ihren Alltag integrieren lassen. Wenn Sie es nicht schaffen, täglich zu kochen, eignet sich beispielsweise keine Diät, bei der dies Vorraussetzung ist. Spontaneität und Flexibilität sollten für Sie trotz Ihres Abnehmwunsches möglich sein, damit Sie auch wirklich dabei bleiben. Achten Sie darauf, dass Ihre individuellen Vorlieben Beachtung finden und Sie sich auch einmal etwas gönnen dürfen.

diaet 4. Einseitige Diäten

Klassische Beispiele für sehr einseitige Diäten sind die Kohlsuppendiät oder die Ananasdiät. Sie helfen vielleicht dabei, schnell ein paar Kilos zu verlieren. Jedoch bewirken sie kein Umdenken und damit auch keine langfristige Ernährungsumstellung. Sobald die Diät beendet oder aufgrund der Eintönigkeit vorzeitig abgebrochen wird, werden die alten Essgewohnheiten wieder aufgenommen, und die abgenommenen Pfunde sind schnell wieder drauf.
Ein erfolgreiches Abnehmprogramm ist abwechslungsreich gestaltet. Obst und Gemüse bilden ebenso wie ballaststoffreiche Vollkornprodukten einen festen Bestandteil des Planes. Die Einsparung von Kalorien geschieht vor allem durch die Reduktion der tierischen Fette und Süßigkeiten. Eine sättigende und dennoch kalorienreduzierte Ernährung wird von den meisten nicht als Einschränkung wahrgenommen und kann daher auch nach Erreichen des Zielgewichts weiter geführt werden.

5. FdH und Fasten

Für viele ist FdH (FdH = "Friss die Hälfte") die erste Wahl, wenn die Waage schnell ein paar Kilos weniger anzeigen soll. Der Klassiker unter den Diäten taugt aber nur bedingt zum Abnehmen.
Wer Mahlzeiten ausfallen lässt, um Kalorien zu sparen, nimmt diese an anderer Stelle meistens wieder auf. Wer zu wenig isst, dem fehlen nicht nur wichtige Nährstoffe. Er ist auch anfällig für Heißhungerattacken, wird unzufrieden und schlecht gelaunt durch das ständige Hungergefühl und hat am Ende nichts durch die Kalorieneinsparungen gewonnen, weil er spätestens nach ein paar Tagen den Versuch einer Diät gefrustet abbricht.
Der Gedanke an Fasten ist für viele Übergewichtige sehr verlockend. Nach dem Motto: „Null Kalorien = schneller Gewichtsverlust" wird das Fasten als Nulldiät für einige Tage zu Gunsten eines raschen Abnehmerfolges von vielen propagiert. Tatsächlich nehmen Sie während einer Fastenkur durchschnittlich 400 Gramm pro Tag ab. Allerdings ist dieser Erfolg nicht von Dauer, denn nach Ende der Kur wird der Gewichtsverlust vom Körper meistens schnell wieder ausgeglichen.
Sinn und Zweck des Fastens ist es, den Körper zu entgiften und zu entlasten. Empfohlen wird Fasten daher für gesunde Menschen, um Krankheiten vorzubeugen und das Essen im Alltag bewusster zu gestalten. Wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, eignet sich eine Fastenkur unter ärztlicher Aufsicht daher als Beginn einer dauerhaften Ernährungsumstellung und Lebensstiländerung - nicht aber als radikale Maßnahme zur schnellen Gewichtsreduktion.

diaet 6. Pülverchen & Co.

Der Markt mit Schlankheitsmitteln und Diätpulvern boomt. Kein Wunder, denn die meisten Mittelchen versprechen eine üppige Gewichtsabnahme ohne Hungern und ohne große Anstrengung. Die Vorstellung, ein paar Pillen einzuwerfen, einfach weiter zu essen wie bisher und trotzdem dabei schlank zu werden verleitet viele dazu, für dubiose Schlankheitsmittel viel Geld auszugeben.
Sparen Sie sich dieses Geld! Die Wunderpille, mit der alle Fettpolster über Nacht einfach „wegschmelzen" gibt es nicht. Alle Versprechungen, die in Zusammenhang mit diesen Produkten gemacht werden, sind nicht haltbar. Teilweise können die Präparate sogar Nebenwirkungen haben und Ihre Gesundheit gefährden.

7. Bewegung gehört dazu!

Viele Diäten konzentrieren sich ausschließlich auf die Ernährung und lassen körperliche Betätigungen völlig außen vor. Eine gute Methode zur Gewichtsreduktion plant ausreichend Bewegung ein, achtet darauf, dass die vorgeschlagenen Sportarten für Übergewichtige geeignet sind und Sie durch Intensität und Dauer der Übungen nicht überfordert werden.
Denken Sie daran, dass Sie auch durch mehr Bewegung im Alltag Ihren Stoffwechsel ankurbeln und zusätzliche Kalorien verbrauchen können. Lassen Sie öfter mal das Auto stehen und legen Sie Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Machen Sie einen Spaziergang in der Mittagspause und nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl.

Fazit

Unter einer „Diät" verstehen die meisten Menschen eine befristete Umstellung der Ernährung, um Gewicht zu reduzieren. Und genau darin liegt das Problem der meisten Diäten: Sie sind kurzfristig angelegt.
Ursprünglich stammt das Wort „Diät" vom griechischen diaita ab, was nichts anderes bedeutet als „Lebensweise". Wer anstrebt, Gewicht zu reduzieren und sein Gewicht anschließend zu halten, der sollte seine Ernährung langfristig und dauerhaft umstellen.
Dies funktioniert nicht auf radikalem Wege, sondern nur Schritt für Schritt. Vorteilhaft ist es, wenn das Abnehmprogramm darüber hinaus Hilfestellung gibt, wie Sie mit Gewichtsstillstand oder -zunahme umgehen sollten und was nach dem Erreichen des Zielgewichts geschieht.
Wer abnimmt, muss nicht hungrig sein. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse sowie fettarme Milch und Milchprodukte gehören genauso zu einem abwechslungsreichen Speiseplan wie in geringem Umfang Fleisch und tierische Fette. Täglich sollten Sie mindestens 1.500 kcal zu sich nehmen, bei sportlicher Betätigung unbedingt mehr.
In Maßen ist alles erlaubt! Wenn Sie sich auch einmal etwas gönnen dürfen, hilft Ihnen das langfristig, Ihr Ziel zu erreichen und Ihr Gewicht dauerhaft zu halten.

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Hier gibt es keine Verbote oder realitätsfremde Vorschriften. Ein kluges Abnehm-Programm, das für den Alltag in Beruf, Familie und Freizeit konzipiert ist.

Quellen
1. DGE: „Mein Weg zum Wohlfühlgewicht" 05/2007
2. Brüggemann et al.: Warum Diäten scheitern; GU Verlag München 2006

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Veröffentlicht von Redaktion Diät & Ernährung
24.08.2010
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