Botox: Schönheitshelfer für die Massen

Botox: Schönheitshelfer für die Massen




Glatte Haut versprechen die einen. Vor maskenhaft starren Gesichtern warnen die anderen. 'Botox' sorgt immer noch für Diskussionen. Dabei ist es als Schönheitshelfer längst salonfähig. Weltweit lassen sich Millionen von Menschen damit behandeln. Wir erklären, was hinter dem Nervengift im Dienste der Schönheit steckt und informieren Sie über Vorteile und Risiken.
  

Die Behandlung mit Botox hat Vorteile, aber birgt auch Risiken. - Botox: Schönheitshelfer für die Massen
Die Behandlung mit Botox hat Vorteile, aber birgt auch Risiken.
Straffe Gesichtskonturen, glatte Haut, keine Falten - welche Frau träumt nicht davon, die Zeichen der Zeit auf ihrer Haut auszublenden? Botox heißt für viele das Mittel, das den Traum von ewiger Jugend in Erfüllung gehen lässt. Zumindest optisch. Schließlich gibt es immer wieder Stars über Vierzig, die auf einmal aussehen wie Ende Zwanzig.

Doch längst ist Botox kein Star-Geheimnis mehr. Die Schönheitsbehandlung per Botox-Spritze ist zum Massenprodukt geworden. Über drei Millionen Mal pro Jahr wird sie in den USA durchgeführt. In Deutschland, so schätzen Experten, lassen sich über 100.000 Männer und Frauen jährlich faltenfrei spritzen - Tendenz steigend. Ist Botox also mittlerweile völlig unbedenklich? Die Faltenbehandlung der Zukunft, ohne gefährliche Nebenwirkungen?

Was ist Botox eigentlich?  

'Botox' ist nur der bekannteste Handelsname einer Substanz, die eigentlich Botolinumtoxin heißt und auch noch unter anderen Bezeichnungen angeboten wird (zum Beispiel ‚Dysport‘). „Toxin“ ist der chemische Fachbegriff für Gift. Und Botox ist ein sehr starkes Gift. Es zählt zu den sechs giftigsten Substanzen, die die Wissenschaft bis dato kennt. Genauer: Botulinumtoxin ist ein Nervengift, das in sehr hoher Dosierung tödlich ist. Verdünnt man die tödliche Dosis jedoch hundertfach, kann man damit gezielt Muskeln lahmlegen: Das Botolinumtoxin hemmt die Impulsübertragung der Nerven.

Botox glättet leichte Mimikfalte.
Botox glättet leichte Mimikfalte.
Was das mit glatter Haut zu tun hat? Im Laufe der Zeit entstehen in unserem Gesicht Mimikfalten. Das sind Falten, die durch Bewegung der Gesichtsmuskulatur quasi in unsere Haut "eingraviert" werden. Lachen, sprechen oder die Stirn runzeln - das alles prägt die sichtbaren Linien in unser Gesicht.

Für eine Botox-Behandlung eignen sich besonders die horizontalen Stirnfalten ("Sorgenfalten"), die seitlichen Augenfältchen ("Krähenfüße") und die senkrechte Falte zwischen den Augenbrauen ("Zornesfalte").

Wichtig ist: Nur bei leichten Mimikfalten reicht Botox allein aus. Tiefere Linien werden häufig mit Botox vorbehandelt und dann mit einer weiteren Substanz (zum Beispiel Hyaluronsäure) aufgefüllt. Heute ist die Falten-Behandlung mit Botolinumtoxin vom Typ A der häufigste ästhetische Eingriff weltweit. Nicht nur Frauen, auch immer mehr Männer lassen sich damit behandeln. Der Botox-Trend hat mittlerweile beide Geschlechter erfasst.

So läuft die Botox-Behandlung ab 

Das Nervengift wird in den Muskel gespritzt, der die Mimikfalten auslöst. Normalerweise verursacht das keine größeren Schmerzen, da die Injektionsnadel sehr dünn ist. Eine lokale Betäubung ist nicht notwendig. Die Prozedur ähnelt damit einer gewöhnlichen Injektion beim Arzt oder im Krankenhaus. Vor der Behandlung wird die Einstichstelle desinfiziert und leicht gekühlt, damit sich hinterher keine Blutergüsse bilden.

Oft werden mehre Muskeln gleichzeitig gelähmt. Um die ungeliebte „Zornesfalte“ zu bekämpfen, bedarf es zum Beispiel drei Injektionen. Nach der Injektion dauert es drei bis vier Tage, bis die behandelte Falte verschwunden ist. Der Muskel, der die Falte auslöste, ist dann komplett außer Gefecht gesetzt.

Die glättende Wirkung der Spritzen hält etwa vier bis sechs Monate - danach braucht es eine neue Injektion, denn der Körper hat das Gift abgebaut. Bei den Folgebehandlungen - die beliebig oft wiederholt werden können - kann sich die Glättung der Haut auf bis zu acht Monate verlängern. Manchmal „verlernt“ der Muskel durch wiederholte Anwendungen sich zusammenzuziehen und verursacht keine Falten mehr.

Lesen Sie weiter: Diese Risiken birgt die Behandlung




hes

 
  

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Veröffentlicht von der Mode & Schönheit-Redaktion
am 27/08/2011

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